Microsoft drohen Strafen in Milliardenhöhe wegen fehlender Browser-Wahl
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Lange mussten wir auf das Urteil warten, doch nun hat sich die Europäische Kommission endlich entschieden. In Brüssel ist man der Meinung, dass Microsoft mit der fehlenden Browser Ballot Box im Windows

Lange mussten wir auf das Urteil warten, doch nun hat sich die Europäische Kommission endlich entschieden. In Brüssel ist man der Meinung, dass Microsoft mit der fehlenden Browser Ballot Box im Windows 7 Service Pack 1 gegen ein bestehendes Abkommen zum Thema freie Browser-Wahl aus dem Jahre 2009 verstoßen hat. Nun drohen Microsoft Strafen von bis zu zehn Prozent des gesamten Jahreseinkommens.

Vor drei Jahren war Microsoft in Europa dazu verurteilt worden, bei der Installation von Windows eine sogenannte Browser Ballot Box anzuzeigen, in der sich der Nutzer zwischen dem Internet Explorer, Mozilla Firefox, Safari, Google Chrome, Opera und weiteren Browsern als Default-Anwendungen entscheiden konnte. Das Abkommen ist gültig bis 2014.

Genau diese Box war jedoch mit dem Windows 7 Service Pack 1 aus der Windows-Installation verschwunden. Von der Europäischen Kommission auf den Verstoß gegen das gültige Abkommen hingewiesen, fügte Microsoft ein Dialogfenster hinzu und beteuerte, dass es sich bei dessen Fehlen um einen technischen Fehler gehandelt habe. Nichtsdestotrotz waren Windows-Nutzer aufgrund dieses angeblichen Fehlers von Februar 2011 bis Juli 2012 stark in ihrer Browser-Wahl eingeschränkt gewesen, argumentiert die Europäische Kommission. Eine endgültige Entscheidung stand jedoch bislang aus.

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