Interview mit Eveline Oehrlich

Women in Tech: „Wir sind vereint als Frauen und sollten es bleiben“
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In unserer Artikelserie „Women in Tech“ stellen wir inspirierende Frauen vor, die erfolgreich in der IT-Branche Fuß gefasst haben. Heute im Fokus: Eveline Oehrlich, Research Director auf selbständiger Basis beim Devops Institute.

Die Tech-Industrie wird von Männern dominiert – so weit, so schlecht. Doch langsam, aber sicher bekommt der sogenannte Boys Club Gesellschaft von begabten Frauen: Immer mehr Frauen fassen in der Branche Fuß.

Aus diesem Grund wollen wir hier spannenden und inspirierenden Frauen die Möglichkeit geben, sich vorzustellen und zu erzählen, wie und weshalb sie den Weg in die Tech-Branche gewählt haben. Aber auch Themen wie Geschlechtervorurteile, Herausforderungen oder Förderungsmöglichkeiten kommen zur Sprache.

Unsere Woman in Tech: Eveline Oehrlich

Eveline ist eine unabhängige Forschungsdirektorin am DevOps Institute. Sie bekleidete die Position des VP und Forschungsdirektors bei Forrester Research, wo sie 13 Jahre lang Forschungen zu einer Vielzahl von Themen wie DevOps, Digital Operational Excellence, IT und Enterprise Service Management, Cognitive Intelligence und Application Performance Management leitete und durchführte. Sie hat Führungskräfte und Teams auf der ganzen Welt zu Herausforderungen und möglichen Veränderungen von Menschen, Prozessen und Technologien beraten. Sie ist Autorin vieler Forschungspapiere und Thought Leadership-Stücke sowie eine Moderatorin und Rednerin. Sie hat mehr als 25 Jahre Erfahrung in der IT-Branche.

Eveline hilft Unternehmen dabei, ihre IT-Organisation, Prozesse und Tools für leistungsfähige Teams anzupassen, die es ihren Geschäftspartnern ermöglichen, bessere Geschäftsergebnisse zu erzielen. Sie hat einigen der größten Unternehmen der Welt dabei geholfen, neue Strategien, Arbeitsabläufe und Automatisierungstools einzuführen.

Wann entstand dein Interesse für IT und wie hast du die ersten Kontakte zum Tech-Themenbereich geknüpft?

Bevor ich in im Juli 1996 der Liebe wegen in die USA zog, arbeitete ich als Research und Development Helfer bei Hewlett Packard. In dieser Position hatte ich bereits viel Kontakt mit Soft- und Hardware, wollte aber damals schon an der FH in Pforzheim studiert. Dann habe ich mich in einen Ingenieur verliebt und bin in die USA gezogen.

Nach anfänglichem Kulturschock und einem Jahr des Wartens habe ich mich dann zum Studium „Computer Information Systems“ und „Computer Science“ als Bachelor, bzw. Master of Science angemeldet. Gestoßen bin darauf eher aus Zufall und hatte ursprünglich geplant, Sport zu studieren. Als ich einem Freund von diesem Plan erzählte, sah er mich an, als ob ich ihm gerade erzählt hätte, dass ich zum Mars fliegen wolle.

Eines Tages war ich im College of Business und habe dort einen Professor getroffen, mit dem ich mich über Computer Information Systems und Computer Science unterhalten habe. Gleich nach der ersten Vorlesung wusste ich, dass mir dieses Fach gefällt, ich aber nicht nur hinter einem Bildschirm sitzen möchte.

Wie verlief dein Weg bis zum jetzigen Beruf? Welche unterschiedlichen Karrierewege hast du eingeschlagen?

Ich begann meine Karriere in der IT-Branche als Ferienarbeiterin bei HP in den Vereinigten Staaten, wo ich nach meinem Master-Abschluss auch eine Festvertrag bekam. Bis 2006 arbeitete ich bei HP sowohl in einem Software-Team, als auch in den Positionen des Integrated Marketing Managers für Software und des World Wide Competitive Intelligence Managers. Nach dieser Zeit wechselte ich als Senior Analyst zu Forrester Research und arbeitete mich dort zunächst zum VP und schließlich zum Research Director hoch. Zu diesem Zeitpunkt war ich zu 80% nur auf Reisen, was mich 2018 zur Kündigung veranlasste.

Ich kehrte daraufhin nach Deutschland zurück, arbeitete für kurze drei Monate bei einem Software-Team bei New Relic, bevor ich meine aktuelle Stelle als Research Director auf selbstständiger Basis beim DevOps Institute antrat.

Ich habe im Laufe meiner Karriere in sehr vielen verschiedenen Gebieten gearbeitet: Marketing, Presales, IT, Sales, Operations – was mir sehr hilft, in der augenblicklichen Digitalen Revolution zu verstehen. Das ist auch nötig. Als Industry Analyst berate und unterstütze ich Softwarefirmen, die verschiedene Produkte verkaufen, um die Automatisierung und Digitalisierung weiter voran zu bringen. Das tue ich für verschiedene Firmen, egal ob im Gesundheitsbereich, Verwaltung, Finanzwesen, Retail oder Fertigung. Mein heutiger Horizont und das Verständnis dieser vielen Bereiche ist dabei sehr hilfreich.

Gibt es Menschen, die dich auf deinem Weg gefördert haben? Hast du Vorbilder?

Ja es gab eine Professorin, die mich immer wieder gefördert und unterstützt hat. Frau Dr. Susan Athey war mein großes Vorbild und ich habe meinen Master bei ihr gemacht. Sie war nach ihrem Abschluss ein paar Jahre bei Hewlett Packard. Das hat uns natürlich auch verbunden. Sie merkte aber, dass die Industrie nichts für sie war und machte stattdessen ihren Professor für Datenbanken. In meiner damaligen Studienzeit war ihr technisches Verständnis und ihre Art sich zu behaupten sehr beeindruckend. Sie war auch im Komitee der Uni, um das Curriculum zu verändern. Wir hatten oft lange und intensive Gespräche über Frauen in der Technologie-Branche. Sie hatte immer wieder gute Ideen, wie Frauen sich verhalten können, um gehört und gesehen zu werden. Viele von diesen Tipps beherzige ich heute noch. Zum Beispiel hat sie nie Kleider oder Röcke getragen (das war in 1993). Sie sagte immer, in Hosen oder Hosenanzügen fühlte sie sich den Kollegen gegenüber mehr gewappnet. Wenn ich heute in Meetings gehe, trage ich immer noch einen Anzug. Das hat auch etwas mit meinem Job als Industry Analyst zu tun.

Zwei weitere weibliche Vorbilder waren die CEOs. Patty Azzarello wurde in 1998 zum CEO von HP Software ernannt. Sie kam aus einer anderen Abteilung und hatte dort die Marketingabteilung geleitet. Sie war sehr direkt, fokussiert und hat damals einige neue Methoden, Prozesse sowie auch Produkte eingeführt. Ich hatte mich damals freiwillig zur Leitung von Environmental Health gemeldet. Das sind die Leute, die dafür sorgen, dass der Arbeitsplatz sicher und ergonomisch ist. Ich hatte immer eine gute Verbindung zu ihr und war von ihrer Arbeitsweise begeistert. Sie war eine sehr gute Chefin und hat sich nicht darum gekümmert, ob es sich um Mann oder Frau handelt. Es ging immer um das Thema und um die Fakten. Das habe ich mir auch angewöhnt und das ist sehr hilfreich.

Danach kam ein neuer CEO, Nora Denzel wurde von Carly Fiorina eingestellt. Diese Frau war sehr technisch und kam aus der Hardware-Gruppe von HP. Sie hatte sofort eine führende Hand über unser R&D Team. Unsere Teamleiter hatten fast etwas Angst vor ihr. Das war für mich damals beinahe etwas erschreckend. Aber auch sie hat mich begeistert, weil sie sich auch auf die Produkte und Strategien fokussiert hatte.


Wurden dir in deiner Karriere auch bewusst Steine in den Weg gelegt?

Es gab sehr viele dieser Steine, aber ich habe sie nie als frauen-spezifische Hürden angesehen. Hier einige Beispiele.

Als ich meinen ersten Job als Programmiererin bekommen hatte, damals bei HP in Fort Collins, wollte ich eigentlich in eine andere Gruppe, die Produkte entwickelt. Ich hatte einen Masters of Science mit einem 4.0 (wie 1.0) Abschluss. Ich sah mich nicht als Programmierer und habe mich in dieser anderen Gruppe beworben. Mein damaliger Chef hat dann den zuständigen Leiter angerufen und ihm mitgeteilt, dass ich nicht wechseln darf. Seine Begründung war, dass er mich brauchen würde, weil ich die einzige Person wäre, die Ingres DB kannte. Das hat mich leider bewegungsunfähig gemacht.

Ich habe mich hochgearbeitet und war auf meine Kunden und Kollegen fokussiert.

Im Nachhinein denke ich, das hätte sich wahrscheinlich eine andere Person nicht gefallen lassen.

In dieser Zeit wurde immer wieder getestet, ob ich mit den Männer in der Gruppe mithalten konnte. Würde ich einen Pager tragen können und in der Nacht Support machen? Wir hatten damals in Y2K einiges zu tun. Verschiedene Programme mussten geändert werden und wenn die zum Stillstand kamen, musste jemand in der Nacht ins Datenzentrum fahren und sofort eingreifen. Ich hatte immer das Gefühl, dass die Kollegen da etwas skeptisch waren, wenn wir als Frauen 24/7 Support machten. Wir hatten aber immer die besten Resultate, weil wir besser zusammen arbeiten konnten, mehr Empathie und Kollaboration hatten.

Mein Töchter sind 1995 und 1997 geboren, ich habe dann 12 Monate ausgesetzt. Nachdem ich wieder ins Büro zurückkam, bin ich in eine andere Gruppe gewechselt. Dort waren sehr viele Frauen mit Kindern und als Leiterin von Business Development und Marketing hatte ich eigentlich keine Probleme. Erst als ich dann meinen Job als Industry Analyst bei Forrester Research in Boston angefangen habe. Damals waren meine Kinder 9 und 7 Jahre alt. Ich musste sehr viel reisen. Ich war fast 70% der Zeit unterwegs, was sehr schwierig war für mich mit den Kindern. Viele Kunden und Kollegen hatten keine Kinder oder eine Partnerin, die für die Kinder sorgt. Meetings am Tage wurden früh oder spät angesetzt so dass die Fahrt zur Schule oder zum Ballett ein Spießrutenlaufen wurde. Wir hatten damals noch so viele Möglichkeiten mit Skype oder Mobiltelefone. Ich musste meine Kollegen immer wieder daran erinnern, dass ich an bestimmten Tagen einfach nicht an einer Telefonkonferenz teilnehmen konnte oder dass ich während den Ferien, sei es Thanksgiving oder Ostern, nicht reisen konnte.

In 2011 wurde ich dann Research Direktor und hatte einige Frauen in meiner Gruppe. Ich habe damals ein paar neue Regeln eingeführt, um diese Frauen in ihren Jobs zu unterstützen und um das Leben mit Kindern leichter zu machen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag in deiner aktuellen Position aus?

Ich bin Research Direktor bei Research In Action und DevOps Institute. In dieser Position bin ich für die Erforschung des Themas DevOps zuständig. Auf der einen Seite arbeite ich mit vielen Softwareanbieter, um deren Software zu bewerten. Im DevOps Institute habe ich die Verantwortung für Umfragen, Resultate und sonstigen Forschungsprojekte, die dann unseren Mitgliedern zukommen. Die Arbeit ist die eines Analysten, was ich schon bei Forrester Research gemacht habe. Ich habe keine Verantwortung für Mitarbeiter und arbeite in einem diversen Team in der ganzen Welt.

Unser CEO ist eine Frau, die uns alle sehr motiviert und auch gut selber anpacken kann.

Mein Arbeitsalltag ist sehr verschieden. Ich arbeite schon seit 16 Jahren im Homeoffice. Emails, Meetings am Telefon oder über ZOOM sind eher am Abend, weil sehr viele von meinen Kunden und Kollegen in USA sitzen. Ich reise normalerweise einmal in der Woche zu einem Event, um dort eine Präsentation zu geben.

Warum gibt es so wenige Frauen in der Tech-Branche? Welche Hürden müssen Frauen heute immer noch überwinden?

Leider hat dies sehr viele Gründe. Junge Mädchen werden in der Schule nicht gefördert. STEM (Science, Technology, Engineering, Math) hat zwar einiges bewirkt, aber es sind immer noch zu wenig Frauen, die diese Themen auch an den Universitäten besetzen. Das Image einer Frau wird leider immer noch nicht technisch gesehen. Medien und Marketing sind leider immer noch damit beschäftigt, uns in Kleidern, Make-up und als Begleiter des Mannes zu präsentieren. Das sind oft Rollenbilder, die unsere Kinder sehen. Viele junge Frauen suchen nach diesen Vorbildern in ihren Familien und in vielen Teilen der Welt ist die Frau immer noch überwiegend in Berufen beschäftigt, die nicht technisch sind. Wir als Frauen in technischen Berufen sind unser eigener bester Feind. Wir sind einfach oft zu schnell eingeschüchtert oder sind zu zurückhaltend. Ich sehe das immer wieder bei Kollegen und Kolleginnen. Frauen werden unterbrochen, wenn sie sprechen, sie stehen am Ende der Agenda, wir werden gefragt ob wir mal den Kaffee machen könnten – ehrlich das ist mir erst passiert. Ich war in einem Meeting und hatte einen schwarzen Anzug und eine weiße Bluse – ein Fehler, wie ich jetzt weiß. Ich stand am Kaffeewagen und ein Meetings Teilnehmer fragte mich ob ich nicht dafür sorgen könnte, dass es heißen Kaffee gäbe. Ich verließ den Raum und suchte das Catering-Team. Heißer Kaffee wurde serviert, ich habe meine Visitenkarte an seinen Platz gelegt und habe meine Präsentation angefangen. Einige Mitglieder im Raum haben mir zugezwinkert und der Meetings Teilnehmer hat sich ertappt gefühlt.

Welche Stereotypen sind dir in Bezug auf „Women in Tech“ schon begegnet und welche Probleme ergeben sich daraus?

Da gibt es einige an Klischees. Erst einmal, das wir als Frauen nur kurz da sind, weil wir ja sowieso bald eine Familie haben. Das ist leider immer noch so, dass wir das als Frauen gefragt werden, als ob es dazu keine Väter bräuchte. Dazu kommt noch, dass es oft so aussieht, als ob Frauen vielleicht nicht „smart“ genug wären, um technische Themen zu verstehen. Dies hat sich etwas verändert, aber steht trotzdem im Raum. Ich höre öfters, dass Frauen dann oft als „tough women“ abgestempelt werden ,weil diese technischen Berufe nicht so feminin wären. Das ist so was von altmodisch, hat aber etwas mit dem Image zu tun, das von uns überall noch vorhanden ist. Dann das große Problem, dass wir als Frauen selbst sehr viele Klischees unserer Selbstwahrnehmung bestimmen. Sind wir wirklich einfühlsamer, mehr detaillierter, kommunikativer im negativen oder im positiven Sinn, mütterlich etc.? Diese Klischees verändern, wie wir arbeiten und mit anderen umgehen. In anderen Themen, wie der sexuelle Orientierung oder Hautfarbe haben wir gelernt keine Klischees oder Vorurteile mehr auszusprechen.

Und warum sollten mehr Frauen in der Tech-Branche arbeiten? Würde unsere Welt anders aussehen, wenn mehr Frauen im STEM-Bereich arbeiten würden?

In einer kürzlichen Umfragen des DevOps Institute, haben wir nach Human (oder Soft) Skills gefragt. Das Ergebnis: Zusammenarbeit, Zwischenmenschliche Fähigkeiten, Empathie und viele andere Dinge sind wichtig. Die Kultur eines Teams ist bestimmt davon, wie viel Emotional Intelligence eine Person besitzt. Dieser EQ kann aber nicht nur von einer bestimmten Gruppe von Menschen geprägt werden. Die Gruppe als soziale Einheit besteht und muss aus vielen verschiedenen Menschen bestehen.

Wir müssen alle dazu beitragen, dass wir Diversität in Meinung,  Hautfarbe, Sexueller Orientierung und als Mensch zulassen. Wir müssen uns als Menschen sehen. Darum finde ich diese Frage einfach nicht mehr passend. Eine besser Frage wäre „Wie können wir als Menschen mit verschiedensten Hintergründen und Klischees umgehen, um eine besseres Team, Produkt oder Resultat zu erzielen?“ Ziele und Resultate werden daran gemessen, wie jeder Einzelne dazu beiträgt und diese Form der Arbeit in Projekten müssen wir fördern, nicht mehr nach Frau oder Mann fragen.

Kulturell müssen wir als Frauen uns klar sein, dass es immer wieder diese Klischees des schwachen Geschlechtes aufkommen und dagegen müssen wir kämpfen. Sei es in Konversationen mit Freunden, Familie oder im Beruf. Dies ist schwierig und wir brauchen Argumente und Daten. Diese Argumente und Daten sollten helfen und wenn wir die immer wieder neu berichten wird hoffentlich irgendwann eine Gleichberechtigung erreicht sein.

Ich benutze Beispiele aus der IT oder im F1 Sport, wo Frauen sehr große Erfolge erzielt haben. Das ist leider oft sehr müssig und schwer, aber es macht auch Spaß und ich sehe, wie viele meiner Freunde und Familienmitglieder ihre Meinung langsam ändern. Mein Töchter haben es verstanden– die eine leitet eine Gruppe von Architektenfrauen in Minnesota und die andere hat sich für eine Political Science Pfad entschlossen. Leider sind beide nicht in technischen Berufe, so wie ich. Sie sind beide STEM-Kids, ich sollte mal nachfragen, warum sie keinen technischen Beruf gewählt haben.

Wirtschaftlich sehe ich immer noch sehr viele Männer in Führungsebenen. Ist eine Quote da das richtige? Ein schwieriges Thema, weil das auch wieder nur ein Muss ist, um Frauen einzustellen.

Ich führe mit Herz und Kopf und ich versuche zu verstehen, wer am besten in mein Team passt.

Leistung und Erfolg wird belohnt egal in welcher Ebene, vielleicht bin ich zu blauäugig, aber wenn wir anfangen, Frauen nur wegen einer Quote in die Führungsebenen zu bringen, dann haben wir ein anderes Problem.

Wie sieht die Zukunft aus – wird die Diversity-Debatte bald Geschichte sein?

Wenn wir die Zeit in Schritten von 100 Jahren ansehen, sind wir noch lange nicht da, wo wir sein wollen. Ich denke, diese Diskussionen sind fördernd und bringen uns weiter – jeden Tag, Woche, Monat und Jahr. Es ist keine Revolution, sondern eine Evolution. Wir müssen Geduld haben und wie ich schon sagte, die Daten, Fakten und Argumente sind es, die uns als Frau im technischen Umfeld weiterbringt. Wir sind vereint als Frauen und sollten es bleiben – uns auch gegenseitig unterstützen, wenn es geht. Leider sehe ich immer noch Frauen, die entweder andere Frauen bevorteilen oder sogar ignorieren. Ich war im Herbst letzten Jahres in Amsterdam bei der Women In Technology Konferenz. Ich war sehr überrascht, wie viele Stände es dort gab, die mit Beautyprodukten und sonstigen Dingen geworben haben. Die meist besuchten Sessions waren nicht die High Tech Sessions, sondern die, bei denen es darum ging, sich im technischen Felde zu behaupten. Da wurde mir klar, dass wir immer noch in den Kinderschuhen stecken.

Tipps und Tricks

Es ist eine tolle, aber auch eine harte Welt. Die Digitalisierung und industrielle Revolution ist in vollem Gange. Überall sehen wir Skill Gaps und ganz besonders in technischen Berufen, wie DevOps, Anwendungsentwickler-innen, Ingenieure-innen in Software, Hardware, Cloud etc. Die Zeit ist da, wo junge Frauen sich mit diesen Themen einen Platz sichern könnten. Es gibt Studienplätze und Jobangebote. Es wäre zum Beispiel schön, wenn Organisationen wie das World Economic Forum versuchen würden, junge Frauen zu motivieren.

Was wichtig ist, man sollte keine Scheu haben und sich als Mitglied eines Teams sehen. Alte Klischees oder Klischees überhaupt sollten angesprochen und diskutiert werden. Nur so können wir Klarheit schaffen was uns beschäftigt. Das ist nicht einfach, aber es lohnt sich.

Netzwerke sind wichtig. Schafft euch ein Netzwerk von gleichgesinnten die helfen können und motivieren.

Nehmt es mit Humor, wenn jemand eine blöde Bemerkung macht und fühlt euch nicht als Person angegriffen. Selbstmitleid und Beleidigt sein sind nicht die richtigen Wege.

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