Personalsuche im IT-Bereich

IT-Recruiting: So finden und behalten Sie Fachkräfte
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Cyber-Security, App- und Software-Entwicklung sowie Datenschutz haben immens an Bedeutung gewonnen. Daher ist es umso wichtiger, dass Unternehmen wissen, wie sie die begehrten IT-ExpertInnen für sich gewinnen können. Worauf kommt es an? Was macht ein Jobangebot attraktiv? Und vor allem: Wie sticht man aus der Masse heraus?

Einen Fachkräftemangel in der IT-Branche gibt es schon lange. Er intensiviert sich Jahr für Jahr. Nun hat die beschleunigte Digitalisierung aufgrund der Corona-Krise die Imbalance von Nachfrage und Angebot in diesem Sektor noch einmal sichtbarer gemacht. Ausgebildete IT-Arbeitskräfte werden ständig gesucht – und das im gesamten Branchen-Spektrum. Insbesondere Software-EntwicklerInnen und IT-AdministratorInnen sind gefragt. Immerhin schreitet die Digitalisierung mit großen Schritten voran. Wer als Unternehmerin oder Unternehmer mithalten möchte, muss sich also ranhalten.

Schwierigkeiten beim Rekrutieren von IT-Talenten für offene Stellen haben übrigens nicht nur kleinere Unternehmen. Von Kleinstunternehmen mit 10-49 MitarbeiterInnen über mittelständische Unternehmen mit bis zu 250 MitarbeiterInnen bis hin zu den ganz Großen teilen sie alle dieselben Sorgen, wenn es um das Finden von IT-SpezialistInnen geht. Insgesamt kämpfen gut zwei Drittel der deutschen Firmen damit.

Während Unternehmen sich also den Kopf darüber zerbrechen, wie sie die vakanten Stellen füllen, verlieren die gefragten Fachkräfte oft den Überblick über die große Menge an Jobangeboten, die tagtäglich in ihrem Posteingang landen. Deshalb ist es so enorm wichtig zu wissen, wie Kontaktaufnahme und Inserat möglichst vielversprechend und einzigartig gestaltet werden.

Strategische Planung ist das A und O

Eine gut durchdachte IT-Recruiting-Strategie ist das A und O, um mit seinem Angebot in Erinnerung zu bleiben und im besten Fall sein Perfect Match zu finden. Auf beiden Seiten herrschen hohe Ansprüche. Der oder die zukünftige ArbeitnehmerIn möchte einen gut bezahlten, zukunftsorientierten Job und einem angenehmen Arbeitsklima. Aus Arbeitgebersicht spielt eine selbstständige, motivierte Arbeitshaltung und das nötige Know-how eine große Rolle.

Die Erwartungen beider Seiten sollten daher unbedingt in den Erstellungsprozess des Inserates mit einfließen. Was wird von den potentiellen BewerberInnen erwartet? Wie sieht ein typischer Tag im Unternehmen aus? Welche Arbeitsfelder werden betreut? Wie sieht es mit Aufstiegsmöglichkeiten aus und welche Benefits springen dabei heraus? Fragen über Fragen. Werden diese direkt beantwortet, erhöht sich die Chance, das Interesse des/der ITlerIn zu wecken.

Die Relevanz von Active Sourcing

Beim sogenannten Active Sourcing wird gezielt nach möglichen neuen Arbeitskräften mit der gewünschten Ausbildung gesucht. Hierfür wird zunächst das Inserat auf verschiedenen Plattformen und sozialen Medien veröffentlicht. Mehrere Plattformen zugleich erhöhen die Reichweite der Anzeige. Trotzdem sollte die Auswahl mit Bedacht erfolgen – häufig stellt sich hier die Kosten-Nutzen-Frage.

Zusätzlich kommt es beim Active Sourcing darauf an, die KandidatInnen direkt auf die offene Stelle aufmerksam zu machen. Hierfür eignen sich Social-Media-Kanäle und Business Netzwerke wie LinkedIn oder Xing. Doch auch andere Instrumente stehen der HR-Abteilung zur Personalbeschaffung zur Verfügung, wie die folgende Infografik aufzeigt:

Grafik: Instrumente der Personalbeschaffung

Die Personalakquise erfolgt mithilfe mehrerer Instrumente. (Quelle: techminds.de)

Mit Persönlichkeit punkten

Die Ansprache der möglichen BewerberInnen erfolgt im Idealfall möglichst personalisiert. Das bedeutet, dass im Vorhinein öffentliche Profile der Person durchgesehen werden und anhand dessen das Anschreiben dementsprechend formuliert wird.

Natürlich sollte man das Stelleninserat einladend gestalten. Klare Formulierungen zu Büroalltag und Aufgabenbereich sowie eine aussagekräftige Überschrift lassen auf einen kurzen Blick erkennen, worum es geht und was einen erwartet.

Das Vermitteln des eigenen USP (Unique Selling Proposition) zeigt, was ein Unternehmen einzigartig macht und von anderen abhebt. Zudem sollten dem/der IT-SpezialistIn Vorteile und Benefits der eventuellen Tätigkeit geschildert werden. Die folgende Infografik enthält die meistgefragten Benefits von IT-Professionals:

Benefits, die Professionals erwarten

Was sich IT-ExpertInnen von ihrem zukünftigen Job erwarten. (Quelle: techminds.de)

Die Definition eines Anforderungsprofils macht deutlich, welche Kompetenzen erwünscht sind. Neben Hard Skills, die zumeist durch eine entsprechende Ausbildung erlangt wurden, dürfen nicht die Soft Skills vergessen werden. Denn auch die Werte und Ideale einer Person nehmen oft Einfluss darauf, ob sie in die Unternehmenskultur passt oder nicht.

Zu guter Letzt darf ein Call-to-Action nicht fehlen. BewerberInnen sehen bei einer professionellen Stellenanzeige auf einen Blick wie, wo und bis wann sie sich bewerben müssen.

Zukunftsorientiert denken

Nachdem eine engere Auswahl der KandidatInnen getroffen wurde, heißt es, diese näher kennenzulernen. Durch ein persönliches Gespräch lässt sich erkennen, ob die Harmonie stimmt und es sich bei einem/einer BewerberIn wirklich um ein Perfect Match handelt. Ein mehrstufiger Bewerbungsprozess erhöht überdies die Chance, dass der/die neue MitarbeiterIn für lange Zeit Teil des Teams bleibt.

Für einen guten ersten Eindruck ist speziell der Berufseinstieg ausschlaggebend. Der/die neue MitarbeiterIn freut sich mit Sicherheit über Informationen zum Ablauf der ersten Arbeitswoche. Vielleicht kann er/sie sich bereits online ein Bild von den künftigen ArbeitskollegInnen machen. Diese sollten darüber hinaus über den Neuzugang in Kenntnis gesetzt und darauf vorbereitet werden. So klappt ein willkommener Start in die neue Arbeit.

Fazit

IT-Fachkräfte sind noch immer sehr gefragt. Daran wird sich aufgrund der zunehmenden Digitalisierung vorerst auch nichts ändern. Im Recruiting muss man daher seine Vorgehensweise bei der Personalakquise entsprechend anpassen. Eine durchdachte Strategie sollte Active Sourcing sowie einen personalisierten Zugang beinhalten. Ein positiver Einstieg in den Arbeitsalltag und genügend Benefits helfen, das Perfect Match möglichst lange in der Firma zu behalten.

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