Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Das Android-Smartphone wird 10, Android Studio 3.2 und Galaxy A7 mit Tripple-Kamera
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Einen Geburtstag, viele Geschenke und überraschte Gesichter: Weihnachten ist zwar erst in 88 Tagen, doch all das gab es auf dem Androiden-Planeten bereits diese Woche. Das Android-Smartphone feierte seinen zehnten Geburtstag und ruft einige nostalgische Gefühle auf den Plan. Das Galaxy A7 überraschte mit einer völligen Neuheit im Hause Samsung, nämlich mit der ersten Tripple-Kamera. Außerdem veröffentlichte Android Studio seine Version 3.2 und hatte gleich über 20 neue Features im Gepäck.

Aus Protest geboren – 10 Jahre Android-Smartphone!

Ach Kinder, wie die Zeit vergeht! Bereits zehn Jahre ist es her, dass das erste Android-Smartphone in den USA das Licht der Welt erblickte. Am 23. September 2008 wurde nämlich das T-Mobile G1 von seiner Mama, Android-Gründer Andy Rubin, der Öffentlichkeit präsentiert. Welche  Erfolgsgeschichte das nach sich ziehen würde, ahnte damals wohl noch keiner.

Google entwickelte zusammen mit Netzbetreiber T-Mobile und HTC das erste Android-Smartphone – ausgelegt für den Massenmarkt. Was damals schon als offenes Geheimnis galt: Android wurde eigentlich nur aus Protest geboren! Das T-Mobile G1 war Googles Antwort auf das wenige Monate zuvor erschienene und, wohlgemerkt, ziemlich teure erste iPhone. Apple zeigte mit seinem ersten iPhone wie ein Smartphone aussehen sollte und setze die anderen Hersteller damit ziemlich unter Druck. Um dieser Tatsache entgegenzuwirken, schlossen sich am 5. November 2007 insgesamt 34 Hersteller zusammen und gründeten die Open Handset Alliance. Ihr Ziel: die Schaffung offener Standards für Mobilgeräte. Die Grundlage lieferte Andy Rubin mit seinem quelloffenen, Linux-basierten Betriebssystem Android.

So nahm die Geschichte ihren Lauf…

Das erste T-Mobile G1, später auch HTC Dream genannt, kam 2008 auf den Markt. Sein Geburtsgewicht betrug 160 Gramm.

Sein Touchscreen maß lediglich 3,2 Zoll und hatte eine Auflösung von 320×480 Pixel. Der interne Speicher war gerade mal 256 MB groß, als Arbeitsspeicher baute HTC damals 192 MB ein. Das Smartphone war in Deutschland ausschließlich bei der Telekom erhältlich. Es kostete zum Start 1 Euro, allerdings nur in Verbindung mit einem 24-Monatsvertrag bei der Telekom und mit maximal 200 Megabyte Datenvolumen.

Das Android-Phone meisterte seine Rolle als Anti-iPhone mehr als gut. Allein in den USA verkaufte sich das T-Mobile G1 in den ersten sechs Monaten über eine Million Mal. Heute läuft Android als Betriebssystem auf beinahe 90 Prozent aller Smartphones. In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch an den ersten Androiden!

Android Studio 3.2 oder auch „Die Feature-Welle“

Es kam einem wie eine Ewigkeit vor, doch nun ist es geschafft! Nach knapp sechs Monaten ist es soweit: Android Studio 3.2 ist da. Und für ein .x-Update hat die neue Version ziemlich viele Geschenke dabei, nämlich über 20 neue Features. Sie alle sollen Entwickler dabei unterstützen, effizienten Code zu schreiben – insbesondere für Android 9 alias Pie.

Android 9 Pie und Android App Bundle

Mit der neuen Versionen werden sowohl Android 9 als auch die neuen App-Bundles unterstützt. Dieses neue Veröffentlichungsformat bietet die Möglichkeit, kleinere APKs zu erstellen und die Download-Größe der App zu reduzieren. Laut Google kann die App-Größe mit App-Bundle im Vergleich zur bisherigen Größe zwischen 11 und 64 Prozent verringert werden. In Android 3.2 können Entwickler auch ältere Apps an das Bundle-Format anpassen, ohne dabei den Code wesentlich verändern zu müssen.

Energy Profiler optimiert Akkuverbrauch

Um nicht nur die Apps schlanker zu gestalten, stellt Google zum Energiesparen den sogenannten Energy Profiler zu Verfügung. Durch diesen kann der geschätzte Energieverbrauch der Systemkomponenten und Hintergrundereignisse analysiert werden, um dem Nutzer direkt vor Augen zu führen, wo gegebenenfalls Energie gespart werden kann.

Emulator Snapshots

In Sachen App-Programmierung sind die Verbesserungen des Emulator Snapshots besonders interessant. Mit dessen Hilfe kann man den aktuellen App-Zustand in einem Snapshot speichern. Der Snapshot kann in unter zwei Sekunden geladen und wieder hergestellt werden. Auch das Wechseln zwischen beliebigen Snapshots soll durch Quickboot in Sekundenschnelle möglich sein.

Ein kompletter Überblick aller neuen Features findet sich im Google-Blogbeitrag. Android Studio 3.2 steht ab sofort zum Download bereit.

Galaxy A7: Sowas gab es ja noch nie!

Es wurde lange und viel darüber spekuliert, wie das Galaxy A7 wohl aussehen wird. Doch was Samsung mit dem Galaxy da veröffentlichte, damit hatte wohl keiner gerechnet: Eine Triple-Kamera auf der Rückseite und somit das erste seiner Art im Samsung-Universum.

First-class für die Mittelklasse?

Die Hauptkamera verfügt über ein übliches Weitwinkelobjektiv mit F1.7-Blende und liefert eine Auflösung von 24 Megapixeln. Hinzu kommt eine 8-Megapixel-Kamera mit Ultra-Weitwinkelobjektiv, das ein Sichtfeld von 120 Grad abdecken soll. Sie ist mit einer F2.4-Blende ausgestattet und daher eher für helles Tageslicht ausgelegt. Die dritte Kamera hat 5 Megapixel und soll ausschließlich Tiefen-Informationen für einen künstlichen Bokeh-Effekt liefern.

Ja natürlich, für Smartphone-Experten ist diese Tripple-Kamera ein alter Hut, doch für das Samsung-Universum eine Neuheit. Es ist das erste Mal, dass ein Smartphone der Südkoreaner überhaupt mit einer Dreifach-Kamera ausgestattet ist. Die technische Variante hatte man eigentlich erst im kommenden Jahr beim Galaxy S10 erwartet. Doch nicht nur im Design, sondern vor allem auch im Preis bzw. in der Ausrichtung der Zielgruppe überraschte Samsung mit einer Welt-Neuheit.

Die Galaxy A-Reihe gilt eigentlich als die Smartphone-Mittelklasse von Samsung. Doch nun gibt es auch für die Mittelklasse First-class-Funktionen und somit ein Smartphone mit Tripple-Kamera für unter 400 Euro. Da fragt man sich schon: Wieso tut Samsung denn sowas? Womöglich richtet sich Samsung mit diesem Schachzug an seinen Chinesischen Konkurrenten Huawei. Dieser hatte erst kürzlich mit dem P20 Pro das erste Handy mit Triple-Kamera auf den Markt gebracht, jedoch zu einem weit höheren Preis.

Und den Fingerabdrucksensor gibt’s obendrauf

Doch das A7 bietet auch noch weitere Komponenten, die sich sehen lassen können. Angetrieben wird es von einem Achtkern-Prozessor mit 2,2 GHz. Der Prozessor verfügt über 4 GByte RAM und mindestens 64 GByte Flash-Speicher, der sich per MicroSD-Karte erweitern lässt. Es verfügt über ein randloses 6 Zoll großes OLED-Display mit einer Pixeldicht von 408 ppi. Ausgestattet mit einem 3300 Milliamperestunden starken Akku, sollte dem Android-Phone damit die Puste nicht so schnell ausgehen dürfen.

Und es gibt noch eine Neuerung, nämlich den vorderseitigen Fingerabdrucksensor. Ja, richtig gelesen. Der Fingerabdrucksensor befindet sich erstmals auf der Vorderseite und ist direkt in den neuen Einschalt-Knopf auf der rechten Seite des Smartphones integriert.

Das Samsung Galaxy A7 wird Ende September in Blau, Gold und Schwarz auf den Markt kommen.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis bald!

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