Positive Gedanken für Entwickler

Mindset – Warum die Einstellung der Software-Entwickler großen Einfluss auf den Erfolg eines Projektes hat
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In der Software-Entwicklung sind nicht nur technische Skills oder Erfahrung notwendig. Auch das Mindset der Entwickler spielt eine große Rolle, um am Ende einen Erfolg vorzuweisen. Dieser Artikel erklärt, was das Mindset ist, warum es so wichtig ist und wie es verbessert werden kann.

Das Wort Mindset stammt aus dem Englischen und hat viele Bedeutungen, wie zum Beispiel Denkweise, Einstellung oder Mentalität. Das Mindset ist sozusagen eine Mischung aus Gedanken, Gefühlen, Erfahrungen und Gewohnheiten. Wie ich beispielsweise auf Erfolg oder Misserfolg reagiere, welche Gefühle und Gedanken ich für die Zukunft habe, ist genauso ein Teil davon. Ein chinesisches Sprichwort lautet: „Achte auf deine Gedanken. Sie sind der Anfang deiner Taten“. Besonders in Software-Projekten spielt das Mindset eine wichtige Rolle. Das liegt daran, dass meist eine enorme Komplexität herrscht. Bei der Implementierung treten oft unvorhergesehene Probleme auf und es müssen viele Entscheidungen getroffen werden.

Was macht das Mindset eines Software-Entwicklers aus?

Offenheit

Eine Grundvoraussetzung ist es, offen für Neues zu sein. In der Software-Entwicklung ändern sich Dinge nicht nur schnell, sondern sehr schnell. Ein Framework kann heute noch auf dem neusten Stand sein und morgen wird bekannt gegeben, dass der Langzeit-Support in den nächsten Jahren ausläuft. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich mit neuen Technologien und Frameworks zu beschäftigen und offen gegenüber neuen Ansätzen zu sein. Entwickler mit der Einstellung: “Das machen wir schon immer so, deswegen ändern wir es nicht” behindern in vielen Fällen die Innovation und Fortschritt im Projekt.

Resistenz gegen Widerstände

Außerdem ist es für Entwickler wichtig, eine gewisse Resistenz gegen Widerstände zu entwickeln. Fast täglich wird man mit neuen Problemen konfrontiert, die für einen positiven Projektabschluss wichtig sind. Wenn spezielle Anforderungen des Kunden oder technische Probleme gelöst werden, ist die Einstellung oft entscheidend. Freut man sich über eigene Lösungen und kommt in einen Flow-Zustand beim Entwickeln, strahlt man automatisch mehr Positives aus und trifft bessere Entscheidungen. Ist eine Entwickler beispielsweise von jeder Kleinigkeit genervt und wird schnell zynisch, kommt er selbst auch nur schwer voran. Dieser Typ Entwickler trifft oft Entscheidungen, die den geringsten Widerstand haben und er fängt an, unnötig zu diskutieren.

Diese Summe aller Entscheidungen der Software-Entwickler bestimmt am Ende die Qualität  und die Nachhaltigkeit der Softwarelösung.

Fehlerkultur

In der Software-Entwicklung gehört es zum Alltag, Fehler zu machen. Aber was bedeutet Fehler eigentlich? Gibt es überhaupt Fehler? Ist eine Implementierung, die einen Bug verursacht ein Fehler oder nur eine Implementierung, die die Logik der Anforderungen nicht komplett abdeckt? Ist ein fehlgeschlagener Build nach dem Push ein Fehler oder hat man eben vergessen, das Projekt lokal zu testen?

Etwas anders zu machen und dabei nicht sofort erfolgreich zu sein, würde ich nicht als Fehler deklarieren. Es gehört schlicht und einfach dazu und diese Akzeptanz ist ein wichtiger Baustein in der Software-Entwicklung. Personen, die Angst haben etwas “falsch” zu machen, können sich negativ auf das Projekt auswirken. Diese werden weniger Fragen stellen, weniger Kritik äußern und sich weniger trauen, eigene Entscheidungen zu treffen. Dagegen kann das Mindset “Ich kann alles schaffen und möchte mich auf jeden Fall weiterentwickeln und etwas lernen” zu deutlich positiveren Resultaten führen. Mit diesem Gedanken wird man sich öfter kritisch äußern und wahrscheinlich proaktiver sein. Fast jeder Projektleiter möchte Leute im Team haben, die sich kritisch äußern und Lösungsansätze beitragen. Nur so können diese auch diskutiert werden und können zum Erfolg beitragen.

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Es ist wichtig, dass man sich selbst weiterentwickeln möchte und “Fehler” als Chance sieht, etwas Neues zu lernen. Außerdem gilt die Devise: Alles ist möglich! Wer in Lösungen, statt in Problemen denkt, erreicht meist bessere Ergebnisse. Für die Vermittlung dieses Mindsets sind einerseits die Entwickler selbst verantwortlich, teilweise aber auch der Projektleiter. Er muss als Vorbild vorangehen, ein Leader sein und ein gutes Mindset vorgeben, damit die Projektmitglieder mitgezogen werden.

Doch was kann man tun, um das Mindset zu verbessern?

Einer der wichtigsten Softskills ist es, seine eigenen Handlungen, Gedanken und Gewohnheiten reflektieren zu können. Bei negativen Gedanken, Ärger und Frust erstmal darüber nachzudenken, warum diese überhaupt vorhanden sind. Dann ist es wichtig festzustellen, was kann getan werden kann, um diese Gedanken loszuwerden und negative Assoziationen abzubauen. Es hilft auch, sich die Frage zu stellen: Warum bin ich Software-Entwickler geworden, was macht mir Spaß an diesem Beruf? Wenn man sich ein paar Minuten Zeit nimmt und diese Frage positiv beantworten kann, ist man sicher auf dem richtigen Weg.

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