Microsoft- Ausblicke 2010
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Das Jahr 2010 hat begonnen und was Steve Ballmer sich davon verspricht, hatten wir bereits vorgestellt . Zeit, nun auch einen Blick darauf zu werfen, was sich die Community von diesem Jahr verspricht, oder genauer: was die Community von Microsoft für 2010 erwartet. Wir haben zwei Stimmen für Sie rausgesucht.

Peter Monadjemi, Freier Autor, ehemaliger dot.NET-Magazin-Chefredakteur und BASTA!-Speaker, scheint gegenüber Microsoft nur geringe Erwartungen zu haben. Trotz der erwarteten Releases von Visual Studio (VS), SharePoint und Office 2010, .NET 4.0, F# 1.0 im Jahr 2010 wird sich aus seiner Sicht nämlich keines dieser Releases

[…]sehr stark auf aktuelle Projekte auswirken oder gar zu einem der vielzierten „Paradigmenwechsel“ führen, da nüchtern betrachtet einige Neuerungen lediglich Antworten auf Fragen sind, die bislang nur wenige Entwickler gestellt haben.

Auch das derzeit große Thema Cloud dürfte aus Monadjemis Sicht nicht allzu relevant ausfallen. Denn obwohl Microsoft gerade irrsinnige Summen in die Infrastruktur investiert, mangele es noch an Anwendungen, die von einer frei skalierbaren Rechenleistung profitieren können. Darüber halte der Sicherheitsaspekt noch viele Verantwortliche davon ab, über diese Option überhaupt nachzudenken.

Den 64-Bit-Versionen dürfte es da nicht anders ergehen:

Wird 2010 das Jahr für den Wechsel auf 64 Bit? Sicher nicht[…]Zwar macht Microsoft mit seiner Ankündigung ernst, dass es künftige Server-Versionen nur als 64 Bit-Versionen geben wird (bzw. bereits gibt), doch solange es keine 64-Bit-Version von Visual Studio gibt, wird auch das Thema 32/64-Bit für Entwickler keine allzu große Rolle spielen.

Ist also das Jahr 2010 für Microsoft damit gelaufen, noch bevor es richtig begonnen hat? Nicht ganz. Denn da gibt es auch noch zwei Technologien, in denen Monadjemi ein großes Potenzial erkennt- So erwartet er ähnlich Ballmer, dass Touch und Surface im Jahr 2010 zumindest spürbare Fortschritte macht und vielleicht sogar seinen Durchbruch hat:

Wer einmal eine Weile mit einem Microsoft Surface-Gerät gespielt hat, sieht die Beschränkheiten der modernen Benutzeroberflächen auf einmal sehr klar und entdeckt völlig neue Möglichkeiten der Benutzerinteraktion. Da steckt großes Potential dahinter…

Und weil Touch- und Surface-Oberflächen mit WPF programmiert werden, gelten seine größten Erwartungen 2010 der Windows Presentation Foundation (WPF).

Auch wenn WPF 4.0 gegenüber WPF 3.51 nicht allzu viel Neues bringt und viele Entwickler noch Vorbehalte haben dürften, hier gilt wieder einmal das Motto: Wer jetzt noch wartet, verliert ganz einfach kostbare Zeit.

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