State of the Edge

Microsoft Edge – Faktencheck
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Nach vielen Jahren Webentwickler-Pein hat sich ein kleines, unbeugsames Team bei Microsoft daran gemacht, Altlasten über Bord zu werfen und mit Microsoft Edge dem Internet Explorer den Garaus zu machen.

Für uns ist das Grund genug, einen Blick auf den Stand der Dinge zu werfen. Wir sammeln in diesem Faktencheck alle Neuigkeiten und Beiträge rund um Microsofts neue Browsergeneration. Zu den aktuellsten Meldungen geht es hier:

Microsoft Spartan – die Anfänge von Edge

Microsoft Edge betrat erstmals Ende Dezember 2014 das Licht der Öffentlichkeit. Zu diesem Zeitpunkt berichtete lediglich Neowin davon, dass Edge auf einem Fork der Microsoft-eigenen Engine Trident basiere.

The team behind the engine has forked Trident into two components that will result in a new .DLL when the browser ships.

Fest stand, dass Spartan keine Fortführung des Internet Explorer 11 sein sollte. Wie sich später herausstellte, wurde die Engine vom Edge-Team tatsächlich geforkt und entschlackt, sodass die Engine bereits wenige Monate nach dem Fork in einigen Punkten radikal vom Original abwich.

Erst relativ spät – Ende März, um genau zu sein – wurde bekannt, dass Windows 10 anders als bis dahin vermutet mit zwei Browsern ausgeliefert werden würde: dem Internet Explorer 11, der vor allem den Enterprise-Ansprüchen gerecht werden soll, und dem auf der „Edge“-Engine basierenden Spartan, der vor allem auf Interoperabilität ausgelegt sein sollte und sich generell vom Look & Feel her an Google Chrome orientieren sollte.

Die offizielle Umbenennung in Microsoft Edge erfolge im April auf Microsofts Hauskonferenz, der Build 2015.

Microsoft Edge

Nach der offiziellen Namensgebung jagte eine Meldung die andere; stets wurde über Neuerungen aus dem Microsoft-Edge-Umfeld berichtet. Vor allem im Bereich der Interoperabilität hat das Team hinter dem Browser viel Arbeit investiert. Dabei stand vor allem der Austausch mit anderen Browser-Herstellern im Mittelpunkt.

Unter anderem wurden zahlreiche Probleme behoben, die durch das Sniffing des User Agent Strings in der alten IE11-Engine aufgetreten sind. Um zu verhindern, dass Websites die neue Engine als Internet Explorer entdecken, wurden zudem viele Legacy-IE-Überbleibsel wie etwa ActiveX entfernt. Bereits im Jahr 2014 hat Microsoft auch den Support für WebKit-prefixed CSS hinzugefügt, um viele moderne Mobile-Sites rendern zu können.

Vom Internet Explorer zu Edge

Chris Heilmann bot in seiner webinale-Keynote No more Excuses left – let’s make the Web excellent einen Überblick über die Geschichte von Microsoft Edge in Zusammenhang mit Webstandards. Die überaus unterhaltsame Keynote findet ihr in voller Länge bei uns.

Vom Internet Explorer zu Edge

Featureitis

Vor allem in den Bereichen Webstandards und JavaScript-APIs konnte Microsoft Edge schnell punkten.


In erster Linie ist da natürlich der bessere Support von Responsive Images durch das srcset-Attribut zu nennen. Doch auch APIs wie Web Audio oder Dolby Audio dürfen dabei nicht unterschlagen werden.

Wie diese APIs im Zusammenspiel mit dem GamePad API auf die Spitze getrieben werden können, zeigt eine Case Study von Pixel Labs, die mit Flight Arcade den Flugsimulator in den Browser gebracht haben.

Weitere Highlights in Microsoft Edge sind der verbesserte Support von asm.js in der hauseigenen JavaScript-Engine Chakra sowie die stetige Verbesserung der F12 Developer Tools.

Auf entwickler.de halten wir euch natürlich über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Aufmacherbild: rounded check mark icon (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: Ganibal

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