Java Museum: Java Magazin kostenlos im entwickler.kiosk lesen!

Major Update für Windows Azure Infrastructure as a Service Linux und ein verbessertes SDK

Kommentare

Wie angekündigt, hat Microsoft auf dem “Meet Windows Azure” Event in San Francisco Details zum Spring Update von Windows Azure bekannt gegeben. Bei diesem Update handelt es sich um einen bedeutungsvollen

Wie angekündigt, hat Microsoft auf dem “Meet Windows Azure” Event in San Francisco Details zum Spring Update von Windows Azure bekannt gegeben. Bei diesem Update handelt es sich um einen bedeutungsvollen Schritt: Azure wandelt sich von einem Platform-as-a-Service- (PaaS) hin zu einem Infrastructure-as-a-Service-Angebot (IaaS). Damit wird Microsofts Cloud Service für Unternehmen interessanter und zu einem echten Konkurrenten der Amazon Web Services.

Windows Azure wagt den Schritt hin zur hybriden Cloud: Neue Services vereinfachen es, Anwendungen zu bauen, die Cloud-Server mit den Servern on-premises verbinden. So lassen sich jetzt Virtual Hard Disks (VHD) zwischen diesen beiden Bereichen hin und her bewegen und auch Workloads wie SQL Server oder SharePoint kann man in die Cloud migrieren. Die Windows Azure Virtual Machines geben Anwendungen Mobilität.

Beim Windows Azure Virtual Network handelt es sich vermutlich um das unter dem Codename Project Sydney bekannt gewordene Vorhaben, das schon Ende 2011 kommen sollte. Mit ihm kann man Virtual Private Networks (VPNs) managen und Netzwerke on-premises in die Cloud hin erweitern. Es benutzt den Industriestandard IPSEC-Protokoll, um eine sichere Verbindung zwischen dem VPN Gateway des jeweiligen Unternehmens und Windows Azure herzustellen.

Dass es Microsoft mit dem beständig wachsenden Open-Source-Engagement ernst ist, haben wir in letzter Zeit schon mehrfach gesehen. In der Vergangenheit konnte man Linux, PHP, Java und andere nicht-Microsoft-Technologien zwar schon zu einem gewissen Maße innerhalb von Windows Azure nutzen, jedoch wird der Support dieser Technologien mit dem Spring Update tiefer in die Plattform integriert.

Linux und Windows Server Images (inklusive SQL Server und SharePoint) lassen sich nun mit Hilfe persistenter Virtual Machines (VMs) in die Cloud bringen. Fortan kann man die vier größten Linux-Distributionen OpenSUSE 12.1, CentOS 6.2, Ubuntu 12.04 und SUSE Linux Enterprise Server 11 SP2 sowie Windows Server 2008 R2 und den Windows Server 2012 Release Candidate unter Windows Azure laufen lassen. Die Sinnhaftigkeit dieses Schrittes zeigt sich in der jüngsten Cloud-Marktanalyse der Amazon Elastic Compute Cloud (EC2): Hier laufen über 18.000 Ubuntu-Instanzen und 10.000 andere Linux-Instanzen – im Gegensatz dazu sind es nur 3.300 Windows-Instanzen.

Details zu Antares, Microsofts neuem Hosting Framework für Windows Azure und den Windows Server, wurden bereits im Vorfeld bekannt. Das Framework mit dem offiziellen Namen Windows Azure Web Sites bietet elastische Lösungen, um Webseiten und Anwendungen mit ASP.NET, Node.js und PHP zu schreiben und dabei weit verbreitete Deployment-Techniken wie Git und FTP zu nutzen. Es ermöglicht außerdem das leichte Deployment von Open-Source-Anwendungen wie WordPress, Joomla!, DotNetNuke, Umbraco und Drupal in die Cloud.

Auch das Windows Azure SDK hat ein umfangreiches Update bekommen. Der Support für Java, PHP und .NET wurde verbessert, Python-Support neu hinzugefügt. Das SDK hat jetzt vollständigen Command Line Support für Windows und den Mac und funktioniert mit Visual Studio 2012 RC und Visual Studio 2010.

Dazu kommt, dass Windows Azure seit dem Spring Update in neuen geografischen Gebieten verfügbar ist. Ganze 48 Länder kamen dazu, beispielsweise Russland, Süd-Korea, Taiwan, die Türkei, Ägypten, Süd-Afrika und die Ukraine. Damit können Kunden aus 89 Ländern jetzt Microsofts Cloud Service nutzen.

Bislang wurde Windows Azure von Unternehmen noch nicht in demselben Maße genutzt wie andere Cloud-Angebote, beispielsweise die Amazon Web Services. Als Grund sahen viele Entwickler das durch die PaaS-Eigenschaft stark limitierte Angebot. Jetzt, da Azure in den IaaS-Bereich vorgestoßen ist, könnte sich das ändern. Die neuen Angebote erweitern das Spektrum des Dienstes und könnten ihn auch im Business-Umfeld attraktiver machen.

Scott Guthries Präsentation der neuen Windows Azure Features können Sie unter meetwindowsazure.com im Video-Stream ansehen.

Autor

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag