HTML5 könnte die Schwächen bisheriger BYOD-Lösungen auflösen

BYOD 2.0
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BYOD, oder Bring your own Device, ist etwa 2010 zum Trend geworden und meint, dass private Smartphones und Tablets im Enterprise-Umfeld genutzt werden. Lösungen mussten gefunden werden, damit die Enterprise IT diese Flut an unterschiedlichen Devices und die darauf gespielten Inhalte managen kann. Doch alle bisherigen Ansätze boten bisweilen keine hundertprozentig zufriedenstellende Lösung. HTML5 könnte dies schaffen.

Mobile Device Management bedeutete meist Sicherheit auf Kosten der End-User-Privatssphäre. Mobile App Management behob dies zwar, indem Sicherheit und Management auf den Applikationslevel fokussiert wurden, bedeutetet aber automatisch weit größeren Aufwand für Organisationen. Am Ende vieler Lösungsansätze steht vielleicht HTML5.

Das alles sind die Krankheiten von BYOD 1.0, und die Organisationen sind es bereits leid, denn irgendwie schaffen diese Lösungen bisweilen genauso viele neue Probleme, wie sie alte beantworten. BYOD 1.0 drehte sich darum, End-User-Devices zu managen, und dies erforderte eine Infrastruktur zum vorhandenen IT-Ökosystem hinzuzufügen, was etwas mehr Sicherheit, deutlich höhere Operationskosten und technische Komplexität mit sich brachte.

BYOD 2.0

Die Trendwende BYOD 2.0 will weg von dieser Komplexität, ineffizienten Prozessen und hohen Kosten und hin zur schlichten Mobilisierung von Daten. Die Frage ist nur: Wie? – Native scheint keine adäquate Möglichkeit, bedeutet es doch, dass jede Applikation für jede mobile Plattform neu entwickelt werden muss. Hybride Applikationen aus Cross-Plattform HTML5, JavaScript und CSS scheinen da schon näher am Ideal: Mit einer einzigen Code-Basis kann man über Plattformen hinweg arbeiten. Doch dann muss wieder ein Native Packager ran und auch hier kommen die gleichen Schwächen einer Native App zum Tragen: Man unterliegt stets den Updates des Native OS und der Devices.

Nick Harlow von Sencha schlägt daher vor: Am besten wäre es, man könnte reine HTML5-Apps in ein Runtime Enviroment deployen, das die Management- und Sicherheits-Fähigkeiten aufweist, die man bei nativen und hybriden Apps und Consumer Web Browsern vermisst. Diese Runtime müsste nur noch eine API Bridge zu nativen Betriebssystemen und Devices aufweisen und schon könnten Organisationen die Vorteile des Web und des Native Development genießen ohne die Nachteile: Eine Plattform, die per Design sicher ist, End-to-End-Daten-Sicherheit und feingranulare Access Control für die Daten und gleichzeitig weniger Kosten, kein Native Packaging und keine Stores mehr.

Sencha bietet mit Sencha Space schon eine Lösung mit diesem Ansatz an, man darf gespannt sein, wie andere Organisationen dem BYOD-Trend in Zukunft gerecht werden wollen.

Aufmacherbild: Mobile phones technology business concept von Shutterstock / Urheberrecht:My Life Graphic

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