Android, Performance Monitoring & Testing

Apps World North America – zwei Tage im Zeichen der App
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Anfang Februar fand in San Francisco die Apps World North America statt. Zwei Tage stand die Konferenz in der kalifornischen Stadt ganz im Zeichen von Apps. Stargast bei der Eröffnung: Steve Wozniak, seines Zeichens Mitbegründer von Apple.

In der als Gespräch angelegten Keynote beschäftigte sich Wozniak vor allem mit dem Thema Innovationen. Inwieweit kann man heute noch innovativ sein beziehungsweise sind wir noch innovativ, waren Fragestellungen, die der 63-jährige in seinem Vortrag diskutierte.

Apple, so Steve, hatte gleich zwei mal im letzten Jahrzehnt Glück, was einer Firma eher selten passiert. Was als nächstes kommt, ließ er offen, an Smartwatches als das nächste große Ding glaubt er jedoch eher nicht.

Sein Satz „There’s nothing that would keep Apple out of the Android market as a secondary phone market“ führte umgehend zu eifrigem Getwittere im Publikum und schnell stand überall zu lesen: „Steve Wozniak sagt, Apple sollte Android-Geräte bauen“.

Die AppsWorld stand in jedem Falle stark unter dem Eindruck von Android: mit der „DroidWorld“ gab es sogar einen eigenen Thementeil auf dem große, bekannte Namen von ihren Erfahrungen in der Android-Entwicklung berichteten.

Mit der "DroidWorld" hatte Apps World in San Francisco einen dezidierten Android-Themenschwerpunkt im Programm (© Danny Preussler)

Die Sessions aber auch viele Aussteller hatten sich das Motto „Measure und Monitor“ von Apps auf die Fahnen geschrieben. Neben dem typischen Crashreporting- und Analytics scheint das Thema Performance Monitoring langsam im Mobile-Bereich anzukommen. Die Firma „New Relic“ brachte diesen Aspekt in ihrem Vortrag schön auf den Punkt: „Was macht die App eigentlich, wenn sie nicht gerade abstürzt?“  Denn was Performance Monitoring betrifft, sind die meisten Entwickler noch im Blindflug unterwegs. Dabei könnte doch sehr viel gemessen werden, von der Performance der HTTP-Requests über Startgeschwindigkeiten der App bis hin zum Messen einzelner Screens oder dem Feststellen, wo eine App Prozessorzeit verschwendet. Die Session von LinkedIn brachte den Teilnehmern diese Aspekte noch einmal an einem praktischen Beispiel nahe, da in diesem Fall solches Performance Monitoring schon längst Gang und Gäbe ist.

Das zweite große, aber durchaus passende Thema war der Bereich Testen. Expedia unterstrich in ihrer Session, wie viel Zeit Testautomatisierung im Bereich Mobile sparen kann. Wenn aus Tagen Stunden werden, dann lohnt sich der Aufwand. Manuelles Testen passt einfach nicht zu einer Welt der Continuous Delivery und ist doch auf Mobile immer noch üblich. Aber auch von den Schmerzen berichtete der Vertreter von Expedia, denn Mobile Testing steckt noch immer in den Kinderschuhen – man muss auf Rückschläge gefasst sein. Trotz dessen, so das Fazit, rechtfertigen die Ergebnisse zweifelsohne den Aufwand.

Performance Monitoring und Testing standen auf der  Apps World in San Francisco im Mittelpunkt (© Danny Preussler)

Auch viele Aussteller auf der Apps World kamen aus dem Testbereich. Von Anbietern von Automatisierungssoftware über den Roboter zum Testen auf echten Geräten bis hin zum kompletten Outsourcing von Testverfahren – für jeden war etwas dabei.

Rückblickend hinterließ die Apps World vor allem den Eindruck, das die App-Entwicklung professioneller wird. Mittlerweile geht es ja schließlich um echtes Business, eine Menge Geld kann verdient, aber auch verloren werden. Einen Verbesserungsvorschlag möchte ich anbringen: Die Veranstalter sollten in Zukunft darauf verzichten, Vorträge mitten im Ausstellungsgelände anzusetzen. Das war in puncto Lautstärke und Verständlichkeit eher ungünstig, zumal die Vorträge auch noch in unmittelbarer Nähe zueinander stattfanden.

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