Der Weg ist das Ziel

10 Dinge, die Programmier-Neulinge beachten sollten
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Wie bei vielen anderen Berufen, so benötigt man auch als Programmierer eine gewisse Zeit und viel Übung, um eine gewisse Arbeitsroutine zu entwickeln; ein wirkliches Verständnis für das Feld zu erwerben; die Tricks und Kniffe des Gewerbes kennenzulernen.

Der Weg dorthin kann – je nachdem, wen man fragt – relativ entspannt oder eine kraftraubende Höllentour sein. Vor allem ältere und in der Szene bekannte Programmierer neigen gerne dazu, die Dinge unnötig zu verkomplizieren. Das meint jedenfalls der Blogger Alex Ivanovs in seinem Beitrag: 10 Things to Know Before You Become a Programmer. Ivanov präsentiert darin eine Checkliste, die jedem Neuling dabei helfen soll, den Weg ins Berufsleben zu ebnen:

1. Persönliche Lernerfahrung

Man muss kein Erziehungswissenschaftler sein, um sich vorstellen zu können, dass jeder Mensch eine individuelle Lernbiographie mit sich bringt und deshalb eine Fragestellung oder ein Problem mitunter völlig anders angeht. Deshalb empfiehlt Ivanovs im Hinblick auf das Erlernen einer neuen Programmiersprache – zunächst einmal, ohne den Computer anzurühren – Standard-Lehrbücher zu pauken, um sich ein praktikables Wissensfundament anzueignen.

2. Immer mit einem Projekt beginnen!

Wenn man das Programmieren erlernt, sollte man dies immer im Rahmen eines Projekts tun. Ob kleine App oder Webseite, ist dabei im Grunde egal: Wichtig ist in erster Linie, dass man ein zu realisierendes Endziel vor Augen hat. So fließen die kreativen Säfte am besten, und man gewinnt ein Gespür für Zusammenhänge, anstatt Flickschusterei zu betreiben.

3. Wissen, was man will

Auf keinen Fall sollte man den Anspruch an sich stellen, alles auf einmal lernen zu wollen. Stattdessen sollte man sich – im Rahmen eines Projekts – zunächst genau überlegen, was man eigentlich bauen möchte. Anstatt umfassende, theoretischer Tutorials zu studieren, sollte man sich also lieber von einer spezifischen Wissensressource zur nächsten hangeln.

4. Realistische Erwartungen

Da Frustrationsmomente sowieso nicht zu vermeiden sind, sollte man alles daran setzen, diese zumindest zu minimieren. Also nicht direkt mit 12-stündigen Arbeitstagen beginnen und davon fantasieren, in 30 Tagen das neue Google zu entwerfen. Eine realistische Erwartungshaltung ist das Zauberwort. Programmieren zu lernen ist laut Ivanovs im Grunde das Gleiche, wie das Schuhe binden zu lernen – es dauert nur etwas länger.

5. Syntax ist Syntax – mehr nicht

Beim Programmieren lernen sollte man nicht nur die Grundlagen, sondern die Sprache tatsächlich verstehen wollen. Wenn man sich wirklich mit dem Innenleben einer Programmiersprache auseinandersetzt, dann wird es einem in Zukunft deutlich leichter fallen, andere Sprachen zu erlernen.

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6. Der Nutzen von Dokumentationen

Eigentlich einleuchtend, aber Ivanovs zufolge wohl keine Selbstverständlichkeit: Man sollte die offizielle Dokumentation einer Sprache studieren. Neben ausführlichen Erläuterungen der Features und Befehle warten diese nämlich zumeist auch mit entsprechenden Codebeispielen auf und können somit eine wertvolle Wissensressource sowie eine Grundlage für eigenes Brainstorming sein.

7. Alle Tools kennenlernen

Um die Relevanz von Tools zu unterstreichen, zitiert Ivanovs die Bestseller-Autorin Erica Sadun: „Viele Sprachen existieren innerhalb einer größeren Designumgebung. Eine Lernaufgabe besteht darin, diese Umgebung zu bewältigen, um Produkte in ihr zu bauen und bereitzustellen. Nimm dir immer Zeit, die Tools, die Dokumentation und die Features kennenzulernen, die dir bei der täglichen Arbeit helfen werden.“

8. Social Coding

Soziale Lern-Plattformen wie GitHub oder StackOverflow sind ein wertvoller Anlaufpunkt, nicht nur für Neulinge. Die dort zu findenden Informationen zu Sprachen sind in der Regel nicht nur up-to-date; die Communities bieten zudem den unschätzbaren Vorteil, in der Praxis tätigen Profis Fragen stellen zu können – und diese in der Regel auch beantwortet zu bekommen.

9. Bezahlt werden!

Für jeden, der bereits einen Abschluss in der Tasche bzw. sich genügend Wissen angeeignet hat, ist im Grunde selbstverständlich: Man sollte möglichst schnell einen Job an Land ziehen. Die vom Kunden vorgegebene Deadline kann einem genau den richtigen Anstoß liefern, um noch mehr und besser zu lernen.

10. Vom Schüler zum Meister werden

Das Endziel aller Bemühungen sollte sein, dass man schlussendlich damit beginnt, selber Wissen zu vermitteln. Nicht nur kann man auf diesem Weg Anderen dasselbe zukommen lassen, was einem – hoffentlich – selbst zuteil wurde. Wenn man versucht, Anderen ein Thema zu vermitteln, stellt man noch am besten fest, ob man es tatsächlich vollumfänglich durchdrungen und begriffen hat.

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