Machine Learning

AI@Work Study 2019 erschienen

Oracle-Studie: 64 Prozent vertrauen Robotern mehr als Vorgesetzten
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Eine neue internationale Umfrage fördert Erstaunliches zutage: Mehr als die Hälfte der Befragten vertraut demnach Robotern mehr als ihren Vorgesetzten. Die Einstellungen zu KI unterscheiden sich jedoch stark nach demographischen Aspekten wie Alter, Herkunftsland und Geschlecht.

Oracle und Future Workplace haben die AI@Work Study 2019 in Auftrag gegeben, und nun sind die Ergebnisse da. Befragt wurden über 8.000 Personen in 10 Ländern zum Thema künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz. Wie vertrauenswürdig sind Roboter und was hält Unternehmen vom KI-Einsatz ab?

Roboter – die Chefs der Zukunft?

Die Befragten hegten verschiedene Erwartungen an KI am Arbeitsplatz. Am häufigsten wurde mit 46 Prozent mehr Freizeit genannt. Aber auch weitere Vorteile wie schnellere Beförderungen (17 %) oder mehr Gehalt (16 %) versprachen sie sich davon. Und nicht nur das, denn auch die Vertrauenswürdigkeit von KI wurde untersucht. 64 Prozent der Befragten gaben an, einem Roboter mehr als einer Führungskraft zu vertrauen. Die Hälfte habe sich auch schon tatsächlich Rat suchend an einen Roboter statt an Vorgesetzte gewandt, und 25 % gaben an, „immer“ oder „sehr oft“ KI anstatt einer Führungskraft zu befragen.

Dabei dachten die Survey-Teilnehmer scheinbar auch an ihre künftigen Chefs, denn 32 % waren der Überzeugung, dass ihre menschlichen Führungskräfte in Zukunft durch Roboter ersetzt werden. Das unterschied sich jedoch stark nach dem Herkunftsland: In Indien betraf das 90 % der Befragten, dagegen in den USA 57 %, in Frankreich 56 % und im Vereinigten Königreich 55 %. Auch das Alter wirkte sich aus: Besonders in der jungen Generation Z war die Annahme mit 39 Prozent weit verbreitet.

Begeisterung und Bedenken

38 Prozent der Survey-Teilnehmer gaben an, von der Vorstellung menschlicher klingender KI positiv erstaunt oder begeistert zu sein. Die Begeisterung für KI zeigte sich vor allem in Indien (60 %) und China (56 %), während der Ausdruck von britischen (20 %) und französischen (8 %) Befragten weitaus seltener genannt wurde. Das Alter machte ebenfalls einen Unterschied: Millenials zeigten sich mit 31 Prozent am häufigsten begeistert, die geringste Begeisterung zeigten Befragte aus der Generation der Baby Boomer (14 %). Auch zeigten sich Frauen seltener von KI begeistert als Männer (21 % vs. 30 %).

Vom KI-Einsatz abgehalten wurden die Befragten nach ihren Angaben vor allem dadurch, dass sie menschliche Interaktion vorziehen (31 %), sowie aufgrund von Sicherheits- (31 %) und Datenschutzbedenken (30 %). Um KI häufiger einzusetzen, wünschten sich 34 Prozent ein besseres UI und 30 Prozent eine stärkere Personalisierung an die eigenen Bedürfnisse. Auch der Wunsch nach einer Anleitung stand mit 25 Prozent hoch im Kurs.

Methodik der Befragung

Der Survey wurde im Auftrag von Oracle und dem Forschungsunternehmen Future Workplace durch das Marktforschungsinstitut Savanta durchgeführt. Zielgruppe waren Personalleiter, Führungskräfte und Angestellte im Alter von 18-74 Jahren in Vollzeitbeschäftigung. Zwischen dem 2. Juli und 9. August 2019 nahmen 8.370 Personen in 10 Ländern und 6 Sprachen gegen eine geringe Aufwandsentschädigung an der Online-Befragung teil.

Alle weiteren Informationen können dem Studienbericht entnommen werden, der bei Oracle zum Download verfügbar ist.

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