Like Gecko: Internet Explorer 11 weicht CSS-Hacks aus und tarnt sich als Firefox
Kommentare

Jahrelang hat sich Microsoft um die Einhaltung etlicher Webstandards gedrückt. Dieser Schuss ging jetzt nach hinten los, denn die ersten Versionen des Internet Explorer 11 müssen auf die etablierten Ausweichmanöver findiger Webentwickler kontern. Dies haben die Kollegen von Neowin bei ihrem Testlauf von Windows Blue festgestellt.

Nicht nur wurde hier der String „MSIE“ im User_Agent durch ein „IE“ ersetzt, was derzeitige CSS-Hacks für den IE 11 unschädlich macht. Auch wurde das „like Gecko“-Anhängsel eingeführt, wie man es schon beim Chrome beobachten kann. Dies gibt weniger angepassten Websites die Anweisung, nicht identifizierten User-Agents die Website-Daten für Gecko-basierte Browser (in der Regel Firefox) zu übergeben. Auf diese Art könnte Microsoft die Trefferquote richtig dargestellter Websites erhöhen — zumindest lässt sich dies in der Vorabversion des Internet Explorer 11 testen.

Das Geplänkel um die richtige Kombination aus Agent Strings ist gar kein neues Thema. Aaron Andersen hat schon vor knapp fünf Jahren dazu gebloggt, und seine Beobachtungen lösen ein Schwindelgefühl aus. Schon damals schoben sich Opera, Konqueror, Internet Explorer und Safari eifrig Agents hin und her, dass der User_Agent von Chrome zu Spitzenzeiten Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US) AppleWebKit/525.13 (KHTML, like Gecko) Chrome/0.2.149.27 Safari/525.13 lautete.

Falls es Microsoft gelingt, den „MSIE“-String abzuschaffen, wären etliche Webentwickler der Welt sicherlich erleichtert. Denn dann könnten sie sich mehr um die Einhaltung echter Webstandards kümmern, anstatt auf einzelne, auf Sturheit beruhende Browser-Standards zu achten.

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -