Microsoft wollte Online Gaming Service kaufen
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Vor knapp zwei Jahren hatte Microsoft Pläne, den Online-Gaming-Service OnLive zu erwerben – das geht aus einem 56-seitigen, aus Redmond geleakten Dokument hervor. Der Service sei eine potentielle Bedrohung

Vor knapp zwei Jahren hatte Microsoft Pläne, den Online-Gaming-Service OnLive zu erwerben – das geht aus einem 56-seitigen, aus Redmond geleakten Dokument hervor. Der Service sei eine potentielle Bedrohung für die US-amerikanische Marktvorherrschaft der Xbox 360 und stünde deshalb auf der Einkaufsliste.

OnLive ist die Cloud-Spiele-Plattform, die erst kürzlich einen Deal mit dem Hardware-Hersteller LG geschlossen hat. Solch ein Deal mit einem der großen Ausrüster ist genau die Entwicklung, die Microsoft mit einem Erwerb des Services verhindern wollte. Aufgrund des gewachsenen Marktwertes von OnLive dürfte es nun jedoch deutlich schwieriger werden, die Plattform einfach so zu schlucken. Da hätte Microsoft wohl etwas früher handeln sollen.

OnLive macht Microsofts Xbox 360 ernsthafte Konkurrenz.
OnLive macht Microsofts Xbox 360 ernsthafte Konkurrenz.

Übrigens ist der Gaming-Bereich nicht der einzige, in dem Microsoft und OnLive auf Kriegsfuß stehen. Anfang des Jahres hatte OnLive eine App herausgebracht, mit der man kostenlos Windows 7 inklusive Microsoft Office auf das iPad oder Android-Tablet streamen konnte. Nach Beschwerden seitens Microsoft hatte OnLive Desktop sein Lizenzverfahren geändert und war von Windows 7 auf Windows Server 2008 R2 umgestiegen. Eine endgültige Beilegung des Konfliktes bedeutet das jedoch noch lange nicht.

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