Microsoft lässt sich eine Smartphone-Kindersicherung patentieren
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Ein neu angemeldetes Patent Microsofts dürfte für viele Eltern weltweit wie ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk daher kommen, denn mit der Technologie sollen Eltern zukünftig über ein zentrales Dashboard

Ein neu angemeldetes Patent Microsofts dürfte für viele Eltern weltweit wie ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk daher kommen, denn mit der Technologie sollen Eltern zukünftig über ein zentrales Dashboard die Smartphone- und Tablet-Nutzung ihrer Sprösslinge überwachen können, um jugendgefährdende Inhalte zu blocken oder das ganze Endgerät zu sperren. Am 29. August hat Microsoft das Patent n.20130225152 beim US Trademark Office eingereicht, das berechtigten Personen den Zugriff auf mobile Engeräte ermöglicht. Auf diese Weise können Eltern zum Beispiel die nächtliche Nutzung von Smartphones und Tablets durch ihre Kinder auszuschließen oder Telefonanrufe nur an bestimmte Telefonnummern erlauben. Auch können Spiele, SMS, Social Networks oder andere Dienste unterdrückt und Käufe über die App Stores verhindert werden. Die Sperrung der Geräte lässt sich dabei auf bestimmte Zeiten festlegen, sodass das Kind das Smartphone beispielsweise allein am Nachmittag und nicht in der Schule nutzen kann. Doch auch zur Selbstkontrolle eignet sich die Software. Hat man etwa ein wichtiges Projekt fertigzustellen, kann man den Zugang zu Spielen oder Facebook, Twitter und Co. für sich selbst verwehren und so den inneren Schweinehund buchstäblich aussperren. Auch vorstellbar wäre eine Sperrung des Arbeits-Smartphones nach Dienstschluss, um nicht in Versuchung zu geraten, sich auch von zu Hause aus beruflichen Dingen zu widmen und E-Mails an Kollegen oder den Chef zu versenden. Hinzu kommt, dass ein solches Feature die Kostenkontrolle verbessern kann, da man sich dank der Technologie automatisch über eventuelle Überschreitungen von Datenpaketen informieren lassen kann. Versucht hingegen Mamas Liebling die Einstellungen im zentralen Kontrollsystem zu ändern und Restriktionen aufzuheben, kann dies von den Eltern erkannt werden, da die Software den Nutzer auf die letzten Änderungen hinweist, um ein unrechtmäßiges Ändern der Einstellungen auszuschließen. Wann die Technologie erstmals zum Einsatz kommt, ist noch unklar und auch ein Urteil über die Anerkennung des Patents steht noch aus.

Aufmacherbild: Little boys playing on smartphone von Shutterstock / Urheberrecht: sakkmesterke

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