Microsoft-Quartalszahlen besser als erwartet
Kommentare

Microsoft hat seine Quartalszahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres veröffentlicht, das am 31. März zu Ende gegangen ist. Diese halten in etwa das Niveau vom Vorjahr und sind damit sogar

Microsoft hat seine Quartalszahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres veröffentlicht, das am 31. März zu Ende gegangen ist. Diese halten in etwa das Niveau vom Vorjahr und sind damit sogar besser als von verschiedenen Analysten erwartet. Es war Satya Nadellas erstes Quartal als Microsoft-CEO und das letzte, bevor der Nokia-Deal diese Woche abgeschlossen wird.

Die Gesamteinnahmen betragen 20,4 Milliarden US-Dollar, das sind 0,4 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Der Gewinn beträgt 5,66 Milliarden US-Dollar und liegt damit um 6,6 Prozent unter dem desselben Zeitraums 2013.

Die Einnahmen aus dem Devices-and-Consumer-Geschäftsbereich sind währenddessen um 12 Prozent auf 8,30 Milliarden US-Dollar gestiegen.

Zu diesem Geschäftsbereich gehört auch die Windows-Abteilung. Die Windows-OEM-Einnahmen sind um 4 Prozent gewachsen, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass sich viele Unternehmen oder auch Privatpersonen aufgrund des Support-Endes von Windows XP einen neuen Rechner zulegen mussten. Rund 90 Prozent aller Enterprise-Desktops weltweit läuft inzwischen mit Windows 7 oder 8.

Verkaufszahlen der Surface Tablets wurden immer noch nicht bekannt gegeben, doch die Surface-Sparte hat Einnahmen in Höhe von 494 Millionen US-Dollar erwirtschaftet. Das sind 50 Prozent mehr als im Vorjahresquartal, aber da war ja das Surface 2 noch nicht einmal auf dem Markt. Microsoft zufolge werden die Surface Pro Tablets der ersten und zweiten Generation in einem ausgeglichenen Verhältnis verkauft.

Im dritten Quartal des Microsoft-Geschäftsjahres wurden 1,2 Millionen Xbox-One-Konsolen verkauft, wodurch die Konsole immer noch leicht hinter der PlayStation 4 liegt. Aber auch 800.000 Xbox-360-Konsolen gingen über den Ladetisch – diese waren wohl nach dem Verkaufsstart der Xbox One stark reduziert angeboten worden.

Microsofts Office-Abomodell für Privatpersonen namens Office 365 Home Premium hat mittlerweile 4,4 Millionen Abonnenten weltweit zu verzeichnen. Eine Million davon sind in den letzten drei Monaten hinzugekommen, davon bestimmt nicht wenige aufgrund der Veröffentlichung von Office für das iPad mit seinem Freemium-Modell.

Die Einnahmen aus dem Commercial-Geschäftsbereich sind um 7 Prozent auf 12,23 Milliarden US-Dollar gestiegen. Office 365 hat sich mehr als verdoppelt, Azure ist um über 150 Prozent in die Höhe geschossen. Der Gewinn aus den Business-Produkten Exchange, SharePoint und Lync ist ebenfalls um zweistellige Prozentpunkte gewachsen.

Trotz der geringeren Einnahmen im Vergleich zum Vorjahresquartal ist Neu-CEO Nadella sehr zufrieden mit seinem Unternehmen. Die neusten Entwicklungen positionieren Microsoft an einer starken Position in der „mobile-first, cloud-first world“ und versprechen ein langfristiges Wachstum, verkündete er auf einem offiziellen Presseevent.

Aufmacherbild: Business diagram on financial report with coins von Shutterstock / Urheberrecht: Denis Vrublevski

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -