Kindle Fire HTML5 Scorecard by Sencha
Kommentare

Michael Mullany hat sich auf Sencha für die Serie über die HTML5-Fähigkeit von mobilen Plattformen das Kindle Fire angeschaut. Das recht günstig zu habende Fire läuft mit einer angepassten Gingerbread-Version

Michael Mullany hat sich auf Sencha für die Serie über die HTML5-Fähigkeit von mobilen Plattformen das Kindle Fire angeschaut. Das recht günstig zu habende Fire läuft mit einer angepassten Gingerbread-Version (Android 2.3.4), die in der Vergangeheit besonders aufgrund der Qualität des Browsers für enttäuschte Gesichter sorgte. Laut Mullany bietet das Kindle Fire nun eine solide Browsing Experience für das Surfen auf normalen Seiten; und mit dem Gingerbread-Fundament einen kompetenten aber relativ minimalen HTML5-Support.

Die Sencha HTML5 Scorecard besteht aus einer Reihe von Tests, die sich schwerpunktmäßig mit der JavaScript-Performance, den HTML5/CSS3-Funktionen sowie der Rendering-Leistung und Rendering-Genauigkeit beschäftigt. Um diese Punkte zu evaluieren, werden eine Vielzahl an Test mit verschiedenen Werkzeugen, wie dem Modernizr, Acid3, SunSpider, Sencha Animator Demos und Sencha Touch Kitchen Sink gefahren.

Das Kindle Fire erhält im Acid3 -est 95 von 100 Punkten, aufgrund der fehlenden SVG-Unterstützung und der falschen Anzeige des Acid3 Visual Tests verglichen mit der Referenz-Implementierung. Im Vergleich zum iPad 2 und dem Blackberry Playbook schneidet es dadurch deutlich schlechter ab.

Im Modernizr-Test werden schnell die fehlende Funktionen deutlich: keine Kamera, kein Beschleunigungsmesser oder GPS, woraus bspw. Geolocation-Fehler resultieren. Als positiv ist aber der Support von CSS-2-D-Transformationen und Canvas sowie andere Android-2.x-Funktionen zu betrachten. Auch Webfonts werden unterstützt und rendern dynamische Schriftarten wie Google Fonts oder Typekit korrekt. Allerdings ist das Typekit Font Loading und das Page Scrolling auf der Google Fonts Page relativ langsam. Der Support für 3-D-Transformationen, Web Sockets, Webworker und für viele Formular Input-Types fehlt leider gänzlich. 

Der Performance-Test brachte laut Mullany vorhersehbare Ergebnisse, da nach iFixit Teardown das Fire den selben ARM Dual-Core-Prozessor nutzt wie das BlackBerry Playbook (TI OMAP 4430) und folglich auch SunSpider ähnliche Werte ausspucken müsste. Nachfolgend das Ergebnis.

Performance Kindle fire vs iPad vs Playbook

Den CSS3-Animationstest hat Mullany aufgenommen. Für ihn fehlt dem Kindle Fire vorallem eine separate GPU. Trotz der CPU mit einem GPU-Core wird keine Hardware-Beschleinigung eingesetzt.

CSS3 Animations on the Amazon Kindle Fire from Sencha on Vimeo.

Das Kindle Fire scheint nicht darauf ausgelegt zu sein, HTML5 Apps fehlerfrei laufen zu lassen. Bei der Anzeige von gewöhnlichen Webseiten erfüllt es gute Rendering-Funktionen, aber es gibt scharfe Kanten, Performance-Probleme und fehlenden Support für viele HTML5-Funktionen. Laut Mullany ist das iPad mit iOS 5 noch immer der unangefochtene Sieger beim HTML5 Scorecard Test. 

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -