Microsoft entfernt Browserwahl-Fenster
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Seit Dezember 2009 machte Microsoft Windows-User innerhalb der EU per Browserwahl-Fenster darauf aufmerksam, dass neben dem Internet Explorer zahlreiche alternative Browser existieren, namentlich Google Chrome, Mozilla Firefox, Apple Safari oder Opera. Der Schritt war Folge einer kartellrechtlichen Entscheidung der EU-Kommissionen, die auf eine Klage von Opera zurückging und deren Gültigkeit nun nach 5 Jahren auslief.

Microsoft ließ sich nicht lange bitten: Wie das Unternehmen – wenig Öffentlichkeitswirksam über eine kurze Support-Mitteilung für Administratoren – verlauten ließ, wird das Browserwahl-Fenster in allen künftig neu installierten Versionen von Windows Vista, Windows 7 und Windows 8 ab sofort nicht mehr angezeigt.

Ob die Auflagen der EU-Kommission für den Rückgang des Marktanteils des Internet Explorers in den vergangenen Jahren zumindest teilweise ursächlich war, wird sich im Nachhinein zwar wohl nicht klären lassen. Ein finanzieller Verlust für Microsoft lässt sich jedoch definitiv beziffern: Da das Browserauswahl-Fenster in Windows 7 zwischen Februar 2011 und Juli 2012 nicht angezeigt wurde, war der Konzern zu einem Bußgeld in Höhe von 561 Millionen Euro verdonnert worden.

Aufmacherbild: Johor, Malaysia – Dec 11, 2013: Photo of Mozilla Firefox and Safari webpage on a monitor screen. Mozilla Firefox and Safari are the famous web browser in the world, Dec 11, 2013 in Johor, Malaysia.von Shutterstock.com / Urheberrecht: dolphfyn

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