Microsoft verstärkt Datenschutz Keine gezielte Werbung für Kunden
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Am Montag verkündete Microsoft seine neue Datenschutzrichtlinien. Dabei werden Kunden explizit darauf hingewiesen, dass die über sie gesammelten Informationen nicht für den Einsatz gezielter Werbung

Am Montag verkündete Microsoft seine neue Datenschutzrichtlinien. Dabei werden Kunden explizit darauf hingewiesen, dass die über sie gesammelten Informationen nicht für den Einsatz gezielter Werbung verwendet werden. Mit diesem Schritt möchte man sich von der Konkurrenz Google abheben.

Das Vorgehen resultierte aus einem Brief des demokratischen Abgeordneten Edward J. Markey, der die Bedingungen in Microsofts Dienstleistungsvertrag kritisierte: Das Unternehmen gewinne hierdurch zu viel Spielraum, private Informationen aus E-Mails, Suchmaschinen und Instant-Messaging-Programmen zu sammeln und zu nutzen. Auch gezieltes Werben erlaubte der Vertrag, obwohl Microsoft seinen Kunden auf Blog-Einträgen und per E-Mail versichert hatte, dass genau dies nicht geschehen würde. Das kritische Feedback wurde nun allerdings zur Kenntnis genommen und Microsoft garantiert die Privatsphäre seiner Nutzer zu achten, zumindest was Werbung angeht.

In der Vergangenheit waren Datenschutzbestimmungen oft der Kern hitziger Debatten. Immer wieder wurde bemängelt, dass keine unabhängige Regulierungsinstanz das Vorgehen von Internet-Unternehmen beim Datensammeln überwacht. Vor allem Googles Praktik, die E-Mails seiner Kunden mithilfe einer Keyword-Suche zu durchforsten, um individualisierte Werbung zu generieren, stand hierbei im Zentrum der Kritik.

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