Microsofts Antivirus-Software besteht den Sicherheitstest nicht
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Das deutsche AV-Test-Institut mit Sitz in Magdeburg führt regelmäßig Antimalware-Tests unter verschiedenen Sicherheitsprodukten durch – wer den Test besteht, bekommt traditionell ein AV-Test-Zertifikat

Das deutsche AV-Test-Institut mit Sitz in Magdeburg führt regelmäßig Antimalware-Tests unter verschiedenen Sicherheitsprodukten durch – wer den Test besteht, bekommt traditionell ein AV-Test-Zertifikat verliehen. Von den 25 jüngst getesteten Anbietern sind drei durchgefallen, namentlich AhnLab V3 Internet Security 8.0, PC Tools Internet Security 2012 und eben auch die bekannten Microsoft Security Essentials. Die Antivirus-Software aus Redmond hat nur 71 Prozent der zum Test bereit gestellten Malware identifizieren und blocken können.

Im Microsoft Protection Center hat sich das Unternehmen mit den Testergebnissen auseinander gesetzt und diese erwartungsgemäß herunter gespielt. Nur 0,0033 Prozent aller Security-Essentials-Nutzer hätten einen Schaden von der im Test nicht entdeckten Malware gehabt, ganze 94 Prozent dieser Malware beträfen die Nutzer nicht einmal. Allgemein stimmen derartige Testergebnisse nur wenig mit den Gegebenheiten der realen Welt überein, so Microsoft. Bei ihnen hingegen lege man mehr Wert auf die tatsächliche Betroffenheit der Nutzer als auf artifizielle Untersuchungen.

Nichtsdestotrotz nimmt sich auch Microsoft die schlechten Testergebnisse zu Herzen. Den 0,0033-prozentigen Anteil der geschädigten Nutzer wolle man weiter reduzieren, das Sicherheitsprodukt allgemein überarbeiten. Bereits im Dezember hatte man 20 Millionen neue potentiell gefährliche Malware-Dateien in das Schutz-Portfolio mit aufgenommen.

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