Die Zukunft gehört den Hybriden
Kommentare

Wenn man sich die auf der diesjährigen IFA vorgestellten Geräte anschaut, kristallisiert sich schnell ein Trend heraus. Neben Ultrabooks und Tablets stechen vor allem die sogenannten Hybrid-Geräte hervor

Wenn man sich die auf der diesjährigen IFA vorgestellten Geräte anschaut, kristallisiert sich schnell ein Trend heraus. Neben Ultrabooks und Tablets stechen vor allem die sogenannten Hybrid-Geräte hervor – eine Mischung aus beiden.

Technisch gesehen dürften mittlerweile alle Geräte der großen Hersteller auf einem recht ähnlichen Niveau sein. USB 3.0 ist zum Standard geworden, genauso wie HDMI und Bluetooth 4.0. Die wirklich entscheidende Frage ist deshalb, welches Design sich letztendlich durchsetzen kann. Und hier gibt es verschiedene Konzepte.

Da wären zuerst einmal die Klassiker – Geräte, die entweder Laptop oder Tablet sein können, je nachdem wie man es gerade benötigt. Ihre Tastatur lässt sich zumeist abnehmen, der Bildschirm anschließend lose als Tablet mit sich herum tragen. So ist es beispielsweise beim Samsung ATIV Smart PC und Smart PC Pro. Und auch das HP Envy x2 sowie das ARM-basierte Dell XPS Duo 10 kommen mit Docking-Station und einer abnehmbaren Tastatur, genauso wie Microsofts eigenes Surface Tablet.

Obwohl man die Tastatur des Lenovo IdeaPad Yoga nicht abnehmen kann, gehört auch dieses Gerät in die Kategorie der Klassiker. Sein Bildschirm lässt sich nach hinten biegen, sodass es nach der Transformation zu einem etwas dickeren Tablet wird. Von der Tastatur ist nun nichts mehr zu erkennen.

Den Samsung ATIV Smart PC kann man entweder mit...
Den Samsung ATIV Smart PC kann man entweder mit…
...oder ohne Tastatur benutzen.
…oder ohne Tastatur benutzen.

Dann wäre da noch die zweite Kategorie der Hybrid-Geräte, die mit einem eingebauten Slider. Das Sony Vaio Duo 11 zählt dazu, genauso wie das Toshiba Satellite U920t und das Dell XPS Duo 12. Durch ein Drehgelenk lässt sich hier der Bildschirm über die Tastatur vor und zurück schieben und bleibt stets in Sichtweite. Bemerkenswert ist vor allem die Tatsache, dass man damit sowohl Bildschirm als auch Tastatur ständig mit sich herum trägt – das stellt besondere Ansprüche an das Gewicht und den Komfort der Geräte.

David Meyer von ZDNet empfindet die neuen Hybrid-Geräte als große Herausforderung für den Hardware-Markt, da dieser Sektor bislang noch wenig erforscht ist und sich noch nicht bewährt hat. Viele iPad-Nutzer verwenden ihr Tablet heute schon mit angedockter Tastatur, aber richtet sich der Hybrid-Markt nicht hauptsächlich an Laptop-Nutzer, die bei gleichen Funktionen weniger Ballast mit sich herum tragen möchten? Und machen Tablets nicht nur dann Sinn, wenn sie auch tatsächlich einen Laptop ersetzen können?

Die kommenden Monate werden es zeigen.

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -