Microsoft SQL Server 2008 Internals
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Auch wenn der Titel des vorliegenden Buchs vermuten lässt, dass hier „lediglich“ der innere Aufbau des Microsoft SQL Servers beschrieben wird, so ist es für jeden Datenbankadministrator und auch Entwickler

Auch wenn der Titel des vorliegenden Buchs vermuten lässt, dass hier „lediglich“ der innere Aufbau des Microsoft SQL Servers beschrieben wird, so ist es für jeden Datenbankadministrator und auch Entwickler einen Blick wert. Der Untertitel kommt dem Inhalt schon wesentlich näher: Insiderwissen zur Verbesserung der Systemleistung von Microsoft SQL Server 2008.

Es finden sich in dem Buch auch viele Beschreibungen der Bestandteile des SQL Servers, die man zur Optimierung einer datenbankbasierten Anwendung wahrscheinlich nie benötigen wird, dennoch ist es sehr interessant, die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Komponenten zu kennen. Zudem ist dieses Hintergrundwissen teilweise zum Verständnis der Optimierungsvorschläge notwendig und bereits bei der Erstellung einer Datenbank kann dieses Wissen eine Rolle spielen. In Kapitel 5 wird beispielsweise auf die interne Speicherung der Tabellenstrukturen und -daten eingegangen. Anhand der dort genannten Beispiele kann es sinnvoll sein, die eigene Struktur einmal zu überdenken und somit für die Speicherung zu verbessern.

Alles in allem besticht das Buch trotz seines Umfangs von insgesamt 780 Seiten durch eine pragmatische Schreibweise. Der Leser wird schnell zur Quintessenz des jeweiligen Kapitels geführt. Positiv ist zudem, dass jedes Kapitel über eine kurze Zusammenfassung von maximal einer halben Seite verfügt, sodass sich leichter erkennen lässt, ob ein genauer Blick auf das Kapitel von Nöten ist, um das eigene Problem zu lösen. Die einzelnen Kapitel werden durch nachvollziehbare Beispiele aufgelockert.

Insgesamt ist das Buch in elf Kapitel gegliedert, neben der Architektur und dem wichtigen Abfragenoptimierer wird auf weitere Funktionen wie etwa die Sicherung- und Wiederherstellung oder die unterstützten Speicherformate eingegangen. Es bleibt keine Funktion des SQL Servers unerwähnt – und somit gibt es für jede erdenkliche Aufgabe Denkansätze und konkrete Anregung zur Verbesserung der Leistung.

Die Autoren arbeiten teilweise seit fast 20 Jahren mit dem Microsoft SQL Server und schreiben für diverse englischsprachige SQL-Magazine. Diese Fachkenntnis merkt man dem Buch durchaus an. Trotzdem oder gerade deshalb ist der Kontakt zum Leser nicht verloren gegangen. Es handelt sich also keinesfalls um ein Buch, für das man bereits intensive Erfahrungen mit der internen Organisation des Microsoft SQL Servers besitzen muss.

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