Microsoft kauft Berliner Startup 6Wunderkinder
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Microsoft scheint seine Strategie, erfolgreiche Apps von Drittherstellern aufzukaufen, konsequent weiterzuverfolgen. Jetzt hat der Softwarekonzern offenbar vor, das Berliner Startup 6Wunderkinder GmbH zu übernehmen. Wie das Wall Street Journal berichtet, will Microsoft für den Deal einen Kaufpreis zwischen 100 und 200 Millionen US-Dollar springen lassen. Eine offizielle Bestätigung seitens Microsoft und dem Anbieter der To-Do-App Wunderliste gibt es hierzu allerdings noch nicht.

Mit dem Wunderlist-Kauf könnte Microsoft sein eigenes App-Portfolio weiter stärken und seine Präsenz auf den Konkurrenz-Plattformen wie Android und iOS weiter ausbauen. Eine Strategie, die der Softwarekonzern bereits mit den jüngsten Aufkäufen verfolgt hat: Mit der Firma Acompli, die Emailanwendungen für mobile Geräte baut, und dem New Yorker Start-up Sunrise Atelier, das die beliebte Sunrise-Kalender-App anbietet, hatte Microsoft bereits zwei Anbieter von mobilen Apps zugekauft. Acompli wurde mittlerweile in Outlook for iOS und Android umbenannt.

Sollte sich der Kauf tatsächlich bestätigen, bleibt es spannend zu sehen, welchen Diensten die Wunderlist-Fähigkeiten eingebaut werden sollen. Ein denkbares Szenario wäre zum Beispiel, dass Microsoft plant, die To-Do-App mit OneNote oder anderen Office-Anwendungen zu verbinden.

Für das Berliner Startup an sich soll sich zunächst nicht allzu viel ändern. Laut Wall Street Journal wird der Sitz der Gesellschaft weiterhin in Berlin bleiben, zudem sei geplant, die Firma wie gehabt eigenständig weiterzuführen.

Aufmacherbild: the young businessman ticks off in in a square von Shutterstock / Urheberrecht: sergign

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