Cisco fordert verschärfte Bedingungen für Microsofts Skype-Deal
Kommentare

Das US-amerikanische Telekommunikationsunternehmen Cisco hat die EU-Kommission dazu aufgefordert, die bedingungslose Akzeptanz des Skype-Erwerbs durch Microsoft noch einmal zu überdenken. Dabei richtet

Das US-amerikanische Telekommunikationsunternehmen Cisco hat die EU-Kommission dazu aufgefordert, die bedingungslose Akzeptanz des Skype-Erwerbs durch Microsoft noch einmal zu überdenken. Dabei richtet sich Cisco nicht gegen die Genehmigung der Transaktion allgemein, sondern fordert lediglich, Microsoft einige Bedingungen zur Interoperabilität aufzuerlegen.

Microsoft plant derzeit, seine Business-zentrierte Kommunikationsplattform Lync mit der kürzlich erworbenen Variante Skype zu integrieren und demnächst unter proprietärer Lizenz zur Verfügung zu stellen. Dadurch wäre Microsoft de facto in Besitz eines Monopols im Bereich Video-Telefonie. Nun verwenden aber sowohl Lync als auch Skype eigene Anruf-Technologien, die nicht mit anderen auf dem freien Markt verfügbaren Kommunikationsplattformen kompatibel sind.

Würde man einen der mittlerweile schon über 700 Millionen Nutzer von Skype bzw. Lync erreichen wollen, müsste man dementsprechend ebenfalls auf einen der beiden Dienste zurückgreifen. Ohne ein Abkommen zur Interoperabilität wären viele Nutzer an Skype und Lync gebunden – das komme, so Cisco, einem Monopol gleich. Stattdessen fordert Cisco offene Standards, die allesamt miteinander kompatibel sein sollen.

Im Oktober 2011 hatte Microsoft den Bereitsteller kostenloser VoIP-Software Skype für eine Summe von 8,5 Milliarden US-Dollar erworben. Die Europäische Kommission hatte der Übernahme ohne Stellung von Bedingungen zugestimmt.

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -