Interview mit Sani Yusuf

Cross-Platform Development: „Ionic erbt alle Vorteile, die Angular mit sich bringt“
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Der Werkzeugkasten für Cross-Plattform-Entwicklung wird immer reichhaltiger. Was mit der Kombination aus Cordova, Electron, Angular und Ionic möglich ist, haben wir mit Sani Yusuf, Gründer des Beratungsunternehmens Haibrid und Sprecher auf der International JavaScript Conference 2018, besprochen.

Entwickler: 6 Anwendungen, ein Code. Das ist dein Versprechen in deinem Vortrag auf der International JavaScript Conference. Mit welchen Tools willst du dieses Versprechen einlösen?

Sani Yusuf: Ich verwende dafür nur die Web-Technologien, an die Entwickler bereits gewöhnt sind: HTML, CSS und JavaScript. Unterstützung bieten zudem Cordova und Electron mit einem Schuss Ionic & Angular.

Entwickler: Du zeigst Ionic im Zusammenspiel mit Angular. Wie gut arbeiten diese Tool zusammen?

Sani Yusuf: Die aktuelle Version von Ionic basiert zu 100% auf Angular. Das bedeutet, dass jeglicher Ionic-Code valider Angular-Code ist. Man kann also die gängigen Angular-Features nutzen, um etwa HTTP Requests an APIs zu stellen. Ionic funktioniert wirklich sehr gut mit Angular zusammen und erbt alle Vorteile, die Angular mit sich bringt.

Entwickler: Kann Ionic in ähnlicher Weise mit anderen JavaScript-Frameworks wie React oder Vue.js verwendet werden?

Sani Yusuf: Das Ionic-Team arbeitet hart an der nächsten Version von Ionic, V4. Diese wird auf Webkomponenten basieren und auf dem Stencil-Tool aufbauen, mit dem die plattformunabhängigen Komponenten für Ionic 4 gebaut werden. Das bedeutet, dass man dann jedes beliebige oder auch gar kein Framework verwenden kann und trotzdem eine funktionierende Anwendung erhalten wird.

Entwickler: Native Anwendungen für iOS, Android, Web etc. sind in der Regel besser an die jeweiligen Plattformen angepasst. Wo liegen deiner Meinung nach die größten Unterschiede zwischen einer nativen Anwendung und einer plattformübergreifenden Ionic-Anwendung?

Sani Yusuf: Eine Ionic-App, die man aus dem App Store herunterlädt, ist zunächst einmal eine native Anwendung. Ja, du hast richtig gehört: Es ist eine native Anwendung, die gerade eine WebView bedient, die eine Webanwendung anzeigt.

Hier kommt Ionic ins Spiel. Ionic nimmt deinen Code und passt ihn an das Look & Feel einer nativen Plattform an. Der wohl größte Unterschied zwischen einer Ionic-App und einer nativen Anwendung liegt darin, dass man sich bei nativen Anwendungen selbst um etliche Plattform-spezifische Dinge kümmern muss. Ionic Apps schreibt man hingegen ein Mal, und sie laufen auf allen Plattformen. Natürlich gibt es dennoch Fälle, in denen eine native Anwendung besser geeignet ist. Aber diese Use Cases werden immer weniger.

Worauf es ankommt, und was ich auch in meiner Session auf der iJS zeige, ist, wie man seine App so streamlined, dass man nur noch eine Code-Basis benötigt, die man für verschiedene Plattformen pflegen kann.

Entwickler: Vielen Dank für dieses Interview!

Sani is the founder of Haibrid, a London-based consultancy that offers Ionic training & consultancy. Sani is also the co-organiser of Ionic UK & has spoken about Ionic on 4 continents. A Google Developer Expert & published book author, Sani also recently created the first Ionic 3.0 course online VIA Lynda.COM. When he is not doing geeky stuff, he enjoys food tourism & paddle boarding on the ocean.
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