Microsoft nimmt ValueAct-Präsident in Verwaltungsrat auf
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Mason Morfit, Präsident der Investmentfirma ValueAct Capital Managment, wird bald dem Verwaltungsrat Microsofts beitreten. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichneten beide Parteien am 30. August. Es

Mason Morfit, Präsident der Investmentfirma ValueAct Capital Managment, wird bald dem Verwaltungsrat Microsofts beitreten. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichneten beide Parteien am 30. August. Es ist das erste Mal in der Geschichte Microsofts, dass ein Unternehmensfremder Mitglied des Verwaltungsrats wird.

Bereits seit April ist bekannt, dass ValueAct mit Microsoft-Investoren über die Strategie des Unternehmens im Gespräch ist und Experten spekulierten über ein mögliches Interesse Morfits an einem Engagement bei Microsoft. Mit 67 Millionen Aktien, was einem Anteil von 0,8 Prozent entspricht, zählt ValueAct zu einem der größten Investoren Microsofts und verfügt über entscheidende Einflussmöglichkeiten. Mit dem Abkommen werden diese weiter ausgebaut und so wurde bereits bekannt, dass ValueAct regelmäßige Treffen des Board of Directors und dem Management zur Bedingung seines Engagements machte. Im Gegenzug sicherte Morfit zu, ValueAct werde keine Versuche unternehmen, die übrigen Board-Mitglieder in sogenannten Proxy Fights zu beeinflussen.

Wie genau ValueAct Einfluss auf den Verwaltungsrat nehmen wird, ist nicht bekannt und bisher ließ sich Morfit nur zu schwammigen Aussagen hinreißen. Experten vermuten jedoch, dass ValueAct vor allem Wert auf die Positionierung Microsofts als Service- und Software-Dienstleister legen wird und sich weniger dem Ausbau der Hardware-Sparte widmen dürfte.

Derzeit besteht der Verwaltungsrat Microsofts aus neun Mitgliedern, zu denen auch Bill Gates und Steve Ballmer gehören. Ballmers Zukunft im Verwaltungsrat nach seinem Ausscheiden als CEO ist allerdings fraglich. Seine Entscheidung, das Unternehmen in den nächsten zwölf Monaten zu verlassen, soll allerdings unbeeinflusst von dem Abkommen mit ValueAct sein, wie Morfit gegenüber der Seattle Times mitteilte. Was der Einstieg ValueActs für Microsoft bedeuten wird, lässt sich derzeit nur schwer abschätzen.

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