Microsoft SQL Server 2012
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Es gibt Bücher zum SQL Server, die nähern sich dem Thema insofern, als dass sie neben der Installation dann alle möglichen Optionen und Funktionen des SQL Server Management Studios beschreiben. Da kommt

Es gibt Bücher zum SQL Server, die nähern sich dem Thema insofern, als dass sie neben der Installation dann alle möglichen Optionen und Funktionen des SQL Server Management Studios beschreiben. Da kommt dann schnell der Eindruck auf, es handele sich um das fehlende Handbuch, das nun durch den jeweiligen Buchautor nachgeliefert wird. Allerdings fehlen solchen Büchern dann häufig umfassende Informationen zum Hintergrund, zur eigentlichen Funktionsweise des Datenbankservers.

Das vorliegende Werk nennt sich im Untertitel Programmierhandbuch. Liefert dies nun die tiefgreifende Info, wie der SQL Server programmiert wird? Und wie er programmiert ist, sprich, wie die Datenbankabfrage, der Optimierer etc. im Hintergrund werkeln? Nun, dies auch nicht unbedingt. Hier geht es vielmehr um den SQL Server, wie er durch den Programmierer genutzt werden kann. Wer den SQL Server für mehr als nur zur Speicherung seiner Daten nutzen möchte, findet ein recht breit aufgestelltes Themenspektrum, nicht nur zum SQL Server, sondern darüber hinaus zu diversen datenbezogenen Programmiertechniken. Einmal bitte schön alles zum Thema Datenspeicherung.

Natürlich behandelt das Buch auch das Thema der Installation. Später gibt es dann auch ein paar Abschnitte zum SQL Management Studio. Doch erst einmal Grundlagen: Wie sind relationale Datenbanken aufgebaut? Wie wird ein logischer Datenbankentwurf durchgeführt? Aber auch: Was ist SQL und wie kann ich dies einsetzen? Und da es um Programmierung geht, fehlen natürlich auch Themen wie Trigger, Ereignisse, Cursor und Transaktionen nicht.

Doch der SQL Server bietet mehr als nur SQL. Höchst interessant ist das Feature, .NET-Klassen zu installieren und diese als Erweiterung innerhalb von SQL-Abfragen zu nutzen. So können beispielsweise Aggregatsfunktionen erstellt werden, die mit purem SQL nicht denkbar sind. Hier stehen dem Programmierer umfangreiche Möglichkeiten offen. Ebenfalls eine Erweiterung, aber bereits im Standard angekommen, ist die Speicherung von XML. Nachdem die Autoren die genannten Themen (und einiges mehr) behandelt haben, verlassen sie die Welt des SQL Servers und widmen sich den Datenbankschnittstellen unter .NET, wobei sie hier beispielhaft auf C# zurückgreifen. ADO.NET, LINQ und das Entity Framework seien beispielhaft als einige der im Buch besprochenen Client-Datenzugriffstechniken genannt.

Das Buch liefert also ein breites Spektrum dessen, was es bei der Programmierung rund um das Thema Datenspeicherung gibt. Der SQL Server ist dabei nicht alleiniges Thema, wenn auch ein zentrales. Die schiere Breite lässt aber trotz annähernd 1 300 Seiten nur stellenweise Tiefgang zu. Insofern bietet das Buch einem datenbankerfahrenen Entwickler nur bedingt neue Informationen. Für einen Entwickler, der sich dem Thema Datenhaltung im Allgemeinen und SQL Server im Speziellen nähert, liefert das Buch dagegen eine Fülle von Informationen. Listings, Tabellen, Diagramme und Screenshots erlauben, das Thema auch fernab vom Rechner gut nachzuvollziehen. Das Buch ist verständlich geschrieben und durch manche Vereinfachung auch leicht zu lesen.

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