Joomla! Framework 1.0 im Packagist
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Die Grundlage der künftigen Content Management Systeme aus dem Hause Joomla! sollen auf einem modernen Framework fußen, das mit Entkopplung, Composer-Support und RESTful-Services aufwarten wird. Mit

Die Grundlage der künftigen Content Management Systeme aus dem Hause Joomla! sollen auf einem modernen Framework fußen, das mit Entkopplung, Composer-Support und RESTful-Services aufwarten wird. Mit Version 1.0 wurde dafür der erste Meilenstein des Frameworks gesetzt, der den Beginn einer Reihe von Community-unterstützten Innovationen markieren soll. So kündigt man auf der Projekt-Homepage folgende Ziele an:

  • Aufbau einer RESTful-Webservice-Plattform
  • Erschaffen simpler und komplexer Kommandozeilentools
  • Web Apps der nächsten Generation

Bei dem Design des Frameworks scheint man moderne Trends in der PHP-Welt verfolgt zu haben, die von Projekten wie Aura, Laravel, Symfony, Zend Framework und anderen gesetzt wurden: Joomla! setzt sich aus funktionell untergliederten Modulen zusammen und verteilt beziehungsweise kombiniert diese mit Hilfe der Abhängigkeitenverwaltung Composer. Letzterer öffnet das Projekt für die Verwendung von Drittanbieter-Komponenten. Um etablierte Joomla!-Entwickler nicht ganz zu verschrecken, hat man sich bei der Vergabe von Klassen-, Funktions und Methoden-Namen am bisherigen Schema orientiert.

Einen Schritt wie diesen haben schon einige andere Content Management Systeme am umkäpften Markt gewagt: TYPO3 entwickelte mit Flow ein eigenes Framework, eZ Publish 5 und Drupal 8 nutzen etliche Komponenten aus Symfony Framework 2; beide Grundlagen nutzen Composer und bieten REST-APIs. Beide Frameworks erfreuen sich wachsender Popularität und reichen ihre Innovationskraft an die Projekte weiter, die auf ihnen fußen. Also war es ein sinnvoller Schritt für Joomla!, auf diesen Zug aufzuspringen. (Was WordPress indes macht, weiß keiner.) Einen gegenwärtigen Effekt auf bestehende Projekte hat das Joomla! Framework nicht, wie man in der offiziellen Release-Meldung selbst zugibt:

Downloading the Framework will do nothing to enhance your current Joomla! website. It is, however, a great promise of things to come for future versions of the Joomla! CMS.

Nun finden wir das Resultat auf GitHub unter GNU GPL v2 zum Download vor. Die Dokumentation ist derzeit noch nicht mehr als eine automatische phpDocumentor-Ausgabe. Derzeit diskutiert man mehrheitlich in der Google Gruppe und in etlichen offenen GitHub-Issues.

Laut W3Techs ist Joomla! die Nummer zwei unter den CMS-betriebenen Websites. Doch in den letzten Monaten ging dieser Anteil leicht zurück.

Aufmacherbild: Care Package von Shutterstock / Urheberrecht: iQoncept

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