Nearby ermöglicht Austausch zwischen Geräten & Beacons

Nearby on Android: neues Google-Feature für Umgebungsinteraktionen
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Google hat das Feature Nearby on Android veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine neues Feature, über die User mit ihrer Umgebung interagieren können. Die Technologie baut auf den im letzten Jahr vorgestellten Nearby APIs auf.

Bereits im Juli letzten Jahres hat Google die Nearby APIs vorgestellt, mit denen sich Apps um eine Funktion zur Kommunikation mit anderen Mobilgeräten im unmittelbaren Umkreis erweitern lassen. Auf diese Weise lassen sich Informationen mit anderen Nutzern direkt und einfach teilen. Darauf aufbauend wurden vor kurzem sogenannte Physical Web Beacons in Chrome für Android integriert. Über diese kann der Browser mit Beacons in der Umgebung kommunizieren. Mit Nearby on Android wird diese Entwicklung nun noch einen Schritt weiter getrieben.

Nearby on Android – was steckt drin?

Auf Basis des Standorts soll die neue Funktion Nearby on Android dem Nutzer über die Notifications hilfreiche Apps und Websites vorschlagen. Dafür müssen Anwender auf dem eigenen Gerät Bluetooth sowie die Standortdienste aktivieren. Erkennt der Dienst eine App mit Bezug zum Standort, erhält der Nutzer eine Benachrichtigung, die ihn direkt zur besagten App im Google Play Store führt.

Diese Funktion ist vor allem für Unternehmen interessant. Denn zwar betreiben viele Geschäfte, Museen oder Flughäfen bereits eigene Apps, die dem Nutzer bestimmte Vorteile versprechen – z. B. Coupons für den Einkauf oder das Einspeichern von Flugtickets. Doch diese Apps müssen von potenziellen Kunden erst einmal gefunden werden. Mit Nearby können jetzt passende Apps automatisch, abhängig vom Standort, vorgeschlagen werden. Dafür müssen die jeweiligen Unternehmen lediglich Beacons installieren, die das Eddystone-Bluetooth-Low-Energy-Beacon-Profil unterstützen. Diese Beacons senden dann entsprechende Informationen aus. Im dazugehörigen Blogpost erklärt Google, wie die Einrichtung solcher Beacons konkret funktioniert.

Derzeit nutzen bereits einige Unternehmen in den USA die Kombination aus Beacons und Nearby für ihre eigenen Zwecke. So bietet beispielsweise das Broad Museum In-App Audio-Touren für seine Ausstellungen an und United Airlines ermöglicht per App das Anschauen von kostenlosen Filmen während des Flugs.

Nearby on Android, Quelle: https://android.googleblog.com/2016/06/introducing-nearby-new-way-to-discover.html

Nearby on Android, Quelle: https://android.googleblog.com/2016/06/introducing-nearby-new-way-to-discover.html

Instant Apps & Nearby

Ein weiteres Einsatzgebiet für Nearby könnten die Instant Apps sein, die schon auf der Google I/O vorgestellt wurden. Der Vorteil von Instant Apps liegt darin, dass immer nur der Teil einer App heruntergeladen und verwendet wird, der für die jeweilige Funktion nötig ist. Die Kombination von Nearby und Instant Apps könnte die User Experience noch mehr vereinfachen und beschleunigen.

Allerdings ist es fraglich, ob es für das Nutzererlebnis von Vorteil ist, ständig seinen Standort mitzuteilen und dann von überall her Benachrichtigungen zu vermeintlich interessanten Apps oder Websites zu erhalten… Immerhin ist das Feature standardmäßig ausgeschaltet, sodass einem zumindest etwas Kontrolle bleibt.

Nearby für Android wird bereits als Teil des kommenden Google-Play-Services-Release ausgerollt und läuft auf allen Android-Geräten ab Version 4.4 (KitKat). Die Funktion unterstützt neben den gängigen Android-Smartphones und -Tablets auch Google Cast sowie Smartwatches mit Android Wear.

Hier gibt’s noch mal die Vorstellung von Nearby on Android auf der Google I/O:

Aufmacherbild: Public library near you von Shutterstock / Urheberrecht: Mascha Tace

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