Keine Lust mehr auf Äpfel: Facebook probt den Aufstand mit Spartan
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Es scheint Ärger im Paradies aufzuziehen: Facebook hat keine Lust mehr auf gesunde Kost und möchte Apples iOS auf eigenem Terrain mit einer HTML5-basierten Plattform den erhobenen Finger zeigen. Das

Es scheint Ärger im Paradies aufzuziehen: Facebook hat keine Lust mehr auf gesunde Kost und möchte Apples iOS auf eigenem Terrain mit einer HTML5-basierten Plattform den erhobenen Finger zeigen. Das zumindest kann man sich aus dem zusammenreimen, was bisher bekannt wurde.

Zirka 80 externe Entwickler sollen im Moment an einem geheimnisvollen Projekt arbeiten, dass Facebook den Namen Spartan gegeben hat. Assoziationen zur Comic-Verfilmung von Frank Millers 300 – ihr wisst schon, die netten Zeitgenossen mit den Muskelbergen, von denen unsereins nur träumen kann – dürften dabei durchaus gewollt sein.

Denn Facebook möchte eine mobile Plattform starten, basierend auf HTML5. Und das Beste daran: Das erklärte Ziel ist Apples mobile Safari. iPhone-User haben also endlich eine reelle Chance, eine vernünftige Facebook-App zu erhalten; von iPad-Usern ganz zu schweigen – denn die mussten bisher die Facebook direkt mit dem Safari ansteuern. Eine Angelegenheit, die nicht unbedingt für Jubelstürme sorgt.

Gerüchteweise wagt Facebook diesen Schritt, da Apple neuerdings mit Twitter als Single-Sign-on-Partner für das kommende iOS 5 sympathisiert; eine Position, für die bisher Mark Zuckerbergs Dienst als Favorit galt. Und eben möchte nun Apples eigene Waffen nutzen, um Steve Jobs zu zeigen, was er von den App-Store-Richtlinien hält; nämlich anscheinend nicht viel. Denn ein weiterer Stein des Anstoßes könnten die Facebook Credits sein, die so bestimmt nicht ohne weiteres über eine über den App Store vertriebene App zu nutzen sein dürften; denn Apple würde sich bestimmt gerne auch einen Teil dieses Kuchens gönnen.

Nun nutzt alles Spekulieren nicht viel – am Ende muss man abwarten, was geschieht. Facebooks Entwickler haben bereits bewiesen, dass sie in der Lage sind, Technologien entscheidend voran zu bringen. Auf der anderen Seite haben sie mit ihren nativen Apps ebenfalls bewiesen, dass man eben nicht überall perfekt (oder wenigstens gut) sein kann. Wenn sie sich jedoch ins Zeug legen, dann könnte das Projekt Spartan durchaus als Benchmark für weitere HTML5-Apps herhalten …

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