Kollabieren oder Kollaborieren (Teil 2)
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Collaboration-Plattformen einsetzen
Ein empirisches Vorgehen erfordert einen kontinuierlichen Wissensaustausch im Team und mit den Anwendern. Das stellt Transparenz im Projekt her. Zur Unterstützung der

Collaboration-Plattformen einsetzen

Ein empirisches Vorgehen erfordert einen kontinuierlichen Wissensaustausch im Team und mit den Anwendern. Das stellt Transparenz im Projekt her. Zur Unterstützung der Kommunikationsprozesse hat sich der Einsatz von Collaboration-Plattformen bewährt. Dies ist Software zur Unterstützung von Softwareentwicklung. Es gibt eine Vielzahl von integrierten Collaboration-Plattform-Suiten, die leicht zu bedienen sind und den gesamten Applikations-Lebenszyklus verwalten. Diese Plattformen werden auf zentralen Servern installiert, am besten im Internet, und können mit gängigen Internetbrowsern bedient werden. Die Kommunikation, während des gesamten Lebenszyklus eines Softwareprojektes, von der Planung bis zur Kundenbetreuung, wird so optimiert. Team-Collaboration-Plattformen unterstützen folgende Kommunikationswege:

  1. Wissensaustausch: Wikis, Foren und andere Technologien, die wir aus der Web-2.0-Welt kennen, finden hier Anwendung für ein flexibles Wissensmanagement. Das Team kann Informationen gemeinsam sammeln und bearbeiten.
  2. Anforderungsmanagement: Fehlermeldungen, Änderungswünsche und Anforderungen werden in speziell dafür vorbereiteten elektronischen Karteien, den Trackern, auch Work Items genannt, abgelegt. Der letzte Projektstand ist so für alle zugänglich.
  3. Berichtswesen: Wenn alle Informationen zu einem Projekt in digitaler Form vorliegen, dann kann ein ausgefeiltes Berichtswesen Informationen liefern, die den aktuellen Projektstand offen legen. So wird der Fortschritt messbar. Diese Berichte und Metriken sind auf der Plattform für jedes Mitglied in Selbstbedienung einsehbar.
  4. Benachrichtigungen: Eine Collaboration-Plattform übernimmt die automatische Benachrichtigung bei Ereignissen, die für Teammitglieder wichtig sind. Dies können zum Beispiel neue Produktversionen, neue Fehlermeldungen oder andere Neuigkeiten sein.
  5. Zugriffsschutz und Rollenverteilung: Detaillierter Zugriffsschutz verhindert eine ausufernde Informationsflut. Jeder bekommt nur die Nachrichten zugestellt, die er benötigt. Niemand darf von wichtigen Informationen ausgeschlossen werden.

Uta Kapp arbeitet als freiberufliche IT-Beraterin und systemischer Coach. Mit einer Kombination aus Fachberatung und Prozessberatung für Softwareprojekte hilft sie Entwicklungsteams bei der Bewältigung der ständig steigenden Komplexität. Hier kommen die agile Softwareentwicklungsmethode SCRUM und Organisationsaufstellungen zum Einsatz. Der Einsatz von Collaboration-Plattformen ist ein weiterer Schwerpunkt.

Jean Pierre Berchez ist Geschäftsführer der HLMC Events GmbH und beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit den Themen Projektmanagement, Software Engineering und objektorientierte Softwareentwicklung. In den letzten Jahren liegt sein Interesse insbesondere auf den Themengebieten agile Entwicklung mit Schwerpunkt „Scrum“ sowie „collaborative“ Software Development. Neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer ist Jean Pierre Berchez auch als Lehrbeauftragter an den BAs Stuttgart und Heidenheim sowie an der Hochschule Liechtenstein für die Themen „Anforderungsmanagment“, „Scrum“ und „collaborative Software Development“ tätig.

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