Kostenfalle Symfony2? Von Symfony 1.4.12 und den Befürchtungen der Unternehmen
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Fabien Potencier hat Version 1.4.12 des symfony-Frameworks veröffentlicht. So weit, so gut – doch bei Unternehmen wächst die Sorge, dass mit Symfony2 zu viele Änderungen enorme Folgekosten im

Fabien Potencier hat Version 1.4.12 des symfony-Frameworks veröffentlicht. So weit, so gut – doch bei Unternehmen wächst die Sorge, dass mit Symfony2 zu viele Änderungen enorme Folgekosten im siebenstelligen Bereich nach sich ziehen. Erste Gerüchte eines Forks machen die Runde, und wir fragen uns: Wie schlimm wird es werden?

symfony 1.4.12

Großartige Änderungen sollte man nicht erwarten: Version 1.4.12 macht Schluss mit einigen kleineren Typos und fixt diverse, nicht kritische Bugs. Eine vollständige Liste aller Änderungen findet man im Changelog; das Upgrade lässt sich wie gewohnt über PEAR installieren. Wer sich das komplette Paket ziehen möchte, sollte der Download-Seite des Frameworks einen Besuch abstatten.

Kostenfalle Symfony2?

Bereits Ende Juni kam eine interessante Diskussion auf, die vor allem Unternehmen betrifft, deren Projekte auf symfony 1.4 basieren. Quo vadis symfony 1.4 titelte Christian Schaefer. Der Tenor: Was geschieht mit all den großen Projekten, die auf älteren Versionen des Frameworks basieren? Im Moment scheint sich alle Welt auf Symfony2 zu konzentrieren; und das ist noch nicht einmal richtig auf dem Markt. Die Vorgängerversion allerdings scheint schon beinahe Geschichte zu sein – der Support für symfony 1.4 ist nur noch bis Januar 2013 gegeben …

Gerade hier sieht Mike Purcell eine riesige Kostenfalle auf Unternehmen zukommen. Viel Zeit und Geld wurde investiert, um Projekte auf den aktuellsten Stand zu bringen; gerade bei symfony kein leichtes Unterfangen, da es oft schon grundlegende Änderungen zwischen einzelnen Minor Revisions gibt – als Beispiel führt er die Änderungen in den Formulare von Version 1.0 auf 1.2 an. Alles in allem habe man sich damit arrangiert und befinde sich nun auf einem Stand, mit dem alle glücklich sind.

But now Symonfy says that 2.0 will be released and is completely different than 1.x? How is that fair to the companies, individuals, and hobbyists who have sunk time over the last four years ramping up to a point where we can take advantage of RAD (rapid app development) approach that Symfony provides? Granted, Symfony did extend the maintenance window of 1.x to 2013, but to completely abandon a great framework is callous and irresponsible, to be frank.Mike Purcell, 2011

Natürlich kann man in Grundzügen schon verstehen, dass es sich hierbei um eine ärgerliche Situation handelt. Wie viel Aufwand – und vor allem Geld – ein Umstieg von 1.x auf 2.x kostet, kann man im Moment noch nicht genau abschätzen. Aber muss man sich deswegen gegen den Fortschritt wehren?

Seine Lösung scheint einfach: ein Fork muss her! Schliesslich ist es durchaus denkbar, dass man in drei oder vier Jahren pünktlich zum Release von Symfony 3 die selbe Diskussion noch einmal führen werde. When companies during that time period would have made the brutal choice to shift from Symfony 1 to Symfony 2, only to be abandoned again?

Die drei oder vier Jahre, von denen Purcell ausgeht, sind doch eigentlich eine enorme Zeitspanne. Wer weiß, welche PHP-Version zu diesem Zeitpunkt aktuell sein wird, welche großen Änderungen das Web bis dahin durchlebt haben wird. Die Frage ist also: Wie sinnvoll ist es, ein Framework zu forken, um jetzt ein wenig Geld zu sparen – wenn man später fehlende Features auf andere Wege implementieren und im schlimmsten Falle sogar selbst entwickeln muss?

Wie läuft das mit anderen Projekten: Ist es sinnvoll, jedes Update mitzumachen? Oder sparen sich Unternehmen die Arbeit an, um nur alle paar Jahre einen großen Berg an Arbeit vor sich zu haben? Eure Meinung interessiert uns – stimmt einfach in unserem Quickvote ab!

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