Was beim Mobile-SEO wirklich wichtig ist

In sechs Schritten zur Mobile-freundlichen Website
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In 2007 begann mit dem Erscheinen des ersten iPhones der Kampf um den Smartphone-Markt, der heutzutage härter ist, als je zuvor. Im Gegensatz zu der Zeit zwischen Erscheinen und dem Salonfähig werden des Telefons hatten Einzelhändler beim Aufkommen des Smartphones deutlich weniger Zeit, um sich auf die neuen Anforderungen an ihre Unternehmenspräsentation vorzubereiten. 

Noch immer haben viele Händler keine oder nur eine wenig Mobile-freundliche Website – obwohl Mobile unbestreitbar missionskritisch ist. John Tabita zeigt, mit welchen sechs einfachen Schritten Unternehmen ihre Website Mobile-freundlich gestalten können und was bei der Suchmaschinenoptimierung für Mobile-Sites wirklich wichtig ist.

Warum Mobile-SEO wichtig ist

Immer mehr User wechseln zwischen verschiedenen Devices um ein Ziel zu erreichen – etwa, um einen Einkauf abzuschließen. Glaubt man dem SEO PowerSuite Guide für Mobile-freundliche Websites, liegt der Anteil solcher User mittlerweile sogar bei 90 Prozent. Es ist also kein Wunder, dass das Erstellen und Pflegen einer Mobile-freundlichen Website für Unternehmen heutzutage unumgänglich ist.

Das zeigt sich auch in einigen weiteren Gründen. So ist in den Jahren seit der Veröffentlichung des ersten iPhones die Nutzung mobiler Devices zum Mainstream geworden und fast drei Viertel aller US-Amerikaner mit einem Mobilvertrag besitzen auch ein Smartphone. Genauso nutzen immer mehr Kunden Smartphones, um eine Kaufentscheidung zu treffen, sei es, um sich online über das Produkt zu informieren oder es direkt online zu bestellen. Dabei entscheiden sich Mobile-User meist auch schneller für den Kauf, als Nicht-Mobile-User.

Zudem legt Google in seinen Suchmaschinenergebnissen den Schwerpunkt immer mehr auf Mobile. Seit November 2014 zählte Mobile-Freundlichkeit zunächst testweise zu den Ranking-Faktoren; ab April sollen nun auch dauerhaft Mobile-freundliche Kriterien in das Ranking einer Website einfließen und Mobile-freundliche Seiten mit einem entsprechenden Label gekennzeichnet werden.

Das macht eine Mobile-freundliche Website aus

Bevor es drangeht, eine Mobile-freundliche Website zu erstellen oder eine bestehende Website Mobile-freundlich zu überarbeiten, muss man erstmal wissen, was überhaupt die Kriterien sind, die man dafür einhalten muss. Google nennt dafür die folgenden vier Merkmale:

  • keine Software nutzen, die nicht typischerweise auf Mobile Devices genutzt wird
  • Text nutzen, der ohne Zoomen lesbar ist
  • Content an die Größe des Displays anpassen, sodass User nicht zoomen oder horizontal scrollen müssen
  • Links weit genug voneinander entfernt platzieren, sodass der richtige Link leicht erreichbar ist

Damit soll vor allem auch für eine gute User Experience für Mobile-User gesorgt werden. Tatsächlich verlassen zahlreiche Mobile-Nutzer eine Website, wenn sie nicht Mobile-freundlich ist und suchen nach entsprechenden Alternativen. Ob eine Website Mobile-freundlich ist, lässt sich übrigens leicht mithilfe von Googles Testseite überprüfen.

Mit 6 Schritten zur Mobile-freundlichen Website

Wie schafft es man es also, eine Website Mobile-freundlich zu gestalten? John Tabita nennt dafür die folgenden sechs Schritte:

1. Für lokale Suchen optimieren

Ein immer größer werdender Anteil an Suchanfragen wird mit lokaler Absicht getätigt – besonders von mobilen Geräten aus. Als Unternehmen mit lokalen Standorten muss man daher in den lokalen Suchergebnissen auftauchen. Dazu sollte man in den lokalen Bereichen der großen Suchmaschinen Google, Yahoo und Bing gelistet sein, doch auch die Präsens in anderen lokalen Such-Directories ist wichtig.

2. Für eine Mobile-Lösung entscheiden

Es gibt unterschiedliche Methoden, um eine Mobile Website zu erstellen, etwa Responsive Design, eine Mobile Site mit eigener URL oder Dynamic Serving, wobei die Seite je nach Device unterschiedlich, aber unter der gleichen URL ausgegeben wird. Jede Methode hat dabei Vor- und Nachteile, die bei der Suchmaschinenoptimierung von Fall zu Fall abgewogen werden müssen.

3. Mobile-Usern einfache Anruffunktion ermöglichen

Neben vielen weiteren Faktoren zählt auch die User-Aktivität zu den Ranking-Faktoren. Darum sollte es Usern möglichst leicht gemacht werden, das Unternehmen direkt von der Website aus anzurufen oder mithilfe einer Karten den Standort ausfindig zu machen.

4. Für schnelle Seitenladezeiten sorgen

Auch die Seitenladezeit ist ein wichtiger Faktor. Das Reduzieren von HTTP-Requests, etwa durch die Nutzung einer einzigen externen CSS- und Skript-Datei, minified CSS und JavaScript oder der Verwendung von Browser-Caching, sowie die Optimierung von Bildern sorgt für eine schnellere Ladezeit und somit auch für eine bessere User Experience.

5. Typische Fehler vermeiden

Es gibt zahlreiche Fehlerquellen, die man beim Erstellen einer Mobile-freundlichen Website vermeiden sollte. Dazu gehört zum Beispiel, Pop-Ups zu vermeiden, weil sie nicht auf Mobile Devices funktionieren. Auch das Blockieren von CSS, JavaScript oder Bildern sollte vermieden werden, weil dies für Probleme beim Indexieren der Seite durch den Googlebot führen kann. Ebenso sollte auf falsche Redirects geachtet werden. Dazu erklärt John Tabita:

If you have a separate parallel mobile site, mobile users must be redirected to the corresponding mobile version of each page.

6. Mobile Ranking im Auge behalten und verbessern

Es gibt verschiedene Tools, mit denen man das Ranking der eigenen Website in den Mobile-Suchmaschinen im Auge behalten und so seine Mobile-Strategie möglichst schnell neu ausrichten kann. Genauso sollte man sich über die jeweils neusten Google Updates informieren, um einem Ranking-Abfall frühzeitig entgegen zu wirken. Auch die Keywords spielen im Mobile Ranking eine große Rolle. Darum sollte die Mobile-Strategie vor allem auf Mobile-spezifische Keywords ausgerichtet sein.

Es wird deutlich, dass Unternehmen nicht umherkommen, in eine gute Mobile Strategie zu investieren – nicht nur, weil es immer mehr Mobile-User gibt, sondern vor allem, weil sich die Erwartung vieler Kunden an die Online-Präsenz eines Unternehmens immer mehr verschiebt. Will man nicht riskieren, seine Kunden zu verlieren, führt kein Weg daran vorbei, ihnen diese Anforderungen bestmöglich zu erfüllen.

Aufmacherbild: SEO Blocks On A Smartphone von Shutterstock / Urheberrecht: Devenorr

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