Mammouth: Wie CoffeeScript, nur für PHP
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PHP als Zielsprache eines Präprozessors; das klingt rätselhaft. Denn während JavaScript für plattformübergreifende Kompatibilität bei den Clients sorgt, könnte man annehmen, dass man auf Serverseite

PHP als Zielsprache eines Präprozessors; das klingt rätselhaft. Denn während JavaScript für plattformübergreifende Kompatibilität bei den Clients sorgt, könnte man annehmen, dass man auf Serverseite selbst bestimmen darf. Doch hier kommen Restriktionen ins Spiel, seien sie vom Hoster oder von der etablierten Software-Infrastruktur im Betrieb vorgegeben. Diese engen die Wahl der verwendbaren Sprachen ein, sodass wir doch bei PHP ausharren müssen.

Klammern statt Klartext

Soweit die eine Seite der Legitimationsfrage für Wael Boutglays Mammouth, dem Ansatz für einen PHP-Präprozessor. Die andere Frage ist freilich, ob sein Projekt für PHP-Entwicklung denselben Mehrwert erzielen kann, den CoffeeScript für JavaScript bedeutet. Denn dort sorgt der Präprozessor dafür, dass syntaktisch einwandfreier Code deployt wird, der ohne dessen Hilfe wegen der eigenwilligen Syntax von JavaScript viel mühsamer herzustellen wäre. Für PHP hingegen gibt es genügend Hilfsmittel, um sich auch nativ zurecht zu finden. Dennoch soll Mammouth etwa durch das Einsparen von Semikola, Dollars und function die Arbeit erleichtern.

Man sollte das Mammouth-Projekt aber nicht unterschätzen, da Boutglay sehr viel Zeit in neue Features investiert und die ersten Ansätze Potenzial erkennen lassen. Doch noch wartet man gespannt auf die Implementierung von Objekten oder Traits. Eine Vorschau auf die Syntax findet Ihr auf der Projekt-Homepage. Installiert wird es über den Node Package Manager, und das Parsing erfolgt über den ebenfalls dort erhältlichen, JavaScript-basierten Parser Generator PEG.

Bild: Mammoth von Shutterstock / Urheberrecht: Andreas Meyer

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