Microsoft Deutschland schickt Mitarbeiter nach Hause
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Anfang des Jahres entschloss sich die neue Yahoo-Chefin Marissa Mayer dazu, Heimarbeit künftig strikt zu verbieten. Microsoft Deutschland jedoch geht nun einen Schritt in die entgegengesetzte Richtung

Anfang des Jahres entschloss sich die neue Yahoo-Chefin Marissa Mayer dazu, Heimarbeit künftig strikt zu verbieten. Microsoft Deutschland jedoch geht nun einen Schritt in die entgegengesetzte Richtung und schickt einen Großteil seiner Mitarbeiter nach Hause.

Die Microsoft-Standorte in Böblingen, Bad Homburg und Hamburg sollen bis Mitte 2015 nacheinander geschlossen werden. Wer dort momentan arbeitet, muss aber kein Arbeitslosengeld beantragen, sondern darf weiter für Microsoft tätig sein – entweder im Home Office oder an einem der drei Hauptstandorte in München, Köln und Berlin.

Ohnehin würden die Büroflächen der drei zu schließenden Standorte jetzt schon kaum genutzt, denn diese Niederlassungen seien hauptsächlich auf Vertrieb, Service und Marketing ausgerichtet und das könne man eben genauso gut von zu Hause aus erledigen. In München, Köln und Berlin hingegen liege der Fokus eher auf dem Kontakt zu Kunden, Partnern und Gästen. Das soll auch in Zukunft so bleiben. 

Yahoo hatte den umstrittenen Schritt zur Wiedereinführung der Anwesenheitspflicht gewagt, weil unter der bis dahin weit verbreiteten Home-Office-Praxis sowohl die Geschwindigkeit als auch die Qualität gelitten haben sollten. Außerdem dürfe die interne Kommunikation und Zusammenarbeit nicht vernachlässigt werden, fand Mayer. Ob sie Recht behält oder ob Microsoft mit seiner neuen Arbeitsweise bessere Erfahrungen machen kann, wird sich wohl schon bald zeigen.

Aufmacherbild: Rear view of a man seated at a desk in front of a laptop von Shutterstock / Urheberrecht: micro10x

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