Mobile Websites mit App-Install-Interstitials werden künftig abgestraft

Google ändert seinen Mobile-Friendly-Test
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Um auf sein Produkt aufmerksam zu machen, lassen sich Unternehmen und Websitebetreiber immer neue Methoden einfallen – besonders beliebt scheinen dabei im Moment Overlays zu sein, die den User zu einer bestimmten Handlung auffordern. Während das schon auf dem Desktop für viele User meist eher nervig ist, sorgen etwa Full-Screen-App-Install-Interstitials auf Mobile Devices für eine schlechte User Experience, weil der eigentliche Content vollständig verdeckt wird.

Mit einer Änderung seines Mobile-Friendly-Tests will Google Nutzern solcher Interstitials nun jedoch einen Strich durch die Rechnung machen: ab dem 1. November erhalten Seiten, die einen signifikanten Teil des Contents mit App-Install-Interstitials verdecken kein „Mobile-Friendly“-Label mehr. Das trifft Nutzer solcher Overlay-Advertisments also laut Duncan Riley genau dort, wo es weh tut – nämlich beim Suchmaschinenranking, das bei der Generierung von Website-Traffic eine besonders wichtige Rolle spielt.

Websites mit App-Install-Interstitials verlieren Mobile-Friendly-Label

Angesichts der immer weiter steigenden Anzahl von Usern, die von Mobile Devices aus auf das Internet zugreifen und es für die Suche von Produkten oder Content nutzen, hatte Google bereits im April seinen Algorithmus angepasst. Seither nehmen auch verschiedene Mobile-friendly-Usability-Faktoren Einfluss auf das dadurch ermittelte Suchmaschinenranking.

Mit den nun im Google-Webmaster-Blog angekündigten Änderungen des Mobile-Friendly-Tests werden sie nun noch einmal erweitert. Dabei werden Mobile Sites, die einen signifikanten Anteil des Website-Contents durch Full-Screen-App-Install-Interstitials verdecken künftig nicht mehr als Mobile-Friendly angesehen; andere Interstitial-Arten sind von der Neuerung jedoch nicht betroffen. Websites, die sich solche Interstitials zu Nutze machen, um für ihre App zu werben, könnten demnach ab dem 1. November im Suchmaschinenranking deutlich abgewertet werden.

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Eine userfreundlichere Alternative zu den App-Install-Interstitials stellen App-Install-Banner dar. Sie werden sowohl im Mobile Safari als auch im Mobile Chrome unterstützt und erscheinen nur im oberen Bereich der Seite, ohne dabei zu viel des Contents zu verdecken. Dazu sagt Daniel Bathgate im Google Webmasterblog:

Banners provide a consistent user interface for promoting an app and provide the user with the ability to control their browsing experience.

Zwar löst auch diese Änderung des Mobile-Friendly-Algorithmus‘ nicht das Problem von Overlay-Adverts generell, dürfte aber immerhin schon mal ein erster Schritt in die richtige Richtung sein – und vielen Usern dadurch bereits eine bessere User Experience bescheren.

Aufmacherbild: OlegDoroshin / Shutterstock.com

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