Bessere HTML5-Apps oder eigentlich nur Werbung?
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Ein neues HTML5/CSS3 Web Development Tool von Google lässt Entwickler auf eine neue Generation von HTML5-basierten Web Applikationen hoffen. Über den Google Web Designer ist bisher nicht viel bekannt.

Ein neues HTML5/CSS3 Web Development Tool von Google lässt Entwickler auf eine neue Generation von HTML5-basierten Web Applikationen hoffen. Über den Google Web Designer ist bisher nicht viel bekannt. Anfang Juni machte Neal Mohan, Googles Vize-Präsident für Display Advertising, eine Bermerkung dazu im offiziellen DoubleClick Advertiser Blog. Seine Aussage beschränkte sich im Wesentlichen darauf, dass das neue Tool, kurz GWD, dazu diene „to help advertisers and publishers more seamlessly unlock the potential of cross-device programs.“ Darüber hinaus ist bekannt, dass der GWD kostenlos und sowohl mit DoubleClick Studio als auch AdMob integriert sein soll. Kreatives Arbeiten mit HTML5 soll deutlich vereinfacht werden. Cameron McKenzie von TheServerSide.com hat einen Blick in die Kristallkugel geworfen. Seine Erwartungen sind jedoch nicht allzu hoch. Das neue Tool werde wohl ein paar nette Tricks beherrschen, um mit HTML5 für Mobile Devices zu entwickeln, das Integrieren von Google Ads in Apps vereinfachen und vielleicht noch ein wenig beim Responsive Design nachhelfen, z.B. via bootstrap.js. Auf seiner Wunschliste stehen zwar etwa noch Features, wie ein Tool, das nahtlos mit den inkompatiblen Vendor Prefixes der Vielzahl an Browser umgehen kann. Darüber hinaus sei es auch wünschenswert, das Problem der Feature Detection in den Griff zu bekommen. Die Hoffnung darauf stirbt ja bekanntlich zuletzt, McKenzie geht aber eher davon aus, dass Google wieder einmal nur kräftig auf den Busch trommle.

Google als Samariter?

Der Web Marketing Strategist Bobby Kelly hält die Erwartungen für die ersten Versionen ebenfalls niedrig, prognostiziert langfristig aber ein ausgereiftes Tool, das Google stetig ausbauen wird. Warum? Weil es sich beim kostenlosen Web Designer keineswegs um eine samariterhafte Geste für die Mobile-Entwicklung handle. Viel mehr biete das Tool optimale Voraussetzungen, um die hauseigenen Produkte aus Mountain View in Apps zu integrieren und es Entwicklern zu vereinfachen, die volle Palette an Google Services zu nutzen (wie etwa besagtes, integriertes AdMob). Kelly geht sogar davon aus, dass der GWD nur die Spitze des Eisbergs ist. Egal ob Google Analytics, Webmaster Tools, der Kauf der Social Media Marketing Software Company Wildfire etc. pp. – Google verfolgt im Grunde nur eine Strategie, nämlich neue Werbekunden gewinnen und bereits vorhandene noch fester an diese Marketing-Plattform zu binden. Und dafür werden weite Felder erschlossen.

Ob der GWD nun das Tool werden wird, das die nächste Generation von HTML5-basierten Web Applikationen anstößt, oder ob es sich nur um eine reine Marketing-Masche handelt, bleibt abzuwarten. Ein genauer Termin für die Veröffentlichung wurde noch nicht bekannt gegeben.

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