Lassen Sie sich nicht scrooglen! – Microsoft warnt vor Googles Shopping-Suche
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Auf dem Suchmaschinenmarkt ist Google immer noch die unangefochtene Nummer Eins. Besonders relevant wird das nun wieder wie jedes Jahr vor Weihnachten, denn man kann nicht nur nach Webinhalten, Bildern

Auf dem Suchmaschinenmarkt ist Google immer noch die unangefochtene Nummer Eins. Besonders relevant wird das nun wieder wie jedes Jahr vor Weihnachten, denn man kann nicht nur nach Webinhalten, Bildern und News suchen, sondern auch nach Shopping-Ergebnissen. Und wie findet man die besten und günstigsten Angebote, wenn nicht über Google?

Davor, dass diese weit verbreitete Annahme nicht zwangsläufig zutreffen muss, warnt nun Microsoft. Das Unternehmen aus Redmond weist mit der aktuellen Kampagne Don’t get scroogled! darauf hin, dass die Ergebnisse der Google-Shopping-Suche nicht, wie angegeben, auf ihrer Relevanz basieren, sondern dass es sich hierbei ausschließlich um bezahlte Anzeigen handelt. Nicht wer das beste Angebot hat, wird an prominenter Stelle platziert, sondern wer Google im Vorfeld am meisten Geld bezahlt hat.

Anstelle von Antworten auf eine Suchanfrage bekommt man Anzeigen. Dieses Verfahren begründet Google mit der Aussage, dass auch Anzeigen Antworten seien:

After all, ads are just more answers to users‘ queries.

Selbstverständlich nutzt Microsoft die jüngste Kampagne auch dazu, auf die eigene Suchmaschine Bing hinzuweisen und deren Vorteile gegenüber Google hervorzuheben. Bing sei eine ehrliche Suchmaschine, die den Unterschied zwischen Suchergebnissen und Anzeigen deutliche mache und, anders als Google, die Nutzer nicht täusche.

Woher diese ausgeprägte Feindschaft zwischen Microsoft und Google kommt, ist unklar. Allein auf die Konkurrenzsituation ist sie sicherlich nicht zurückzuführen, wettert man doch keineswegs in vergleichbarer Weise gegen andere Konkurrenten wie etwa Apple oder Amazon. Auf Google scheint man es in Redmond aber abgesehen zu haben – wir erinnern uns an die Videos über Googlighting und den Gmail Man oder an die „versehentliche“ Identifikation Googles als bösartige Website.

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