Microsoft verklagt chinesische Computerhändler wegen Software-Piraterie
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Microsoft hat insgesamt neun Computerhändler in sieben chinesischen Städten verklagt. Die Händler sollen gefälschte Windows Software auf verschiedenen Computern, unter anderem von Lenovo, Dell, HP

Microsoft hat insgesamt neun Computerhändler in sieben chinesischen Städten verklagt. Die Händler sollen gefälschte Windows Software auf verschiedenen Computern, unter anderem von Lenovo, Dell, HP und Acer, installiert und zum Verkauf angeboten haben. „Die Klage ist eine Warnung an alle anderen chinesischen Händler“, so Tim Cranton, Chief Legal Consultant der Greater China Region bei Microsoft.

In den vergangenen Jahren wurden schon mehrere chinesische Computerhändler aus denselben Gründen von Microsoft verklagt. Das geht sogar so weit, dass Microsoft knapp 80 Prozent seines chinesischen Einkommens durch Schadensersatzforderungen aus derartigen Anti-Piraterie-Kampagnen macht. Gefälschte Produkte anzuprangern bringt Microsoft demnach mehr Geld ein als legale Versionen zu verkaufen.

Obwohl der Anteil der PCs mit gefälschter Windows Software in China in jüngster Zeit zurückgegangen ist, steht das Reich der Mitte dennoch weiterhin an der Spitze der Verbreitung von Software-Piraterie. Aus diesem Grund ist auch eine speziell auf den chinesischen Markt zugeschnittene Version von Windows 8 geplant, die leichtgewichtiger und vor allem günstiger als die normale Version sein soll. Damit soll sie die Zielgruppen ansprechen, die bisher aus Kostengründen auf gefälschte Windows-Versionen zurückgegriffen haben.

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