Azure Tables

Massendaten in der Microsoft Cloud (Teil 4)
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Windows Developer

Der Artikel „Azure Tables“ von Rainer Stropek ist erstmalig erschienen im Windows Developer 8.2012
Die 10 wichtigsten Tipps für Table Services
Ich möchte diesen Artikel mit zehn

Windows Developer

Der Artikel „Azure Tables“ von Rainer Stropek ist erstmalig erschienen im Windows Developer 8.2012

Die 10 wichtigsten Tipps für Table Services

Ich möchte diesen Artikel mit zehn Tipps schließen, die aus meiner Sicht wichtig für den erfolgreichen Einsatz von Table Services sind. Sie sind gleichzeitig eine Zusammenfassung der wichtigsten Botschaften dieses Artikels:

  1. Bedenken Sie, dass Table Services keine Ablöse von SQL Azure sind. Wenn Sie in Ihrer Anwendung die Möglichkeiten von SQL brauchen, sind Table Services vielleicht nicht die beste Wahl.
  2. Nutzen Sie den Preiskalkulator von Windows Azure [6], um die voraussichtlichen Kosten für Ihre Tabellen in Table Services zu ermitteln. Vergleichen Sie genau mit anderen Speicheroptionen wie SQL Azure oder Blob Services, und vergessen Sie bei der Kalkulation nicht die vielleicht höheren Entwicklungskosten bei Verwendung von Table Services.
  3. Verwenden Sie das REST API nur, wenn Sie keine andere Wahl haben. Microsoft bietet Client-Libraries für viele verschiedene Plattformen. Sie erleichtern die Arbeit mit Table Services gewaltig.
  4. Die „Lagerkosten“ pro Gigabyte für Daten in Table Services sind sehr gering, es kommen aber (geringe) Kosten pro Transaktion hinzu. Beachten Sie daher, dass Situationen, bei denen viele Daten erzeugt und länger gespeichert werden müssen, Sie jedoch selten darauf zugreifen (z. B. Logging), oft ein ideales Anwendungsgebiet für Table Services sind.
  5. Achten Sie auf eine sinnvolle Vergabe der Werte für die PartitionKey– und RowKey-Eigenschaften. Eine schlechte Strategie in diesem Bereich macht die Vorteile von Table Services in Sachen Skalierbarkeit und Performance schnell zu Nichte. Wenn Performance und Skalierbarkeit für Sie ausschlaggebend sind, prüfen Sie die Wirksamkeit Ihres Konzepts in einem eigenen Prototyp.
  6. Reduzieren Sie Ihre Kosten durch kurze und prägnante Eigenschaftsnamen sowie die Verwendung von Entity Group Transactions.
  7. Auch das Löschen von Zeilen zählt als Transaktion und kostet daher Geld. Manchmal kann es kostengünstiger sein, die Daten länger zu speichern, statt sie Zeile für Zeile zu löschen.
  8. Table Services bieten keine Benutzer- oder Rechteverwaltung an. Jeder, der den Namen und Schlüssel des Accounts hat, kann alle Operationen auf allen Tabellen ausführen. Gehen Sie daher äußerst sorgsam mit diesen Authentifizierungsdaten um.
  9. Table Services sind zwar von Haus aus hochverfügbar (Clustersysteme, automatische Geo-Replizierung), bieten jedoch keine Backup/Recovery-Funktionen für den Schutz vor unbeabsichtigtem Ändern/Löschen von Daten. Falls notwendig, entwickeln Sie dafür eine Strategie auf Applikationsebene.
  10. Der Schlüssel zur optimalen Nutzung liegt oft in der schlauen Kombination verschiedener Speichersysteme. Manche Daten sind besser in SQL Azure aufgehoben, für andere bieten die Azure Blob Services unschlagbare Vorteile. Durch den richtigen Mix kommen Sie in den Genuss des Besten aus allen Welten.
Rainer Stropek ist IT-Unternehmer, Softwareentwickler, Trainer, Autor und Vortragender im Microsoft-Umfeld. Er ist seit 2010 MVP für Windows Azure und entwickelt mit seinem Team die Zeiterfassung für Dienstleistungsprofis time cockpit.
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