Microsoft Security Report: Zahl der Malware-Downloads stark angestiegen
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Die gute Nachricht vorweg: Die Anzahl der schwerwiegenden Sicherheitslücken in Microsoft-Produkten ist innerhalb der letzten drei Jahre um 70 Prozent gesunken. Dies besagt der Security Intelligence Report,

Die gute Nachricht vorweg: Die Anzahl der schwerwiegenden Sicherheitslücken in Microsoft-Produkten ist innerhalb der letzten drei Jahre um 70 Prozent gesunken. Dies besagt der Security Intelligence Report, den Microsoft kürzlich veröffentlicht hat. Damit machen sich die seit über zehn Jahren anhaltenden Investitionen seitens Microsofts in eine sichere Softwareentwicklung langsam, aber sicher bezahlt.

Die Kehrseite der Medaille: Die Malware-Downloads haben sich im letzten Viertel des vorherigen Jahres verdreifacht. Die oftmals als Sicherheitssoftware getarnten Schädlinge haben im vierten Quartal 2013 pro Hundert Computersysteme mindestens sechs beschädigt.

Die geläufigste Malware des letzten Jahres ist Rotbrow. Häufig wird sie im Zusammenhang mit der Browser-Toolbar Babylon installiert, mit der man Inhalte in verschiedene Sprachen übersetzen kann. Laut Microsoft ist die Toolbar selbst jedoch sauber und nicht sicherheitsgefährdend. Rotbrow tarnt sich oftmals auch in Browser Security Software oder in Audio- bzw. Videocodec-Packages.

Neben Rotbrow verbreitete sich auch vermehrt die Malware Brantall in die Systeme. Laut Microsoft wird Brantall oftmals im Zusammenhang mit den an sich sicheren Programmen 77Zip, Best Codecs Pack, eType, PC doer, RocketPDF, Speed Analysis und Video doer heruntergeladen. Es ist also Vorsicht geboten beim Download dieser Tools.

Es lässt sich nicht genau beziffern, welchen Schaden Malware-Programme wie Brantall oder Rotbrow genau anrichten, aber gängige Methoden sind Klickbetrug sowie Bitcoin Mining.

Im Report wurde auch das Thema Ransomware behandelt. Laut Microsoft ist Ransomware nicht annährend so populär wie Malware, doch wenn ein Nutzer davon betroffen ist, kann der Schaden verheerend sein. Ransomware wie beispielsweise der Trojaner Reveton, die zwischen den zwei Jahreshälften von 2013 in ihrer Verbreitung um 45 Prozent gestiegen ist, tarnt sich als staatlicher Gesetzesvertreter und bedroht den Nutzer mit dem Vorwand, er habe illegal heruntergeladen, mit Strafmaßnahmen und Bußgeldern.

Microsoft betonte nochmals, dass Nutzer auf die Anforderungen niemals eingehen sollten, denn oftmals bedeute dies nicht das Ende der Bedrohung, vielmehr würden die Angreifer immer wieder zurückkommen und mehr und mehr Geld verlangen. Stattdessen solle man auf die von Microsoft bereitgestellte kostenlose Software zurückgreifen, die die Schädlinge sicher und risikofrei entfernt.

Aufmacherbild: Security concept: computer keyboard with word Malware on enter button background, 3d render von Shutterstock / Urheberrecht: soliman design

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