Daten mit der Microsoft-Cloud-Computing-Plattform auffinden, verwenden und verkaufen

Microsoft Codename Dallas
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Auf der Entwicklerkonferenz „PDC“ in Los Angeles hat Microsoft 2009 die Plattform Dallas vorgestellt. Hierbei handelt es sich um eine Art Marktplatz für Daten, die dadurch einfacher aufzufinden und zu konsumieren sein sollen. Ferner erlaubt Dallas den Verkauf von Daten.

Mit Microsoft Codename Dallas will Microsoft das Auffinden, Verwenden und Bereitstellen von Daten wesentlich vereinfachen. Ein zentrales Problem, das in der IT heutzutage häufig existiert, ist, dass Unternehmen eine große Anzahl an Daten haben, diese jedoch in unterschiedlichsten Formaten (SOAP, REST, JSON) sowie Ausprägungen jener (als Datenstruktur) zur Verfügung stellen. Mit Dallas soll dieses Problem der Vergangenheit angehören. Unternehmen, die Daten produzieren oder vertreiben, können diese auf einer zentralen Plattform – Dallas – zum Verkauf anbieten. Softwareentwickler und Personen, die mit Daten arbeiten, können diese über eine zentrale Plattform kaufen – sofern diese nicht ohnehin gratis sind. Der Katalog von Dallas umfasst bereits jetzt ein großes Sortiment an Daten. Hier finden sich unter anderem Daten der NASA, Wetterkanäle, Kartenmaterialien für Navigationsgeräte, Statistiken der amerikanischen Regierung sowie Statistiken der Vereinten Nationen. Ein wesentlicher Vorteil von Dallas ist, dass man Datensätze vor der tatsächlichen Verwendung analysieren kann. Mit wenigen Worten kann man Dallas als globalen Marktplatz für Daten bezeichnen.

Dallas übernimmt neben der Datenverteilung auch sämtliche Bezahlvorgänge. Damit ist es für den Benutzer wesentlich einfacher, Daten zu konsumieren. Dallas hat eine einfach zu benutzende Oberfläche, die es den Benutzern erlaubt, Datensätze zu untersuchen. Dies kann bereits vor der Verwendung in der Anwendung geschehen. Im so genannten Dallas-Katalog kann man sich die Content-Provider ansehen. Hierbei bietet Dallas eine Auflistung der verschiedensten Dallas-Provider an. Durch Klicken auf SUBSCRIBE kann man einen Datensatz verwenden. In Abbildung 1 ist die Verwaltungsoberfläche von Dallas ersichtlich.

Abb. 1: Die Verwaltungsoberfläche von Dallas
Abb. 1: Die Verwaltungsoberfläche von Dallas

Ein sehr interessantes Feature, das Dallas zur Verfügung stellt, ist die Möglichkeit, Daten bereits vor der tatsächlichen Verwendung im Quellcode zu analysieren. Hierbei werden die jeweiligen Parameter eingegeben. Verwendet man etwa Wetterdaten von WeatherCentral, so kann man auswählen, welche Art von Wettervorhersagen man will (dies kann stündlich oder täglich sein). Ferner wird die Ortsangabe (welche in Longitude und Latitude angegeben werden) benötigt. Abbildung 2 zeigt die Verwaltungsoberfläche.

Abb. 2: Daten analysieren
Abb. 2: Daten analysieren

Architektur

Die Skalierung von Dallas wird über den FEWA Load Balancer sichergestellt – dies bedeutet Frontend Windows Azure Load Balancer. Dieser Load Balancer setzt auf Windows Azure auf und verwendet die Skalierung von Windows Azure. Um die Sicherheit der Daten zu gewährleisten, wird SSL für die Übertragung verwendet. Daten können über REST abgefragt werden. Die Datenstrukturen werden durch OData und ATOM abgebildet. Datenspeicher, die als Grundlage für Microsoft Codename Dallas dienen, können verschiedener Herkunft sein. Dies mag sowohl der Storage von Windows Azure wie auch SQL Azure sein. Ferner werden Datenbanken anderer Cloud-Anbieter unterstützt. Daten, die in Microsoft Codename Dallas vorhanden sind, können auf verschiedenste Arten verwendet werden. Dies kann zum einem durch Cloud Services erfolgen (Kartendienste) wie auch durch Rich-Client-Software. Daten aus Dallas sind auch für Information Worker interessant, die jene Daten in Tools wie etwa Excel analysieren können.

Abb. 3: Die Architektur von Dallas
Abb. 3: Die Architektur von Dallas
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