Usability ist das Gebot der Stunde

Android-Design: eine Momentaufnahme
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Die Android-Softwareplattform und Android-Geräte hatten lange Zeit den Ruf, technisch solide und innovativ zu sein, dafür aber hässlich. Die Google-Entwickler haben bis zur Android-Version 3.0 einen starken Fokus auf Funktionalität und Performance gelegt – was sicherlich dazu beigetragen hat, dass Android Marktführer im mobilen Bereich geworden ist.

Der Erfolg anderer mobiler Plattformen hat allerdings gezeigt, dass sich auch eingeschränkte Funktionalität bezahlt machen kann, solange man den Kunden mit konsistentem und atemberaubendem Soft- und Hardwaredesign beeindruckt. Zudem haben sich andere mobile Plattformen technisch weiterentwickelt und damit gegenüber Android aufgeholt. So bietet iOS seit einiger Zeit (eingeschränkte) Hintergrundverarbeitung oder interaktive Benachrichtigungen (Notifications). Konsequenterweise hat das Android-Entwicklungsteam in den letzten Releases sein Augenmerk auf Design und Verwendbarkeit (Usability) gelegt – mit verblüffendem Erfolg, wie dieser Artikel zeigen will. Unser Fokus liegt hier weniger auf der Technik als auf dem allgemeinen Design.

Hardware: Google Nexus

Seit dem Nexus-One-Smartphone stellt Google in Kooperation mit Hardwareherstellern Android-basierte Hardware her. Diese Geräte haben immer den Beinamen „Nexus“. Google nutzt die Nexus-Linie primär dazu, den Markt für Android-Geräte qualitativ zu steigern. Denn seit der Einführung von Nexus-Geräten werden Hardwarehersteller faktisch dazu gezwungen, ebenso attraktive Geräte zu konkurrenzfähigen Preisen zu bauen. Noch immer setzen die Nexus-Geräte von Google Standards in Qualität und Preis, aktuell ist die Nexus-Strategie also sehr erfolgreich. Das neue 7-Zoll-Tablet von Google, Nexus 7, wird sicherlich für ordentlich Bewegung am Android-Tablet-Markt sorgen, was Ausstattung und Preise betrifft. Auch ein Einfluss auf Apples und Microsofts Tablet-Strategie ist zu erwarten – ca. 200 US-Dollar für ein sehr gut ausgestattetes Tablet sind schließlich ein Preisbrecher.

Android-Fragmentierung

Android-Smartphones sind wie heutige Computer: Es gibt sie in allen möglichen Farben, Größen und Ausstattungen. Oft liest man, diese Fragmentierung von Android stelle ein Problem dar. Aus Konsumentensicht ist das natürlich nicht der Fall: Jeder Kunde kann sich das Android-Gerät aussuchen, das zu ihm passt – sei es das stattliche Samsung Galaxy Note oder das kompakte HTC Wildfire; für jeden ist etwas dabei. Nach Ansicht der Autoren stellt die existierende Fragmentierung von Android damit sogar einen erheblichen Wettbewerbsvorteil dar (siehe Interview am Ende des Artikels). Für die Android-Entwicklerschar ergeben sich daraus zwar die gleichen Probleme wie bei der Entwicklung von Webapplikationen (verschiedene Browser und Auflösungen) und Desktopapplikationen (verschiedene Auflösungen); aber zum Glück unterstützt Android den Entwickler bei diesen Aufgaben.

Android-4.0- und -4.1-Design

Der Fokus auf verbessertem Design – mit Android 3.0 auf Tablets, mit Android 4.0 auch auf Smartphones – wirkt für alteingesessene Android-Benutzer und -Entwickler manchmal etwas befremdlich. Anfänglich wurden diese Bemühungen teilweise sogar belächelt, weil sogar eigene Google-Applikationen sie ignorierten. Aber in Google-typischer Konsequenz werden immer mehr Google-Applikationen an das neue Design angepasst, und inzwischen ernten Entwickler, die sich nicht an die Google Design Guidelines halten, schnell schlechte Bewertungen in Google Play (früher Android Market). Ein Zurück-Button in der App weist beispielsweise immer auf eine lieblose iPhone-Portierung hin und sollte möglichst vermieden werden. Sehen wir uns diese Neuerungen im Detail an und bewerten wir deren Erfolg aus Android-Entwicklersicht.

Android Design Guidelines

Google beschreibt die Android Guidelines sehr anschaulich auf der Android Design Page. Wir greifen hier die wichtigsten Punkte heraus und beleuchten diese mit Blick auf ihre Adaption bei den Entwicklern und ihren Mehrwert für die Nutzer.

Themes

Seit Android 4.0 muss jedes Gerät, das sich Android nennt, die so genannten Holo Themes unmodifiziert enthalten. Dies sind XML-Files, die deklarativ beschreiben, wie Activities und Views aussehen. Hierbei gibt es eine helle und eine dunkle Variante, je nach Geschmack des Entwicklers. Abbildung 1 zeigt die Gmail-App, die das helle Theme nutzt.

Die Gmail-App mit hellem Styling

 Diese Themes kann man als Entwickler erweitern. Damit erbt man das Android Look and Feel und kann gezielt einzelne Attribute überschreiben, um seiner Applikation das gewisse Etwas zu verleihen. Aus Sicht der Entwickler sind die neuen Themes ein großer Erfolg. Immer mehr populäre Apps orientieren sich an ihnen, und der Benutzer erfährt Android immer mehr als homogene Plattform.

Action Bar und Contextual Action Bar

Das Highlight der Neuerungen im Android-Bereich ist sicherlich die Action Bar. Wir haben eine Usability-Studie einer unserer Android-Apps in den USA durchgeführt. Als Hauptkritikpunkt wurde das Options-Menü genannt, das sich nur öffnete, wenn der Benutzer den entsprechenden Button ausgewählt hatte. Das Problem war, dass die meisten Benutzer nicht auf die Idee kamen, den entsprechenden Options-Button zu klicken. Abbildung 2 zeigt ein typisches Options-Menü.

 Das alte Options-Menü

Das Options-Menü wird auf modernen Android-Geräten nicht mehr verwendet. Wichtige Aktionen wandern in die Titelleiste (Action Bar) und sind hier klar sichtbar. Je nach verfügbarem Platz wandern weniger wichtige Buttons in das so genannte Overflow Menu, das durch drei Punkte gut identifizierbar ist. Abbildung 3 zeigt eine typische Action Bar. Von daher ist es auch sinnvoll, dass neue Android Phones keinen Options-Button mehr haben.

Die Action Bar mit Navigation

 Die Action Bar ist sehr mächtig: Man kann sie um eigene Views erweitern, diese aufteilen, sodass bestimmte Einträge am unteren Bildschirmrand angezeigt werden, und des Weiteren über die Action Bar eine einheitliche Navigation erzielen. Eine sehr gute Lösung ist die Contextual Action Bar. Diese ersetzt das frühere Kontext-Menü (Popup). Die Contextual Action Bar wird bei Auswahl eines Eintrags oder mehrerer Einträge verwendet und zeigt Aktionen in der Action Bar passend zur Selektion an. Dadurch ist auch immer klar, was mit der Auswahl zu tun ist. Abbildung 4 zeigt die Contextual Action Bar am unteren Rand der Gmail-App.

Contextual ActionBar

Da die Unterstützung der Action Bar das gleiche API nutzt wie das Options-Menü, ist die Adaption sehr leicht und auch sehr weit fortgeschritten. Die Open-Source-Implementierung ActionBarSherlock erlaubt die erweiterte Nutzung der Action Bar auch schon in älteren 2.x-Android-Releases. Entwickler sollten bei Bedarf dringend ihre Applikationen mit der Action Bar ausstatten, um Konsistenz mit der Android-Plattform zu gewährleisten. Die Action Bar erzielt eine klare Sichtbarkeit, ist hochgradig anpassungsfähig und erlaubt eine konsistente Navigation.

[ header =Multi-Pane Layouts ]

Multi-Pane Layouts

Eine der Folgen der Android-Fragmentierung sind die unterschiedlichen Größen und Formfaktoren von Android-Geräten, die von Entwicklern unterstützt werden müssen. Zum Beispiel ist das Display eines Tablets viel größer als das Display eines Phones. Jeder Entwickler sollte seine Applikationen aber so schreiben, dass sie auf unterschiedlichen Geräten gleich gut aussehen. Erfreulicherweise bietet Android 4.0 das Fragments-API, um dieses Problem zu adressieren.

Die Idee hinter den Fragments ist einfach, aber mächtig: Zunächst gruppiert man die visuellen Komponenten, die immer zusammen angezeigt werden sollen. Diese Gruppen nennen sich Fragmente. Danach kombiniert man die verschiedenen Fragmente so, dass sie je nach Auflösung und Orientierung des Geräts ein optimales Layout darstellen. Dadurch können die Entwickler komplexe Layouts für Tablets mit wenig Aufwand erstellen und gleichzeitig die Geräte mit kleineren Displays unterstützen. Seit die Fragments zur Verfügung gestellt wurden, werden immer mehr Applikationen mit ihrer Hilfe gebaut. Auch die Applikationen, die auf älteren Android-Versionen laufen sollen, können davon profitieren. Dafür müssen sie eine so genannte Support Library von Google benutzen, die die Verwendung von Fragments in älteren Android-Versionen erlaubt.

Swipe Views

Einfache Anwendungsnavigation ist ein nicht zu unterschätzender Erfolgsfaktor einer Applikation. Deswegen bemühen sich die Entwickler mobiler Anwendungen, die Anwendungsnavigation möglichst natürlich und deutlich zu machen. Eine der einfachsten und beliebtesten Gesten der Benutzer ist Swipe, d. h. das Wischen mit dem Finger auf der linken oder rechten Seite. Seit Google das erkannt hat, ist Swipe ein Standardnavigationsmuster geworden, um zwischen Tabs, wie in Abbildung 5, und Seiten einer Android-Applikation umzuschalten.

Per Swipe zwischen Tabs und App-Seiten hin und her navigieren

Heutzutage wird die gewünschte Umschaltung der Seiten nicht direkt von der Android-Plattform unterstützt. Entwickler können aber eine weitere Komponente aus der oben erwähnten Support Library benutzen. Diese Komponente heißt ViewPager. Darüber hinaus gibt es viele andere Open-Source-Bibliotheken, die Funktionen und Einsatzbereiche der ViewPager-Komponente erweitern. Dieses Navigationsmuster wird von Android-Entwicklern stark unterstützt und ist auch in den Applikationen verfügbar, die für die älteren Android-Versionen gebaut wurden – für den Benutzer auch ein klarer Gewinn, wenn mehr Apps dieses Muster einsetzen.

Selection

Obwohl ein Long Press eine sehr einfache Geste ist, vergessen viele Android-Benutzer gerne ihre Existenz. Usability-Studien zeigen, dass nur wenige Benutzer zusätzliche Funktionen einer Applikation finden, wenn diese Funktionen ausschließlich über einen Long Press erreichbar sind. Diese Erkenntnis hat Google dazu veranlasst, die Bedeutung und die Nutzung dieser Geste zu überdenken. Laut neuen Regeln soll man in Android 4.0 einen Long Press nicht mehr benutzen, um ein Kontext-Menü aufzurufen. Ab jetzt wird diese Funktion von dem Contextual Action Bar erfolgreich übernommen, wie oben beschrieben. Die neue Funktion, die dem Long Press zugeordnet ist, ist die Datenauswahl. Zum Beispiel könnte man damit ein Element einer Liste für die weitere Verarbeitung auswählen. Einige Applikationen, die von Google entwickelt wurden, nutzen Long Press, um einen Hinweis zur Verwendung der Action Bar anzuzeigen. Eine solche Verwendung dieser Geste ist auch zulässig. Mit der Erhöhung des Android-4.0-Marktanteils gewöhnen sich immer mehr Benutzer an das neue Verhalten von Long Press, und immer weniger Benutzer erwarten, auf die Verwendung dieser Geste hin ein Kontext-Menü zu sehen. Als Entwickler sollte man auch umstellen, um den neuen Erwartungen gerecht zu werden.

Resizable Widgets

Die mit Android 3.0 eingeführte Fähigkeit, die Größe von Widgets zu ändern, ist jetzt auch ein integraler Bestandteil des neuen Android-4.0-Designs. Mit ihr haben Entwickler die Möglichkeit, interaktive Widgets mit umfangreichem Inhalt zu bauen. Und die Benutzer können ihre Home Screens feiner konfigurieren. Auch die neuen Komponenten, die in Widgets verwendet werden können (wie ListView, GridView usw., Abb. 6), liefern wichtige Informationen direkt an den Home Screen, ohne dass die Applikation gestartet werden muss.

In den interaktiven Widgets können neue Komponenten verwendet werden

Ein Partner-Widget, das mit einer Applikation ausgeliefert wird, ist seit Langem ein Zeichen von gutem Applikationsdesign. Android-Entwickler verstehen die Wichtigkeit der Widgets, und viele von ihnen bauen Widgets in ihre Applikationen ein. Google lässt die Entwickler nicht alleine und erweitert Widgets in jeder neuen Android-Version um weitere Komponenten und Funktionen.

Animationen             

Spätestens ab Android 4.1 finden sich fast überall Animationen in der Android-Plattform. Die Google-Plus-Applikation vermittelt das Gefühl, das durch asynchrone Verarbeitung und Animationen erzeugt werden kann. Butterweich scrollt man durch den aktuellen Nachrichtenstrom und die Hintergrundbilder animieren sich ohne erkennbare Verzögerung in die Nachrichtenliste hinein. Bei den Animationen sollte der Entwickler auf das Property-Animation-API setzen. Dieses erlaubt es, beliebige Eigenschaften eines Java Objects über die Zeit zu verändern. Mit der NineOldAndroid-Open-Source-Implementierung kann man dieses API auch in älteren Android-Releases verwenden.

Neuerungen in Android 4.1

„Butterweiche Animationen“ sind auch das Schlagwort für Android Jelly Bean (4.1). Im so genannten Project Butter wurden Technologien wie Vsync and Tripple Buffering implementiert, die in Android Jelly Bean für weichere Animationen und Updates im User Interface sorgen. Das User Interface ist somit noch reaktiver. Auch prognostiziert Android seit 4.1, wo demnächst der Finger sein wird, und löst die entsprechende Aktion aus. Das erhöht die Interaktivität des User Interfaces. All das passiert im Hintergrund, als Entwickler muss man hier nichts gesondert einstellen.

Ansonsten ist in Android 4.1 aus Entwicklersicht nicht viel in Sachen Design passiert. Google hat eher in Features investiert, die die existierenden Funktionalitäten schneller bzw. besser verwendbar machen. So passen Widgets jetzt automatisch ihre Größe an, wenn man sie einem Android-Desktop hinzufügt. Auch wurden viele Android-Apps auf das neue Design umgestellt.

Zusammenfassung

Es ist schon beeindruckend, wie Google in Android seinen Fokus verändert. Nutzt man die neuen technischen Möglichkeiten, kann man Applikationen erzeugen, die den Benutzer begeistern und sich gleichzeitig gut in das allgemeine Android-Verhalten integrieren. Der große Vorteil von Android aus der Sicht des Konsumenten, seine üppige Geräteauswahl, wird zusehends weniger durch Nachteile beeinträchtigt, die aus unterschiedlichem Verhalten entstehen. Da bleibt es natürlich spannend abzuwarten, wie demnächst die Konkurrenz reagieren wird, um gegenüber Android wieder an Boden zu gewinnen.

[ header =„Nicht jeder Kunde will Filterkaffee trinken“ ]

Interview mit Lars Vogel: „Nicht jeder Kunde will Filterkaffee trinken“

Android360 Magazin: Die Android-Fragmentierung wird – bisher zumindest – von vielen Entwicklern negativ gesehen. Gerade hast du in deinem Blog ein Plädoyer für mehr Fragmentierung bzw. Pluralität am Gerätemarkt geschrieben. Spricht da der Entwickler oder der End User Lars?

Lars Vogel: Dass die existierende Fragmentierung bei Android negativ sein soll, habe ich nie ganz verstanden. Natürlich stellt eine Vielfalt von Geräten den Entwickler vor größere Herausforderungen als wenn nur eine Zielplattform existiert. Aber damit haben die Entwickler auch auf dem Desktop und dem Browser leben müssen. Aus Kundensicht ist die Jeder-bekommt-das-Gleiche-Philosophie nicht so interessant, man kann sich nicht abgrenzen und nicht die eigene Besonderheit herausstellen. Anfänglich war das iPhone so erfolgreich, weil es keine ernsthaften Alternativen am Markt gab. Das Handy ist für die meisten Menschen eine zentrale und unverzichtbare Schnittstelle geworden. Wie Kleidung, Frisur und der individuelle Starbucks-Kaffee muss das Gerät einfach zu der Person passen. Und mit Android gibt es diese Individualität. Da ist die „Ein Produkt“-Strategie des iPhones überholt, was sich ja auch in den Marktanteilen widerspiegelt.

AM: Ist diese Fragmentierung/Pluralität tatsächlich der Android-Erfolgsfaktor Nummer eins? Sind es nicht vielmehr andere Faktoren wie z. B. der Preis oder die Flexibilität, die das OS den einzelnen Herstellern bietet?

Vogel: Android hat sich lange durch Performance, Funktionalität und den Preis profiliert. Durch das extrem hohe Innovationstempo hat es aber auch eine Pluralität der besonderen Art geschaffen. Vom einfachen Fast Feature Phone basierend auf Android 2.1 bis zum Riesen-Smartphone mit der neuesten Android-Version ist für jeden was dabei. Ein Android-Telefon kann man in jedem Segment bekommen, klein, groß, billig, teuer, aktuell, etabliert usw. Damit belegt Android alle möglichen Kanäle.

AM: Mit dem Fragments-API und anderen Neuerungen in Android 4.0 werden schon manche Folgen der Fragmentierung adressiert. Was muss aus deiner Sicht noch an APIs etc. bereitgestellt werden, um aus der vermeintlichen Fragmentierungs-„Schande“ eine Pluralitäts-Tugend zu machen?

Vogel: Die Frage ist leider falsch: Wer bei Android von einer Fragmentierungs-Schande spricht, könnte auch Starbucks vorschlagen, nur noch Filterkaffee zu verkaufen. Es mag für Kaffeemaschinenhersteller (Programmierer) einfacher sein, Filterkaffeemaschinen (Programme für eine Target-Plattform) herzustellen, aber nicht jeder Kunde will Filterkaffee trinken. Und die Wünsche der Kunden sind wichtiger als die Wünsche der Kaffeemaschinenhersteller. Zumindest wenn man Erfolg am Markt haben will. Technisch rüstet die Android-Plattform natürlich immer mehr auf, um noch bessere User Interfaces zu erzielen. Gerade im lukrativen Highend-Bereich ist das wichtig für die Plattform, um anderen Plattformen den Erfolg zu erschweren. Ein 7-Zoll-Tablet für ca. 200 US-Dollar wie der Kindle Fire und das Nexus 7 werden meiner Meinung nach den Tablet-Markt umkrempeln.

AM: Was ist aber mit anderen Faktoren: den unterschiedlichen Android-Versionen, die noch nebeneinander existieren, die verschiedenen Herstelleroberflächen etc.? Muss man da nicht zwischen „guter“ und „schlechter“ Fragmentierung unterscheiden?

Vogel: Ich meine eigentliche alle Faktoren. Auch die Wahl von Herstelleroberflächen gibt dem Kunden ja mehr Wahlmöglichkeit. Und man kann ein billiges Telefon mit wahrscheinlich alter Android-Version kaufen, wie auch ein teures mit wahrscheinlich neuer Android-Version.

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