Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Android-Verteilung im September, Gmail wird responsiv & der schwere Weg der Smartwatches
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Gleich drei große Smartwatch-Hersteller haben angekündigt, in diesem Jahr keine Smartwatch mehr auf den Markt zu bringen. War es das jetzt mit den intelligenten Uhren? Und sogar mit Android Wear? Außerdem schauen wir uns die aktuelle Android-Verteilung an und freuen uns über responsives Design für Gmail.

Android Wear: Nach dem Hype kommt der plötzlich Tod?

LG, Huawei und Lenovo werden in diesem Jahr keine neuen Smartwatches auf den Markt bringen. Laut CNET sind neue Modelle erst ab 2017 geplant. Zum Einen ist das verwunderlich, da in den letzten Monaten regelmäßig neue Modelle gezeigt wurden. Zum Anderen haben die Hersteller damit nicht den Schwung der kürzlich stattgefundenen IFA in Berlin mitgenommen – irgendwie komisch, oder? Eine Messe dieser Größenordnung beschert doch neuen Geräten willkommene Werbung. Die Besucher verschaffen mit Hands-on-Videos und Co. praktisch Gratis-PR. Was steckt dahinter?

Irgendwie läuft es nicht so mit den Smartwatches. Nach den ersten Modellen Anfang letzten Jahres war zwar etwas Rummel, schnell wurden Stimmen laut – auch hier auf JAXenter –, dass das Gerät schon bald sehr eigenständig funktionieren wird. Dann sollte es das Smartphone nicht mehr als Muttergerät brauchen. Nun, seitdem sind einige neue Modelle erschienen. Viele Uhren- und Schmuckhersteller wie Fossil haben neben den ganzen Tech-Unternehmen eigene smarte Modelle vorgestellt. Blickt man in der U-Bahn aber nach rechts und links, sieht man heute nur selten Personen, die auf einem Uhren-Display Notifications ablesen. Der Preis kann hier kein Argument sein, denn im Vergleich zu aktuell verfügbaren Smartphones ist der Preis für ein Smart Device schon in Ordnung – viele Uhren sind unter 400 € zu haben.

Was man aber sieht, sind Fitnessbänder. Der Marktanteil von Fitbit, die sich auf solche Fitness-Tracker spezialisiert haben, zeigt, dass hier ein deutlich lukrativeres Geschäft zu machen ist:

IDC Wearables

IDC Worldwide Quarterly Wearables Tracker, Quelle: IDC

Mit einem Marktanteil von 24,5 Prozent im ersten Quartal 2016 liegt Fitbit deutlich vor anderen Wearable-Anbietern. Die Beobachtung, dass eben nicht Business-Anwendungen oder die Navigation zu den attraktivsten Anwendungen auf einer Smartwatch gehören, sondern tatsächlich das Messen von Gesundheitsdaten, hat wohl auch Apple gemerkt. Bei dem September-Event des Unternehmens wurde die neue Apple-Watch-Generation vorgestellt. Hier setzt Apple eben gezielt auf Fitness-Features. So kann man die neuen Modelle nicht nur beim Schwimmen tragen, auch Jogger kommen auf ihre Kosten:

Laut IDC ist Apple übrigens auf Platz eins der Smartwatch-Anbieter im ersten Quartal 2016, gefolgt von Samsung und Motorola. Mit der Nachricht, dass Huawei, LG und Lenovo 2016 keine Smartwatch mehr auf den Markt bringen, jetzt zu mutmaßen, dass Android Wear am Ende sei, wäre aber zu impulsiv.

Den erhofften Boom hat es nicht gegeben, das stimmt. Das Gerät scheint seine Rolle noch nicht gefunden zu haben. Daher müssen die Hersteller noch daran arbeiten, den Kunden die Lücke deutlich zu machen, die eine Smartwatch füllen könnte. Und hier muss Hard- und Software Hand in Hand gehen, denn auch die Entwicklung von Android Wear steht und fällt natürlich mit der Arbeit der Hardware-Hersteller. Nur wenn diese zusammenarbeiten, kann daraus ein rundes Produkt werden.

Und beim Thema Software-Hardware-Zusammenarbeit kommen wir dann schließlich zur Nexus/Pixel Smartwatch. Vor einigen Wochen kamen schon Gerüchte auf, dass Google an einer eigenen Smartwatch arbeite. Diese müsste dann doch eigentlich das beste aus beiden Welten bieten? Vielleicht erschließt sich dann der besondere Nutzen einer Smartwatch auch für den Otto-Normal-Verbraucher – und sie sehen in der U-Bahn rechts und links Mitfahrer, die auf Ihrer Uhr herumtippen.

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API Management – was braucht man um erfolgreich zu sein?

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Aktuelle Android-Verteilung

Android Jelly Bean, KitKat und Lollipop: In den vergangenen Statistiken, die Google zur Android-Verteilung veröffentlicht hat, lagen diese drei Versionen immer auf den vorderen Plätzen. Die aktuelle Statistik zeigt: Jelly Bean ist noch auf 15,6 Prozent der Geräte vertreten, unter KitKat laufen 27,7 Prozent der Devices und Android Lollipop ist auf 35 Prozent der Android-Geräte installiert. Marshmallow konnte ein bisschen zulegen und ist jetzt auf 18,7 Prozent der Geräte zu finden, Nougat ist in der Statistik noch nicht zu sehen, liegt also bei unter 0,1 Prozent.

AndroidSep

Android-Verteilung, Quelle: Android Developers

Vermehrt liest man im Netz daher die Frage: Und wo bleibt Nougat? Naja, Nougat ist letzten Monat veröffentlicht worden. Nimmt man glückliche Nexus-Besitzer mal raus, wer hat davon denn schon etwas gehabt? Neue Updates werden nicht in Liveticker-Manier auf Smartphones gepusht, zwischen dem Release und dem tatsächlichen Gebrauch durch die User liegt ein langer Weg. Bis sich hier also etwas in der Statistik tut, sollte man dem ganzen wohlwollend noch ein paar Wochen Zeit geben.

Responsives Design für Ihre Mails

Die Nachricht dürfte all die erfreuen, die auch über ihr Smartphone Mails bearbeiten. Wie nun bekannt wurde, soll Gmail ein responsives Design spendiert werden, das die Mail-Ansicht auf einem Smartphone deutlich komfortabler machen soll. So sollen wichtige Buttons, Textelemente oder Links auf mobilen Geräten größer dargestellt werden, um das Lesen und Tippen darauf zu erleichtern. Umgekehrt versprechen die Entwickler auch Verbesserungen in der Desktop-Variante. Die Änderungen sollen die Nutzer bis Ende des Monats erreichen, heißt es auf dem Google Blog.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis nächste Woche!

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