Meteor 1.2 und die Zukunft: ein Ausblick
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Seit dem Release von Meteor 1.0 im vergangenen Jahr hat sich einiges im JavaScript-Ecosystem getan – nicht zuletzt dank der Arbeit an der neuen JavaScript-Spezifikation ECMAScript 2015. Damit zählt JavaScript zu den bestaufgestellten Sprachen für moderne Web- und Mobile-App-Entwicklung, und das spiegelt sich auch im Ziel der Meteor-Entwickler wider: die bestmögliche JavaScript-Applikations-Plattform zu erstellen.

Derzeit arbeiten sie an der nächsten Version, Meteor 1.2, deren Release noch für diesen Sommer geplant ist. In einem Blogpost im Meteor-Blog gibt Matt DeBergalis nun schon mal einen ersten Ausblick auf die angedachten Neuerungen und Verbesserungen und präsentiert erste Überlegungen zur Zukunft der Applikations-Plattform.

ECMAScript 2015 wird Meteors offizielles JavaScript

Erst vor wenigen Wochen hat die neue JavaScript-Spezifikation ECMAScript 2015 von Ecma International den „Stamp of Approval“ erhalten. Die neue Sprachversion bringt zahlreiche, dringend benötigte neue Features mit sich, die für die bisher umfangreichste Verbesserung der Sprache sorgen sollen.

Zwar werden noch nicht alle ES2015-Features von allen Plattformen unterstützt, trotzdem hat sich das Meteor-Entwicklerteam dafür entschieden, den neuen Standard zum offiziellen JavaScript für Meteor zu machen. Dabei soll Meteor 1.2 der erste Schritt zu einer nahtlosen Development-Experience darstellen, indem die neue Plattform-Version Support für (fast) alle ES2015-Features erhält und JavaScript-Dateien automatisch mit Babel transpiliert.

Entwickler, die noch nicht auf ECMASCript 2015 – auch unter ECMAScript 6 bekannt– umsteigen oder den Wechsel allmählich vornehmen wollen, brauchen allerdings nun nicht in Panik verfallen: sie können zunächst auch nur Teile ihrer App mit ES2015 schreiben und den neuen Standard in ihrem eigenen Tempo annehmen.

Meteor 1.2 soll Development-Experience verbessern

Reactive-Rendering-Frameworks wie Angular und React erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, was angesichts der steigenden Erwartung der Nutzer an einer responsiven App-Experience keine Überraschung ist. So soll daher der Support von Angular und React in Meteor 1.2 verbessert werden, um das Erstellen einer vollständig reaktiven App zu vereinfachen.

Auch die verfügbaren Entwickler-Tools sollen in Meteor 1.2 verbessert werden und deutlich schnelleres und flexibleres Arbeiten ermöglichen. Dafür wird etwa an einem raffinierten Caching-System gearbeitet, das dafür sorgen soll, dass Meteor immer so wenige Build-Steps wie möglich ausführt. Gleichzeitig sollen die Optionen für Package-Autoren mit der neuen Plattform-Version erweitert werden.

So steht es um die Zukunft von Meteor

Bereits jetzt denkt das Meteor-Team über die Zukunft nach – und die könnte einige spannende Neuerungen bereithalten. So sollen künftige Versionen zum Beispiel einen offiziellen SQL-Support erhalten, und auch der Umgang mit Daten aus bestehenden Backend-Services soll überarbeitet werden.

Ebenso soll an der Applikations-Architektur gearbeitet werden und Features wie Routing in den Core implementiert werden. Auch plant das Team, Meteors eigenes Namespacing-System mit ECMAScript-2015-Modulen zu ersetzen und die Testing-Möglichkeiten zu verbessern. Genauso steht die Ausweitung der Mobile-Build-Toolchain auf dem Programm, die Meteor auch für das Cross-Plattform-Building und –Debugging ausstatten sollen.

Aufmacherbild: A bright comet with large dust and gas trails as the comets orbit brings it close to the Sun. Illustration. von Shutterstock / Urheberrecht: solarseven

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