Microsoft zieht Bilanz: Wachstum vor allem bei Cloud-Diensten
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Microsoft hat die zweite Bilanz für das Fiskaljahr 2015 veröffentlicht. Insgesamt schrumpfte der Nettogewinn des Unternehmens auf 5,86 Milliarden US-Dollar, oder 0,71 US-Dollar je Aktie.

Die Umsatzsteigerung um 8 Prozent auf 26,47 Milliarden US-Dollar geht vor allem auf hohe Verkaufszahlen im Bereich Hardware und eine hohe Nachfrage in Bezug auf Cloud-Dienste zurück. Augenscheinlich konnten die Erwartungen der Analysten ungefähr eingehalten werden, die einen Überschuss von 0,71 US-Dollar je Aktie bei Einnahmen von 26,32 Milliarden US-Dollar prognostizierten.

Hardware

Im Bereich Hardware hatte Microsoft sein bisher bestes Quartal: Die Erlöse durch den Verkauf von Surface-Tablets verbesserten sich um 24 Prozent und wuchsen auf 1,1 Milliarden US-Dollar. Mit dem Verkauf von 10,5 Millionen Lumia-Smartphones konnten darüber hinaus weitere 2,3 Milliarden Dollar erwirtschaftet werden.

Die Einnahmen im Bereich Windows Phone sind im Vergleich zum gleichen Quartal im Jahr davor um 61 Prozent gesunken. Dies geht auf die Übernahme von Nokias Handysparte zurück, für die Microsoft 243 Millionen US-Dollar oder 0,02 Dollar je Aktie ausgab. In den kommenden beiden Quartalen sei in diesem Bereich laut Microsoft mit einmaligen Ausgaben zu rechnen, beispielsweise für Abfindungen von jeweils 100 Millionen US-Dollar.

Consumer-Bereich

Auch der mit OEM-Lizenzen erzielte Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent. Die Zahl der Office-365 Home-and-Personal-Abonnenten stieg auf 8.2 Millionen, im Vergleich zum Vorjahresquartal also um 30 Prozent (in diesem gab es ca. 7 Millionen Abonnenten) wogegen der Umsatz mit Office-Lizenzen um 25 Prozent zurückging. Die Ergebnisse überraschen laut Microsoft Expertin Mary Jo Foley insofern nicht, als dass sie sich mit Microsofts Ziel decken, sich immer mehr in Richtung Services/Subscription-Anbieter zu bewegen – was offenbar aufgehe.

Windows anbetreffend musste Micrsosoft einen Rückschlag hinnehmen: Das Geschäft mit dem Windows-Betriebssystem schrumpfte um 13 Prozent.

Cloud

Im Bereich Cloud konnte Microsoft Umsatzsteigerungen von 114 Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar erzielen – was auf die hohe Nachfrage nach Office 365, Azure und Dynamics CRM Online zurückgeht – wodurch die Commercial Group Umsatzsteigerungen um 5 Prozent (auf 13,3 Milliarden Dollar) verbuchen konnte.

Aufmacherbild: Businessman and watering pot (path in side) von Shutterstock/ Urheberrecht: SCOTTCHAN

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