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Arbeiten im Home Office: Das Geheimnis erfolgreicher Teamführung
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Wir alle arbeiten heute ganz anders als noch vor ein paar Monaten. Gleichzeitig nehmen Sicherheitsbedrohungen jeden Tag zu. Doch wie leiten und sichern moderne Chief Security Officer (CSO) ihre Unternehmen, wenn sich alle Mitarbeiter im Homeoffice befinden – und verhelfen ihnen zu Erfolg?

Die Arbeit von heute sieht ganz anders aus als noch vor ein paar Monaten: Soziale Ablenkungen sind so groß wie nie zuvor; Mitarbeiter arbeiten von zu Hause aus, jonglieren Arbeit und Familie am gleichen Ort und wollen dennoch gute Entscheidungen treffen. Die Erfolgsquote von Cyber Attacken, wie beispielsweise durch Social Engineering, kann höher sein, wenn Opfer unaufmerksam oder unvorsichtig werden. So gelangen Unbefugte möglicherweise an sensible Daten oder Informationen. Doch wie wirkt man dem clever entgegen?

Das Aufgabenfeld von CSOs verändert sich drastisch

Die Verlagerung der Arbeit ins Homeoffice oder an andere entfernte Standorte hat die bereits vorhandenen Risiken verstärkt und einige potenzielle Sicherheitslücken deutlich gemacht, die nicht mehr aufgeschoben oder vergessen werden können. Notwendige Entscheidungsfindungen bei wichtigen Anliegen werden beschleunigt. Aus diesem Grund müssen CSOs ihre Partnerschaften zu jeglichen Stakeholdern viele stärker pflegen. Sie müssen die Veränderungen im Unternehmen für sich selbst und ihre Kunden ermöglichen. Und sind dabei gleichzeitig die Katalysatoren für eben diese Veränderungen.

Als sich die Welt vor sechs Monaten veränderte, stellte das viele Chief Security Officer und ihre Teams vor ungeahnte Herausforderungen. Ein Großteil der Beschäftigten fing an, von Zuhause aus zu arbeiten. Konzepte wie etwa die strikte Verteidigung eines Netzwerkperimeters verflüchtigten sich daher schlagartig.

Mittlerweile werden CSOs und ihre Teams mit ganz neuen Aufgaben und Herausforderungen konfrontiert. Sie müssen sich mit Themen wie dem Fernzugriff auf Daten, mit der Benutzung ungesicherter persönlicher Geräte durch Mitarbeiter sowie mit Schulungen von Personal und Geschäftspartnern zu neuen Phishing-Angriffen zum Thema COVID-19 herumschlagen.

Die Führungsebene ist zwangsläufig stärker verflochten

Inmitten all dieser vielseitigen und neuen Herausforderungen hatte die globale Krise jedoch einen positiven Nebeneffekt: Sie brachte die zentrale Rolle zum Vorschein, die CSOs und ihre Teams erfüllen. Viele Führungskräfte aus den Bereichen Technologie und Sicherheit arbeiten nun in strategischen Fragen deutlich enger mit ihren CEOs und dem restlichen Management zusammen.

Diese Zusammenarbeit zwischen CEOs und Führungsteams im Technologiebereich ist enorm wichtig – insbesondere in einer Zeit, in der die Digitalisierung von Geschäftsprozessen so schnell um sich greift wie nie zuvor. Neue Geschäftschancen können so schneller erkannt und effizienter genutzt werden. In der heutigen Welt etwa muss den Teams und Mitarbeitern die Möglichkeit geboten werden, von überall zu arbeiten und dabei die bestmögliche Arbeitserfahrung zu schaffen.

Dabei gilt es, alle Risiken zu reduzieren, eine sichere Arbeit zu ermöglichen und die Kollaboration trotz der Distanzen zu verbessern. Diese Aufgabe bleibt nicht nur an einer Person hängen: Es ist die gemeinsame Herausforderung vieler Personen und diverser Positionen innerhalb des Führungszirkels eines Unternehmens. Dabei können Führungskräfte nur voneinander lernen und profitieren.

Der CSO beispielsweise kann durch die Zusammenarbeit mit hochrangigen Führungskräften aus der Wirtschaft ein besseres Verständnis für die wirtschaftlichen Prioritäten des Unternehmens erlangen und so auf technische Möglichkeiten stoßen, die dann gemeinsam mit Geschäftspartnern verfolgt werden können. Der Austausch und die Diskussion sollte in allen Bereichen vertieft werden – so kann frühzeitiges Produkt- und Technologie-Feedback als Customer Zero gegeben werden. Auf diese Weise können vertrauenswürdige Lösungen entwickelt werden, die sicher, intelligent und umsetzbar sind.

Dabei ist Zuhören ein wichtiger Teilaspekt der Rolle eines CSO. Wie kann man die Transformation ins sichere Homeoffice garantieren? Und welche anderen Geschäftsprozesse sollten – beziehungsweise müssen – dabei unterstützt werden?

Indem Kunden und Partnern stets gut zugehört wird, erfahren Unternehmen am besten, wie von ihrem Standpunkt aus – aus der Sicht des Experten – geholfen werden kann. Das ermöglicht eine schnellere und sichere Entscheidungsfindung für alle Beschäftigten. Wenn in erster Linie Experten und Partner zusammenarbeiten, die einander tatsächlich zuhören, wird das auch zukünftig Beziehungen und Partnerschaften stärken.

„Sicher“ reicht nicht mehr aus

Letztendlich ist das Ausmaß, die Geschwindigkeit und die Dynamik der Bedrohungslandschaft, die jedes Unternehmen derzeit erlebt, beispiellos. Die Situation ist neu für alle, kein Unternehmen der Welt ist immun gegen diese anhaltende Bedrohungen. Die aktuelle Situation hat allerdings einige neue Wege aufgezeigt, wie das Monitoring angegangen werden kann, um sich so an Gefahren anpassen zu können. Das betrifft sowohl die physische Sicherheit als auch die Sicherheit der Umwelt.

Hierbei sind besonders Anpassungsfähigkeit an gegebene Umstände und Flexibilität wichtige Kernkompetenzen. Unternehmen sollten inzwischen nicht mehr daran denken, ob sie sicher sind – was einen Gemütszustand für ein Ökosystem beschreibt – sondern ob sie geschützt sind. Um nicht nur sicher, sondern auch geschützt zu sein, brauchen Unternehmen immer wieder aufeinanderfolgende, den Umständen angepasste und flexible Kontrollen, die auf ihrer gegenseitigen Widerstandsfähigkeit aufbauen.

Schutz ist nicht nur eine Frage der Technologie

Der Schutz der Arbeit ist nicht nur eine Frage der Technologie, sie baut auch auf Vertrauensebenen auf, einschließlich der Art und Weise, wie Führungskräfte miteinander umgehen und miteinander arbeiten. Die Rollen der CIOs und CSOs entwickeln sich derzeit rasant. CIOs, also Chief Information Officer, wurden bisher eher als Technologen angesehen. Sie sind in Wahrheit allerdings Ermöglicher von Geschäften, das wird derzeit deutlich. CSOs, also Chief Security Officer, machen einen ähnlichen Wandel durch und gewinnen an Relevanz für die Unternehmensführung. Eine starke Beziehung zwischen diesen Rollen ist für eine sorgfältige, durchdachte Planung und Abstimmung ihrer Zuständigkeiten entscheidend und ermöglicht die Ausführung kritischer Entscheidungen.

Ein gemeinsames Verständnis von Geschäftszwecken und -zielen, Einfühlungsvermögen für gemeinschaftlich Geleistetes und gegenseitiger Respekt sind wichtig für den Erfolg. Letztendlich geht es um eine symbiotische Beziehung.

Die Grenzen im Management verwischen zunehmend

Die Grenzen zwischen den führenden Technologierollen in der C-Suite – wie beispielsweise CSO, CTO, CIO und CDO – werden immer fließender. Die nächste Generation von CIOs, CDOs, CTOs und CSOs wird gewissermaßen aus den bestehenden Pools austauschbar sein, angesichts der Tatsache, dass die übergreifende Erfahrung in einem Bereich mit anderen Bereichen in Beziehung gesetzt werden kann.

Die Aufgabe des CSOs ist es nicht nur, Mitarbeiter zu ermutigen, wirksame Security-Entscheidungen zu treffen. Auch der oder die CEO muss ermutigt werden. Für eine CEO-CSO-Beziehung ist Transparenz und Vertrauen besonders wichtig. So bleibt das Unternehmen vernetzt, produktiv und dabei natürlich geschützt. Der beste Ansatz für beide Führungspersönlichkeiten besteht darin, sich in einem ständigen Lernmodus zu befinden und in der Lage zu sein, schnell Entscheidungen zu treffen. Unabhängig davon, ob es sich dabei um strategische oder vorfallsbasierte Situationen handelt. Die besten Führungspersönlichkeiten leiten ihr Unternehmen erfolgreich, wenn sie ihre Gefahrenpotenziale kennen, die damit verbundenen Abhilfemaßnahmen sehen und so kontinuierliche Möglichkeiten zur Verbesserung erkennen.

CSOs werden verstärkt Zurate gezogen, um einen schnelleren Markteintritt zu ermöglichen. Sie setzen auf Cloud-Angebote, arbeiten mit ihren Produktorganisationen zusammen und priorisieren Sicherheitsangebote in ihren Produkten, um ein echtes Customer-Zero-Narrativ zu erschaffen. Die Zusammenarbeit mit den Vorständen ihrer Unternehmen, mit Interessengruppen, mit Kunden und mit Kollegen trägt dazu bei, eine neue Form von Security-Strategien zu gestalten. Und wenn nicht jetzt, wann dann? Die Krise ist der beste Zeitpunkt für eine Umgestaltung und Umorientierung!

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