Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Android Studio 3.0 und ein kleiner Vorgeschmack auf Android 8.1
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Diese Woche geht es ziemlich rund auf dem Planeten der kleinen grünen Männchen. Die dritte Version von Android Studio kommt mit einigen neuen Features daher. Daneben dürfen Entwickler schon einmal einen Blick auf Android 8.1 werfen. Das Update für die Allgemeinheit wird erst im Dezember erscheinen.

Android Studio 3.0 ist da

Die IDE ist vollgepackt mit vielen neuen Updates und soll die App-Entwicklung auf Android beschleunigen. Version 3.0 von Android Studio lässt sich grob in drei Hauptbereiche aufspalten: eine neue Suite von App-Profiling-Werkzeugen zur schnellen Diagnose von Performance-Problemen, Unterstützung für Kotlin und eine neue Reihe von Werkzeugen und Assistenten, um die Entwicklung auf den neuesten Android Oreo APIs zu beschleunigen. Das Entwicklerteam um Android Studio hat sich zusätzlich stark darauf konzentriert, die Stabilität und Performance zu verbessern und bedankt sich artig für den Input aus der Community. „Vielen Dank für Euer Feedback während der Vorschau-Versionen von Android Studio 3.0!“, heißt es auf dem Android Developers Blog. In einem kleinen Videobeitrag stellt Wojtek Kaliciński, Android Developer Advocate bei Google, die neuen Features in Auflage drei von Android Studio vor.

Kleiner Vorgeschmack auf Android 8.1 gefällig?

Seit Donnerstag haben Entwickler die Möglichkeit, schon einmal einen Blick auf auf das nächste Android-Update zu erhaschen. Version 8.1 in der Developer Preview enthält eine Reihe Verbesserungen, einschließlich Optimierungen für Android Go (für Geräte unter 1 GB Arbeitsspeicher) und ein neues Neural Networks API zur Beschleunigung der Intelligenz auf dem Gerät. Als Reaktion auf das Feedback von Benutzern und Entwicklern hat Oreo zusätzlich ein kleines Facelift bekommen.

Google stellt Entwicklern die Developer Preview zur Verfügung, damit diese ihre Apps entsprechend vorbereiten können. Bleibt die Frage, was sie in Sachen Neuigkeiten zu Android 8.1 verrät? Das Update bringt ausgewählte neue Features und Entwickler-APIs (API Level 27) sowie Optimierungen, Bugfixes und Sicherheitspatches mit. Einige der neuen APIs enthalten beispielsweise Erweiterungen für die Autovervollständigung und eine Shared Memory API. Ein Blick auf die Android 8.1-Website liefert weitere Informationen, einschließlich des Diff Reports und aktualisierter API-Referenzdokumente.

Wie im Rahmen jeder Developer Preview setzt das Android-Entwicklerteam auf das Feedback der Community. Deshalb bittet es Entwickler ausdrücklich darum, ihre Meinung kund zu tun. Zu diesem Zweck richtete Google verschiedene Hotlists ein, über die Entwickler von Problemen mit der Android-Plattform und den Tools, Kompatibilitätsproblemen mit Apps sowie Problemen mit SDKs und Tools von Drittanbietern berichten können. Daneben gibt es auch eine neue Hotlist für Neural-Networks-API-Probleme.

Sicherheit gewinnt

Das Unternehmen habe seine enge Beziehung zur Security Research Community schon immer sehr begrüßt, heißt es auf Googles Security Blog. Um die Sicherheitsforschung bezüglich populärer Android Apps bei Google Play anzuregen, hat der Konzern aus Mountain View das Google Play Security Reward Program gestartet. Durch die Zusammenarbeit mit der unabhängigen Bug Bounty Plattform HackerOne können Sicherheitsforscher in Frage kommende Schwachstellen an teilnehmende Entwickler melden. Ist die Schwachstelle behoben, sendet der entsprechende Forscher einen Bericht an das Play Security Reward Program, um ein Geldprämie von Google Play zu erhalten. Die Höhe der Prämie liegt bei 1.000 US-Dollar.

Aktuell ist das das Programm auf eine bestimmte Anzahl Entwicklern beschränkt, um ein erstes Feedback zu bekommen. Entwickler können ihren Google-Play-Partner-Manager kontaktieren, um ihr Interesse zu zeigen. Werden Fehler entdeckt, profitieren alle Entwickler davon, da Google alle Apps auf diese hin untersucht. Zusätzlich lässt das Unternehmen den Entwicklern der betroffenen Apps Sicherheitsempfehlungen zukommen.

Transaktionsgebühren sinken

Android-Entwickler, die ihre App und In-App-Produkte bei Google Play anbieten, dürften Grund zur Freude haben – zumindest teilweise. Grundsätzlich müssen sie 30 Prozent des Verkaufspreises als Transaktionsgebühr an Google abtreten. Dieses knappe Drittel geht an den Vertriebspartner bzw. deckt anfallende Betriebskosten. Die gute Nachricht: Ab dem 01. Januar 2018 erlässt der Konzern Abonnenten (Laufzeit mindestens 12 Monate) die Hälfte der Transaktionsgebühr, sprich 15 Prozent. Bleibt die Frage, wie Google zu so viel Großzügigkeit kommt? Apple hatte es bereits im Juni 2016 die Standardgebühr für Entwickler, die Abonnements als In-App-Käufe von iOS verkaufen, auf 15 Prozent reduziert. Als Wettbewerber blieb Google also fast nicht anderes übrig, als nachzuziehen.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis bald!

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