Kein kostenloses Upgrade auf Windows 10 für Firmenkunden
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Nachdem Microsoft Privatanwender bereits mit einigen Information bezüglich Windows 10 versorgt hat, gibt es nun auch weitere Details für Firmenkunden. Diese betreffen vor allem Neuerungen im Updatemodell.

Künftig sollen Unternehmen selbst wählen können, über welchen der bereitgestellten Wege –Long-Term-Servicing-Branch oder Current-Branch-for-Business – sie mit neuen Updates versorgt werden wollen. Auch was ein kostenloses Upgrade auf Windows 10 für Firmenkunden anbelangt stellte Microsoft nun endgültig klar: es wird keines geben, Anwender von Windows 10 Enterprise werden folglich zahlen müssen. Wieviel, stehe noch nicht fest. ­

Firmenkunden erhalten kein kostenloses Upgrade auf Windows 10

Bereits in einem Blogpost am 30. Januar gab Microsoft bekannt, dass Nutzer von Geräten, auf denen Windows 7 Pro, Windows 8 Pro und Windows 8.1 Pro installiert ist, für ein Jahr kostenlos ein Upgrade auf Windows 10 werden durchführen können, sobald das neue Betriebssystem allgemein verfügbar ist – voraussichtlich also im Herbst 2015. Vom kostenlosen Upgrade ausgeschlossen seien Windows 7 Enterprise, Windows 8/8.1 Enterprise, und Windows RT/RT 8.1.

Im offiziellen Microsoft-Blog betonte Jim Alkove, Leiter des Windows Enterprise Program Management Teams, nun erneut, dass die Enterprise-Edition von Windows 10 zwar Rollout- und Verwaltungsfunktionen mit einigen neuen Möglichkeiten mit sich bringe, die für mehr Flexibilität sorgen solle. Die Gegenleistung sei allerdings, dass Firmenkunden für das Upgrade bezahlen sollen. Ausnahme seien Active-Software-Assurance-Kunden mit einem Volumenlizenzvertrag, die wie gewöhnlich ein kostenloses Upgrade auf die neueste Version des Windows Betriebssystems erhalten werden, damit also auch auf Windows 10.

Updates und Features je nach Wahl

Unternehmen werden laut Alkove zwischen zwei verschiedenen Update-Pfaden wählen können, um Windows 10 zu aktualisieren, dem Long-Term-Servicing-Branch und dem Current-Branch-for-Business. Microsoft plant, Windows in sehr kurzen Abständen –teilweise von nur einem Monat– mit neuen Updates zu aktualisieren, wobei Consumer-Versionen nicht nur mit Sicherheits-, sondern auch mit Funktionsupdates versorgt werden.

Der Long-Term-Servicing-Branch soll nun regeln, dass Unternehmen, die Windows 10 Enterprise in kritischen Umgebungen einsetzen, festlegen können, ausschließlich Bugfixes zu bekommen, nicht jedoch neue Features, die im Business-Bereich häufig mit Fehlerquellen verbunden seien. Dies gelte für den Zeitraum des Mainstream-Supports (5 Jahre) sowie für den des Extended-Supports (weitere 5 Jahre). Der erste Long-Term-Servicing-Branch soll mit Markteinführung von Windows 10 eingeführt werden.

Für Unternehmen aus nicht kritischen Gebieten, die auch mit neuen Features versorgt werden wollen, bietet Microsoft den Current-Branch-for-Business an.  Verbraucher, die sich für diesen Branch entscheiden, haben die Wahl, ob sie Updates automatisch, via Windows Update, oder via Windows Server Update Services (WSUS) beziehen wollen. Um zu gewährleisten, dass die neuen Funktionen keine Fehlerquellen mit sich bringen, werden diese zunächst für einige Monate ausschließlich von Nutzern der Consumer-Version bezogen werden können. Erst, wenn sie fehlerfrei funktionieren, wird auch der Current-branch-for-Business-Rechner damit aktualisiert werden können.

Aufmacherbild: A man has to decide between two different ways von Shutterstock / Urheberrecht: fotogestoeber

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