Microsofts spannende UI-Strategie [BASTA! Blog]
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Die BASTA! war mal wieder ein voller Erfolg – immer einen Besuch wert! Windows 8 und .NET 4.5 waren dieses Mal die zentralen Themen. Mit dem WPF Day gab es jedoch auch einen Track, der sich eingehend mit

Die BASTA! war mal wieder ein voller Erfolg – immer einen Besuch wert! Windows 8 und .NET 4.5 waren dieses Mal die zentralen Themen. Mit dem WPF Day gab es jedoch auch einen Track, der sich eingehend mit der für uns höchst spannenden UI-Technologie von Microsoft beschäftigt.

So zeigte Jörg Neumann ein ganzes Set an Custom Controls sowie Layout Panels, welche wiederkehrende Layoutpatterns als ready-to-use Komponenten kapseln. Folglich können beispielsweise mit wenigen Zeilen XAML abstrakt ganze Formulare oder Dialoge definiert werden. Dies spart im Vergleich zur manuellen Lösung mit Grid, StackPanel und Co. viele Zeilen XAML und sorgt für eine bessere Konsistenz des umgesetzten UI Designs. Eine sinnvolle Strategie, die eigentlich zum Standardrepertoire eines jeden WPF UI Developers gehören sollte.

Zum Erstaunen der Experten schien das Thema Performance im WPF-Umfeld doch für viele noch relativ unbekannt zu sein. Daniel Greitens führte in seinem Vortrag typische Performanceprobleme vor und zeigte Lösungen sowie Alternativen. Einer der größten Performancefresser sind Effekte wie z.B. DropShadow oder Blur. Auch wir stellten in unserer Session ein leichtgewichtiges Custom Control vor, welches einen DropShadow auf Textebene darstellen kann.

Auch das wichtige Thema Virtualization wurde angesprochen. Items Controls wie z.B. eine ListBox könne an beliebige Mengen von Objekten gebunden werden – ab einem gewissen Grad leidet jedoch die Performance. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, bietet WPF das Konzept der Virtualization, mit dessen Hilfe Elemente automatisch wiederverwendet werden und die Performance spürbar verbessert wird. Gerade bei visuell komplexen Data Templates muss allerdings auch auf das Setzen des richtigen VirtualizationModes geachtet werden.

Während die Technik an sich also ausgiebig durchleuchtet wird, gerät leider ein wichtiges Element etwas aus dem Fokus: die Gestaltung der entsprechenden Benutzeroberflächen. Gute Usability und ansprechende Gestaltung gehören heute ohne Zweifel zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren für Software. Das wird auch von Microsoft so gesehen und ist eines der Motive hinter der Entwicklung der Metro(pardon:Modern)-UI-Philosophie. Denn die Oberfläche ist, was Benutzer von unseren Anstrengungen am Ende zu sehen bekommen, wofür wir froh sind um Neuerungen wie await, async und Co.!

Björn Busch-Geertsema ist User Interface Designer und Head of User Interface Development bei der ERGOSIGN GmbH. In zahlreichen nationalen und internationalen Projekten mit Schwerpunkten in den Bereichen Engineering sowie kaufmännischen Unternehmensanwendungen befasst er sich mit dem Design von innovativen und benutzerfreundlichen User Interfaces. Björn leitet den Bereich User Interface Development bei der ERGOSIGN und unterstützt damit Unternehmen über die sonst oft typische Abgabe von Designdokumentationen hinaus bei der Umsetzung von erarbeiteten Designs, wodurch eine hohe Kontinuität von Design und Umsetzung erreicht wird.

David C. Thömmes ist Software Engineer bei der ERGOSIGN GmbH. Seine Aufgabenbereiche umfassen die Entwicklung von Benutzeroberflächen, Custom Controls sowie die Erstellung von funktionalen Prototypen, die mit den verschiedensten Technologien umgesetzt werden. Durch die Arbeit an unterschiedlichen Projekten hat er fundierte Kenntnisse in der Entwicklung für mobile Geräte, Desktopanwendungen sowie Webanwendungen sammeln können.

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